Safety (Punktegewinn)

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Ein Safety ist ein Punktgewinn von zwei Punkten durch die Defense im American Football.

Die verteidigende Mannschaft erzielt ein Safety, wenn:

  • sie den Ballträger der angreifenden Mannschaft (Offense) in dessen eigener Endzone stoppt oder dieser die Endzone über die Seitenauslinie oder Endlinie verlässt. Das trifft nicht zu, wenn er den Ball beim Kick-off erst in der Endzone fängt (Touchback),
  • der Ball nach einem Fumble aus der Endzone heraus aus dem Spielfeld rollt oder vom Ballträger der angreifenden Mannschaft in seiner eigenen Endzone erobert, aber nicht wieder heraus getragen wird oder
  • innerhalb der Endzone der angreifenden Mannschaft verschiedene Feldstrafen gegen die angreifende Mannschaft erfolgen.

Nach dem Safety wird das Spiel mit einem Free Kick, durch die Mannschaft gegen die gepunktet wurde, von der eigenen 20-Yard-Line fortgesetzt. Hierbei kann der Ball durch einen Punt, einen Place Kick (wie beim Kickoff, allerdings ohne Unterstützung durch ein Kicking Tee) oder einen Dropkick ins Spiel gebracht werden.[1]

Das Safety wird häufig verwechselt mit dem so genannten Touchback, bei dem die verteidigende Mannschaft innerhalb der eigenen Endzone in Ballbesitz gelangt und die Endzone nicht verlässt. Hierbei behält sie das Angriffsrecht und startet an der eigenen 20-Yard-Linie.

Vom Schiedsrichter wird das Safety durch aneinandergehaltene Handflächen über dem Kopf angezeigt.

Absichtliches Safety[Bearbeiten]

Da der Gegner beim Safety punktet, versucht man es zu vermeiden. Es gibt aber Spielsituationen, in denen ein absichtliches Safety (englisch intentional safety) sinnvoll sein kann.

  • Wenn man kurz vor der eigenen Endzone steht und mit mehr als zwei Punkten führt. Ein absichtliches Safety bringt dem Gegner „nur“ zwei Punkte, anstelle mit einem riskanten Spielzug einen Touchdown (sechs Punkte) bzw. ein Field Goal (drei Punkte) zu riskieren.
  • Wenn man kurz vor der eigenen Endzone steht, bereits drei Downs verbraucht hat und befürchtet, dass der eigene Punt geblockt werden könnte. Hierbei spekuliert man, dass der nach dem Safety erfolgende Free Kick von der 20-Yards-Linie eine gute Ausgangsposition bringt. Die eigene Defense muss danach die gegnerische Offense schnell stoppen.

Ein bemerkenswertes absichtliches Safety ereignete sich am 5. Oktober 2009 im Spiel der Green Bay Packers gegen die Minnesota Vikings. Beim Stand von 28:14 für Minnesota tackelte der Defensive End der Vikings, Jared Allen, den Quarterback der Packers, Aaron Rodgers, und entriss ihm den Football an Green Bays 1-Yard-Linie. Packers-Coach Mike McCarthy überzeugte die Schiedsrichter, dass Rodgers in der Endzone zu Fall gekommen wäre, so dass Minnesota den Spielzug „nur“ mit einem Safety abschloss. Das Spiel endete 30:23 für die Vikings.

Eine Kombination obiger Faktoren war im Super Bowl XLVII der Fall, als die mit fünf Punkten führenden Baltimore Ravens im vierten Down bei noch zwölf Sekunden Spielzeit ihren Punter Sam Koch absichtlich mit Ball in die Ecke der Endzone laufen ließen. Die gegnerischen San Francisco 49ers hatten nach dem Safety zwar nur noch drei Punkte Rückstand, doch nach dem folgenden Freekick von Koch hatten sie keine Chance mehr, den Ball in Field-Goal-Nähe zu bringen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NFL Rules Digest: Kickoff. In: nfl.com. National Football League (NFL), abgerufen am 7. Februar 2014 (englisch): „On a safety kick, the team scored upon puts ball in play by a punt, dropkick, or placekick without tee.“