Sabancı

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Die Familie Sabancı ist neben den Koç eine der reichsten türkischen Industriellenfamilien. Fast alle Unternehmen in der Türkei mit dem Suffix -SA gehören zur Sabancı Holding. Die zu 80 % im Familienbesitz befindliche Holding besteht nach eigenen Angaben aus 66 Unternehmen.

Bekannt für das moderne Istanbul sind die Sabancı Twin Towers am Eingang des Istanbuler Geschäftsviertels Levent im Stadtteil Beşiktaş.

Entstehung und Entwicklung[Bearbeiten]

Unternehmensgründer Hacı Ömer Sabancı (1906–1966), ein Halbanalphabet aus Kayseri[1], begann seine Karriere in den frühen 1920er Jahren in Adana im Baumwollhandel. Er profitierte indirekt von dem Völkermord an den Armeniern durch die Eliminierung der Armenier und ihrer Konkurrenz. In Adana beteiligte sich Hacı Ömer an der durch die Regierung geförderten Übernahmen von Minderheiten-Unternehmen.[1][2] Später expandierte Ömer in weitere Industriesektoren, darunter die Zement- und Lebensmittelindustrie.

Hacı Ömer Sabancıs Sohn und Nachfolger Sakıp Sabancı (1933–2004) war einer der größten Kunstmäzene in der Türkei und besaß eine bedeutende Sammlung osmanischer Kalligraphie. Der Großteil seines Kunstbesitzes ist im Sakıp-Sabancı-Museum (Sakıp Sabancı Müzesi) in Istanbul zu besichtigen.

Weitere Mitglieder der Familie sind die Unternehmerinnen Güler Sabancı (* 1955) und Sevil Sabancı (* 1973).

Unternehmensbeteiligungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Stiftungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ayşe Buğra: State and Business in Modern Turkey. A Comparative Study. SUNY Press, 1994. S. 82
  2. Uğur Üngör, Mehmet Polatel: Confiscation and Destruction. The Young Turk Seizure of Armenian Property. Bloomsbury Academic, 2011. S. 132