Saarland Heilstätten

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Saarland Heilstätten GmbH (SHG, SHG-Gruppe)
SHG-Logo
Rechtsform gGmbH in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft
Gründung 1947
Sitz Saarbrücken, Deutschland
Leitung Geschäftsführer Alfons Vogtel; Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo[1]
Mitarbeiter rd. 4.400(2013)[2]
Branche Gesundheitsversorgung
Website www.shg-kliniken.de

Die Saarland Heilstätten sind eine Krankenhauskette und betreiben im Regionalverband Saarbrücken, im Landkreis Birkenfeld und in Merzig mehrere Krankenhäuser, Rehabilitations-, Dienstleistungs- und Bildungseinrichtungen im Bereich der Gesundheitsversorgung. Hauptgesellschafter der Saarland Heilstätten sind Deutsche Rentenversicherung (DRV) Saarland und Regionalverband Saarbrücken, kleinere Beteiligungen halten der Landesverband Saar e.V. der Arbeiterwohlfahrt und die Knappschaft-Bahn-See. Das Stammkapital beträgt 3,6 Mio. Euro, das Eigenkapital war 2007 109,8 Mio. Euro[3]. Im Jahre 2007 wurden 58.127 Patienten stationär behandelt[4], die Anzahl der Akutbetten war 1656, der Rehabetten 432, bezogen auf das Saarland unterhielten die Saarland Heilstätten landesweit 16 % der Akut- und 12 % der Rehabilitationsbetten[3]. 2013 betrug die Bettenzahl/ Anzahl der Plätze 2.153.[2]

Hervorgegangen aus der 1947 gegründeten Betreibergesellschaft der Lungenheilstätte Sonnenberg in Saarbrücken, die zwischen 1960 und 1980 in eine Einrichtung für Geriatrie und Psychiatrie umgewandelt worden war[5], übernahmen die Saarland Heilstätten nach 1990 kommunale, knappschaftliche und kirchliche Allgemeinkrankenhäuser, darunter Häuser in Völklingen, Merzig und Idar-Oberstein, teilweise, wie in Quierschied und Baumholder, um sie zu Rehabilitationseinrichtungen umzubauen.[6] Beim Verkauf zweier Krankenhäuser des Landkreises Neunkirchen im Jahre 2005 gab der Kreistag der Kaufofferte der Saarland Heilstätten nicht den Zuschlag.[7]

Nach Verlagerung des Schwerpunkts der Geschäftstätigkeit des Unternehmens in den Akutkrankenhaussektor entsprach nach Ansicht von Saarländischer Landesregierung und Bundesrechnungshof der Gesellschafteranteil der DRV in Höhe von 45,61 % nicht mehr der von der Sozialgesetzgebung zugelassenen Aufgabenwahrnehmung und Vermögensanlage der Gesetzlichen Rentenversicherung, von den Aufsichtsbehörden wurden deshalb Beteiligungsveräußerung oder Änderung der Unternehmensstruktur angeregt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland Heilstätten: Impressum www.shg-kliniken.de, abgerufen am 7. April 2009.
  2. a b Zahlen und Fakten (PDF; 924 kB)
  3. a b c Landtag des Saarlandes 13. Wahlperiode: Antwort zu der Anfrage der Abgeordneten Claudia Willger-Lambert (B90/Grüne) betr.: Beteiligung der Deutschen Rentenversicherung Saarland an der Saarland Heilstätten GmbH. Drucksache 13/2099 30. September 2008. Text www.landtag-saar.de, abgerufen am 7. April 2009.
  4. DRV Knappschaft-Bahn-See: Geschäftsbericht 2007, S. 88, abgerufen am 27. August 2012.
  5. SHG-Kliniken Sonnenberg: Geschichte. Text www.shg-kliniken.de, abgerufen am 7. April 2009.
  6. Klinikum Idar-Oberstein GmbH: Qualitätsbericht 2006. PDF www.shg-kliniken.de, abgerufen am 7. April 2009.
  7. Peter Springborn: Zuschlag für schlechtestes Angebot. Saarländischer Rundfunk 7. September 2005. Bericht www.sr-online.de, abgerufen am 7. April 2009.