Sabäer
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Die Sabäer (assyr. Sabảajja; griech. Σαβαĩοι, Sabaioi; latein. Sabaei ) waren ein antikes semitisches Volk im Südwesten der Arabischen Halbinsel im Gebiet des heutigen Jemen.
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[Bearbeiten] Historische Quellen
In den Annalen der Assyrer werden die Sabäer bereits 730 v. Chr. erwähnt [1].
Im Alten Testament der Bibel werden sie hauptsächlich als Weihrauch-Händler erwähnt (u. a. Jeremia (Jer 6,20 EU), Jesaja (Jes 60,6 EU)). Die Erinnerung an Juden in Saba ist aus den Bibelstellen Genesis (Gen 25,1-6 EU) und Joel (Joel 4,8 EU) zu erkennen. Siehe auch: Königin von Saba
Auch den Griechen waren die Sabäer in erster Linie als Händler von Weihrauch und Myrrhe bekannt. Strabon erwähnt ihre Hauptstadt Marib (von manchen Autoren, ebenso wie das Reich, Saba genannt).
Die Römer halten sie für das wohlhabendste Volk in Arabien, denn sie liefern den begehrten Weihrauch.
Der Koran erwähnt das historische Faktum des Dammbruches zu Marib im Reich Saba im Jahre 572 n. Chr. [2].
830 übernahmen die Sabier von Harran die Selbstbezeichnung Sabäer
[Bearbeiten] Religion der Sabäer
Ursprünglich verehrten die Sabäer astrale Götter wie Mond, Sonne [3] und die Venus. Nachdem Südarabien 575 n. Chr. unter persischen Einfluss geraten war, konvertierte 628 der letzte persische Statthalter zum Islam.
Der Koran erkennt die Sabäer (arabisch صابئون, DMG Ṣābiʾūn) als Buchreligion an (Sure 2:62):
- Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer - wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut -, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.
Unklar ist jedoch, auf welche Religionsgemeinschaft sich dies bezieht. Die Sabier von Harran übernahmen 830 diese Bezeichnung, um als Buchreligion anerkannt zu werden [4]. Hingegen werden die Mandäer lediglich von ihren Nachbarn als Sabäer bezeichnet, verwenden diese Bezeichnung jedoch nicht selbst [5]. Hier bezieht sich der Name auf das wiederholte Untertauchen in fließendem Wasser, das dem arabischen صاب (ausgießen) entspricht.
[Bearbeiten] Sprache
Die gemeinsame Sprache der Himjaren und Sabäer war das Sabäische, ein Dialekt des Altsüdarabischen. Es wurde bis ins 10. Jahrhundert im Südwesten der arabischen Halbinsel gesprochen und ist mit ca. 6000 gefundenen Inschriften sehr gut belegt.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ vg. auch: Heinz Hahn: Die Araber. Von der Vorislamischen Zeit bis zur Gegenwart. C.H.Beck, München, 2004, S.9, ISBN 3-406-50843-X.
- ↑ Dammbruch zu Marib: Sure 34, 14-15
- ↑ Sonnenanbetung in Saba: Sure 27, 22-24
- ↑ Die Redaktion des Korans war Mitte des 7.Jhd. abgeschlossen: Annemarie Schimmel im Vorwort Der Koran, Textausgabe Reclam, Stuttgart 1960, S.12
- ↑ im Zusammenhang mit der Aufnahme verfolgter Iraker religiöser Minderheiten in Deutschland werden allerdings Mandäer und Sabäer genannt: FAZ 19. März 2009, Seite 4
[Bearbeiten] Literatur
- Hermann von Wissmann: Das Grossreich der Sabäer bis zu seinem Ende im frühen 4. Jahrhundert vor Christus. Die Geschichte von Saba'II, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1982, ISBN 3-7001-0516-9
- Jürgen Tubach: Im Schatten des Sonnengottes: Der Sonnenkult in Edessa, Harran und Hatra am Vorabend der christlichen Mission, Verlag Harrassowitz, Wiesbaden, 1986, ISBN 3-4470-2435-6
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