Saastal

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Saastal mit Saas-Fee und Saas-Grund

Das Saastal, das Tal der Saaser Vispa, ist ein Seitental im Oberwallis (deutschsprachiger östlicher Teil des Kantons Wallis) in der Schweiz.

Vom Rhone-Tal her kommend gelangt man zuerst nach Saas-Balen, dann nach Saas-Grund. Von Saas-Grund erreicht man weiter südlich dem Tal folgend Saas-Almagell und später den Staudamm Mattmark oder nach rechts abzweigend das gut 200 Meter höhergelegene Saas-Fee. Saas-Grund galt in früherer Zeit klar als Hauptort, dies hat sich durch die touristische Entwicklung der letzten 60 Jahre aber geändert. Saas Fee hat Saas Grund sowohl in der Einwohnerzahl wie auch in der wirtschaftlichen Bedeutung für das Tal überholt. Zurzeit laufen politische Bemühungen die einst gemeinsame Gemeinde, die sich später in die Gemeinden Balen, Grund, Almagell und Fee aufsplitteten, wieder zu vereinigen.

Das Saastal ist der östliche Zweig des Vispertals, in dem es sich mit dem westlich gelegenen Mattertal (auch Nikolaital) beim Ort Stalden vereint. Zusammen durchziehen diese Täler, die bis zum Matterhorn und dem südlich der von ihnen umfassten Mischabelkette gelegenen Monte Rosa (zweithöchster Berg in den Alpen) aufsteigen, die zweitgrößte Konzentration von Viertausendern in den Alpen nach dem Mont-Blanc-Massiv.

Das Saastal ist in erster Linie bekannt durch die Skiorte Saas-Fee und Saas-Grund, die Nähe zum Mattertal mit Zermatt und den Zugang zu den alpinistisch anziehenden Gebieten der Mischabelkette mit dem höchsten grenzfernen Gipfel der Schweiz, dem Dom.

Im Jahre 1851 verfasste Domherr Peter Joseph RuppenDie Chronik des Thales Saas“, welche noch heute als das Standardwerk über das Saastal gilt. Als Grundlage dienten ihm die Aufzeichnungen von Dekan Peter Joseph Zurbriggen (Familienstatistik Saas Nr. 553). Notar Alois Zurbriggen und Pfarrer Imseng ergänzten diese Chronik mit wissenschaftlichen Beilagen. Das Manuskript ist bis heute erhalten geblieben.

Bis zum Jahre 1893 bildete das Saastal mit den Gemeinden Almagell, Balen, Fee und Grund eine einzige Pfarrei. Die Talkirche war in Saas-Grund. Die Bewohner der drei Gemeinden Almagell, Balen und Fee mussten somit für alle kirchlichen Angelegenheiten, wie Taufe, Firmung, Eheschliessung usw. nach Saas-Grund gehen. Sogar die Beerdigungen fanden dort statt.

Südlich und südöstlich grenzt das Saastal an Italien (Valle Anzasca mit dem Hauptort Macugnaga). Einige Pässe im Saastal dienten früher als Schmugglerwege (Monte-Moro-, Ofental- und Antrona-Pass). Nach der Eröffnung des Simplonpasses verloren die schlecht zugänglichen und hohen Pässe im Saastal ihre Bedeutung.

Berge rund um das Tal[Bearbeiten]

Talgemeinden[Bearbeiten]

Saas-Fee[Bearbeiten]

Saas-Fee ist die die grösste Gemeinde der vier Teilorte im Saastal. Sie zählt 1710 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012) und ist auf rund 1'800 m ü. M. gelegen. Die Gemeinde verfügt über das grösste Skigebiet der vier Gemeinden. Saas-Fee ist autofrei.

Saas-Grund[Bearbeiten]

Saas-Grund hat 1094 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012) und ist der am zentralsten gelegene Teilort des Saastales. In Saas-Grund teilt sich die Autostrasse nach Saas-Fee bzw. Saas-Almagell. Der Ort verfügt über ein sonniges Ski- und Wandergebiet (Hohsaas, Kreuzboden) und ist – wie auch das restliche Saastal – auf den Tourismus ausgerichtet.

Saas-Almagell[Bearbeiten]

Almagell mit Kirche 1914-1918

Saas-Almagell, ca. 1'650 m ü. M., ist die südlichste der vier Teilgemeinden im Saastal und hat 383 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012). Unmittelbar im Anschluss an Saas-Almagell befindet sich der Mattmark-Staudamm, der höchstgelegene Erdstaudamm Europas (2.197 m). Für Wintersportler gibt es im Winter ein Skigebiet und Langlaufloipen, für Wanderer steht ganzjährig ein grosses Wegenetz an Wanderwegen zur Verfügung.

Saas-Balen[Bearbeiten]

Saas-Balen ist die nördlichste und kleinste der Saas-Gemeinden. Sie zählt 399 Einwohner (Stand 31. Dezember 2012) und ist vor allem bekannt für ihre Rundkirche und den Fellbach. Es gibt im Ort nur einen Skilift, weshalb Wintertouristen oft auf die benachbarten Ortschaften ausweichen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saastal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

46.1166527.933323Koordinaten: 46° 6′ 59,9″ N, 7° 56′ 0″ O; CH1903: 638243 / 107359