Sacerdotii nostri primordia

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Sacerdotii nostri primordia (lat. Zum Beginn unseres Priesteramts) ist eine Enzyklika von Papst Johannes XXIII. mit der er, am 1. August 1959, dem 100. Todestages (4. August 1859) des Heiligen Johannes-Maria (Jean-Marie) Baptist Vianney gedachte.

Der unverweste Leichnam des Pfarrers von Ars

Über den Heiligen[Bearbeiten]

In seinen Eingangsworten erinnerte er an den „Beginn seines Priesteramtes“, welcher mit seiner Priesterweihe und der Seligsprechung - beides im Jahr 1905 - dieses Heiligen in einem wundersamen Verhältnis stünde. Danach beschrieb er das Leben des Heiligen Pfarrers von Ars und erinnert an dessen spirituelle Eigenschaften. Die Botschaft dieses Lehrschreibens liegt in der folgenden zentralen Aussage: Immer wenn Priester vor dem Altar beten würden, sollten sie sich daran erinnern, dass “das eucharistische Gebet im vollen Sinn das heilige Opfer in der Messe ist” Ohne Messe gäbe es keine Realpräsenz. Sein Credo lautete: dass die bleibende Gegenwart Christi in der heiligen Eucharistie eine Verlängerung des eucharistischen Opfers ist.

„Mit der Übung dieser einleuchtenden und inbrünstigen Verehrung der Eucharistie wächst das geistliche Leben des Priesters und wird er mit der missionarischen Kraft der größten Apostel ausgestattet.“

So wie der Pfarrer von Ars, den Johannes XXIII. hier als wegweisend und als Beispiel nennt, der die meisten seiner langen Gebetsstunden vor dem Allerheiligsten Altarsakrament verbracht habe und während seiner Predigten, sich oft zum Tabernakel wandte und mit tiefer Bewegung, “Er ist da!”, sagte, so sollen auch die Geistlichen ihr Amt verstehen und praktizieren.

An die Priester und Bischöfe[Bearbeiten]

An die Priesterschüler und Bischöfe schrieb Johannes XXIII., diese sollten lernen, nach dem Vorbild des Evangeliums zu leben, in Glaube, Hoffnung und Liebe stark zu werden, damit sie in der Übung dieser Tugenden die Gesinnung des Betens erwerben. Die Bischöfe ermahnte er, dass sie wegen dieser Gemeinschaft, also im gleichen Priestertum und Dienst, die Priester als ihre Brüder und Freunde betrachten sollen. Denn auf den Bischöfen laste die schwere Sorge für die Heiligung ihrer Priester. Diese Erläuterungen fanden dann auch später, während des Zweiten Vatikanischen Konzil, im „Dekret über die Ausbildung der Priester (Optatam Totius)“ und dem „Dekret über den Dienst und Leben der Priester (Presbyterorum Ordinis)“ ihren Eingang.

Weblinks[Bearbeiten]

Text der Enzyklika (englisch)