Sabrina (1954)

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Filmdaten
Deutscher Titel Sabrina
Originaltitel Sabrina
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 1954
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Billy Wilder
Drehbuch Billy Wilder, Samuel A. Taylor, Ernest Lehman
Produktion Billy Wilder
Musik Frederick Hollander, Richard Rodgers
Kamera Charles Lang
Schnitt Arthur P. Schmidt
Besetzung

Sabrina ist der Titel einer Verfilmung des Theaterstückes Sabrina (Sabrina Fair) von Samuel A. Taylor aus dem Jahr 1954 unter der Regie von Billy Wilder.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Linus und David Larrabee sind Söhne einer wohlhabenden Familie an der amerikanischen Ostküste. Der ältere Linus geht ganz in seiner Arbeit auf; er ist voll damit ausgelastet, das Familienunternehmen zu führen und hat keine Zeit für eine Frau und eine eigene Familie. Der jüngere David ist ein Lebemann, der sich nicht viel aus Arbeit macht, obwohl er offiziell ebenfalls im Familienunternehmen angestellt ist. Stattdessen lässt er keine Society-Veranstaltung aus und war bereits dreimal verheiratet. Sabrina Fairchild, die junge, schüchterne und unbeholfene Tochter des Chauffeurs der Familie, ist ihr ganzes Leben in David verliebt gewesen, der sie aber kaum beachtet hat ("... der nicht weiß, dass ich existiere"). Sie geht nach Paris und absolviert dort eine Ausbildung zur Köchin, lernt durch die Freundschaft mit einem betagten französischen Baron aber auch die Umgangsformen der besseren Gesellschaft kennen. Als elegante, kultivierte und schöne Frau kehrt sie nach zwei Jahren zurück, wo sie prompt von David bemerkt wird, der ihr umgehend den Hof macht. Aus geschäftlichem Kalkül versucht Linus allerdings, eine Verlobung Davids mit der Tochter eines Zuckerfabrikanten einzufädeln. Um sie von David fernzuhalten, überwindet sich der eingefleischte Junggeselle Linus, mit der lebenslustigen Sabrina auszugehen. Zu beider Überraschung entdecken beide ihre Gefühle füreinander.

[Bearbeiten] Hintergrund

Humphrey Bogart wurde in letzter Minute für Cary Grant eingesetzt, da Grant absagte. Bogart und William Holden konnten sich nicht ausstehen, da er meinte, Holden wäre ein schlechter Schauspieler. Bogart missbilligte den Einsatz von Audrey Hepburn (er hätte lieber seine Frau Lauren Bacall in der Rolle gesehen), während Holden sich in sie verliebte. Bogart erhielt als Gage $300.000, Holden bekam $150.000 und Hepburn lediglich $15.000. Auf die Frage, wie er die Arbeit mit Hepburn beurteile, antwortete Bogart: "She´s all right, if you don´t mind a dozen takes."'"Sie ist schon in Ordnung, wenn es einem nichts ausmacht, eine Szene dutzendmal zu drehen".

Obwohl Edith Head einen Oscar für Bestes Kostümdesign gewann, waren die meisten Teile von Hepburns Garderobe von Hubert de Givenchy. Tatsächlich trug Hepburn ihre eigenen Kleider aus der Givenchy-Kollektion. Es war das erste Mal, dass sie mit dem französischen Modeschöpfer zusammenarbeitete. Er wurde der Ausstatter ihrer Wahl während fast ihrer ganzen Karriere.

Dieses war der zweite Film in Folge, bei dem sie ihr Haar als Symbol von Reife kurz trug. Der erste Film war Ein Herz und eine Krone 1953. Es war auch der erste von vier Filmen in Folge, in denen sie eine Rolle spielte, in der sie romantisch mit einem Mann verbunden war, der alt genug ist, um ihr Vater zu sein.

Als Linus Sabrina mit ins Theater nimmt, sehen sie das Stück Das verflixte 7. Jahr, das bei Billy Wilder als nächstes Film-Projekt anstand.

Hepburn und Holden verliebten sich während der Filmarbeiten in einander, aber Hepburn brach die Beziehung ab, als sie erfuhr, dass sie mit Holden keine Kinder bekommen könnte.

Wie bei Boulevard der Dämmerung (1950) begann die Filmproduktion ohne ein fertiges Drehbuch. Ernest Lehman arbeitete mit Billy Wilder während der Produktion am Buch weiter. Eines Tages, als Lehman keine Extrakopie der anstehenden Szene für Bogart hatte, explodierte dieser. Wilder erklärte vor versammelter Mannschaft, dass er keinen Meter Film mehr drehen würde, bis sich Bogart bei Lehman entschuldigt hätte. Bogart lud Lehman in seine Garderobe ein und schließlich wurde der Film fortgesetzt.

Während der Produktion arbeitete Wilder ununterbrochen am Buch weiter. Eines Tages bat er Hepburn, so zu tun, als könne sie ihren Text für eine Szene nicht und sollte die besagte Szene so oft schmeißen, dass genügend Zeit blieb, die nächsten Szenen für die Aufnahme am folgenden Tag fertig zu schreiben. Daher rührt primär Bogarts oben genannte Bemerkung gegenüber Hepburns Fähigkeiten als Schauspielerin.

[Bearbeiten] Remakes

Das Stück von Samuel A. Taylor wurde nach der Wilder-Verfilmung noch mehrere Male für Film und Fernsehen adaptiert. Von diesen Versionen ist das 1995 entstandene Remake unter demselben Titel von Sydney Pollack am bekanntesten.

[Bearbeiten] Kritiken

„Wilder inszenierte mit leichter Hand eine geistreiche Gesellschaftskomödie nach einem Theaterstück von Samuel Taylor. Witziger Dialog, Delikatesse der Bildführung und charmante Darstellung vervollständigen den positiven Gesamteindruck.“

Lexikon des Internationalen Films

„Wortwitz, Romantik, Esprit: einfach klasse!“

TV Spielfilm

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Oscar

[Bearbeiten] Golden Globe

[Bearbeiten] National Board of Review, USA

[Bearbeiten] Writers Guild of America, USA

  • 1955 WGA Award (Screen) für das beste Drehbuch einer amerikanischen Komödie an Billy Wilder, Samuel A. Taylor und Ernest Lehman

[Bearbeiten] Literatur

  • Samuel A. Taylor: Sabrina. Komödie in vier Akten (Originaltitel: Sabrina Fair. Or, A woman of the world. A romantic comedy). Verlag Felix Bloch Erben, Berlin o. J. (Bühnenmanuskript)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Sabrina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Sabrina – Zitate
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