Saenuri-Partei

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새누리당
Saenuri Party
Saenuri-Partei
Logo der SP
Partei­vorsitzender Hwang Woo-yea
Gründung 21. November 1997
Haupt­sitz Seoul
Aus­richtung Konservatismus
Farbe(n) Rot, Blau
Parlamentsmandate 158[1] von 300 (Gukhoe, 2012)
Website www.saenuriparty.kr
Koreanische Schreibweise
koreanisches Alphabet: 새누리당
chinesische Schriftzeichen: 새누리黨
Revidierte Romanisierung: Saenuridang
McCune-Reischauer: Saenuritang

Die Saenuri-Partei (koreanisch: 새누리당, Saenuri-dang, übersetzt „Neue-Welt-Partei“,[2][3] englisch New Frontier Party), bis Februar 2012 unter dem Namen Große Nationalpartei, GNP (koreanisch: Hannara-dang), ist eine konservative Partei in Südkorea. Sie entstand 1997 aus der Fusion verschiedener Rechtsparteien. Zu ihren Vorläufern zählen die Demokratische Republikanische Partei Park Chung-hees, die Demokratische Gerechtigkeitspartei, die den Präsidenten Chun Doo-hwan und Roh Tae-woo diente, aber auch die Neues-Korea-Partei des damals amtierenden Präsidenten Kim Young-sam.

Die Saenuri-Partei stützt sich auf die traditionell konservative Machtelite Südkoreas und auf die ländliche Bevölkerung. Ihre Hochburg ist die Region Gyeongsang.

Die Saenuri-dang steht, in weiten Teilen, für eine freie Marktwirtschaft, einen „schlanken Staat“, freien Handel, niedrige Steuern und eigenverantwortliches Unternehmertum. Sie wirbt für ein enges Bündnis mit den USA und dem Westen und kritisiert besonders scharf Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea.

Die Saenuri-dang ist Mitglied in der Internationalen Demokratischen Union. Ihr Vorsitzender ist Kang Jae-seop. Bei den Parlamentswahlen 2004 erlangte sie 35,8 % der Stimmen und 121 der 299 Sitze in der Nationalversammlung und wurde damit stärkste Kraft der Opposition gegen Präsident Roh Moo-hyun und seine liberale Uri-Partei. Bei den Präsidentschaftswahlen am 19. Dezember 2007 trat Lee Myung-bak für die Hannara an und gewann, womit die Partei erstmals seit zehn Jahren wieder ins Blaue Haus einzog.[4]

Bei den Parlamentswahlen am 9. April 2008, die als Stimmungstest für Präsident Lee gewertet wurden, gewann die Große Nationalpartei bei einer geringen Wahlbeteiligung die meisten Stimmen. Sie löste die aus der Uri-Partei hervorgegangene liberale Vereinigte Demokratische Partei als stärkste Fraktion ab und gewann mit 153 von 299 Sitzen die absolute Mehrheit im Parlament.[5] Im Vorfeld der südkoreanischen Parlamentswahl 2012 wurde die Große Nationalpartei im Februar 2012 in Saenuri-Partei umbenannt.[6]

Die letzten Parlamentswahlen waren am 11. April 2012. Die regierende Saenuri-Partei erreichte 152 von 300 Sitzen. Die Parteivorsitzende Park Geun-hye distanzierte sich deutlich von der Politik ihres Parteifreundes, des Staatspräsidenten Lee Myung-bak. Bei der Präsidentschaftswahl im Dezember 2012 siegte Park Geun-hye gegen ihren Mitbewerber Moon Jae-in von der Vereinten Demokratischen Partei.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2014/08/116_162037.html
  2. Frank Robaschik: Superwahljahr mit offenem Ausgang in Korea (Rep.) Germany Trade and Invest, 6. April 2012.
  3. Carsten Germis: Parlamentswahl in Südkorea. Regierungspartei überraschend stark. Frankfurter Allgemeine, 11. April 2012.
  4. Der Tagesspiegel: Machtübernahme in Südkorea vom 19. Dezember 2007.
  5. Tages-Anzeiger: Konservative gewinnen Mehrheit in Südkorea vom 10. April 2008.
  6. Wirtschaftsdemokratisierung, KBS World, 5. Februar 2012. Abgerufen am 16. Februar 2012.
  7. spiegel.de: Diktatoren-Tochter schlägt Menschenrechtler, abgerufen am 19. Dezember 2012.