Sabalan

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Sabalan
Sabalan

Sabalan

Höhe 4811 m
Lage Provinz Ardabil im Iran
Dominanz 344 km → Ararat
Schartenhöhe 3283 mfd2
Koordinaten 38° 16′ 0″ N, 47° 50′ 0″ O38.26666666666747.8333333333334811Koordinaten: 38° 16′ 0″ N, 47° 50′ 0″ O
Sabalan (Iran)
Sabalan
Typ Schichtvulkan
Gestein Andesit
Alter des Gesteins Messinium bis Pleistozän
Letzte Eruption im Holozän
Kratersee des Sabalan

Kratersee des Sabalan

pd3
pd5

Der Sabalan (persisch ‏سبلان‎, auch Sāvālān auf aserbaidschanisch) ist ein wahrscheinlich nicht mehr aktiver Schichtvulkan im Iran.

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

Der Sabalan liegt im Nordwesten des Iran, in der Provinz Ardabil. Im Süden liegt der Berg im Landkreis Sarab in der Provinz Ost-Aserbaidschan. Er ist der dritthöchste Berg (4811 m) und nach dem Damavand der zweithöchste Vulkan des Landes. Die höhergelegene Region wird als Wintersportgebiet genutzt, der Berg selbst ist ein beliebtes Ziel für Kletterer und Wanderer. In der Nähe des Berges befindet sich außerdem ein Heilbad.

Geologie[Bearbeiten]

Das Andesit-Gestein des Sabalans ist 1,4 bis 5,6 Millionen Jahre alt. Die Gipfelregion hat mehrere Höchstpunkte, von denen der höchste mit 4811 m im Nordosten liegt. Am Gipfel hat sich ein Kratersee gebildet, der abgesehen von gelegentlichen Ausnahmen Ende Juli bzw. Anfang August das ganze Jahr über mit Eis bedeckt ist. Auf über 4.000 m Höhe reicht das kalte Klima aus um insgesamt sieben Gletscher zu erhalten, die teilweise Blockgletscher sind oder in solche übergehen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der letzte Ausbruch des Vulkans ist weniger als 10.000 Jahre her und datiert damit aus dem Holozän.[2] Die urartäische Felsinschrift von Nascht-e ban stammt aus der Zeit von Argišti II.[3].

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. U.S. Geological Survey Professional Paper 1386-G-2: GLACIERS OF IRAN (PDF; 1,3 MB), S. 37-38 (englisch)
  2. Sabalan im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution (englisch)
  3. Warren C. Benedict, Two Urartian Inscriptions from Azerbaijan. Journal of Cuneiform Studies 19/2, 1965, 35-40

Weblinks[Bearbeiten]