Safran (Unternehmen)

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SAFRAN SA
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Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000073272
Gründung 2005
Sitz Paris, Frankreich
Leitung Jean-Paul Herteman, CEO
Mitarbeiter 65.500 (2012)[1]
Umsatz 10,76 Mrd. Euro (2010)[2]
Branche Luft- und Raumfahrt
Verteidigung
Telekommunikation
Website www.safran-group.com

Safran S.A. ist ein französischer börsennotierter Mischkonzern.

Safran entstand im Jahr 2005 aus der Fusion des vorher weitestgehend im Besitz des französischen Staates befindlichen Aeronautik-Konzerns Snecma und des in Elektronik, Kommunikationstechnik und Rüstungstechnik tätigen Unternehmens Sagem. Safran ist Europas zweitgrößter Hersteller von Flugmotoren.[3]

Finanzdaten[Bearbeiten]

Hauptsitz François-Hussenot in Massy (Essonne), Frankreich.

Die Aktien des Unternehmens wurden am 13. Mai 2005 zum ersten Mal an der Pariser Börse gehandelt. Sie war zunächst Bestandteil des CAC Next 20-Indexes, in dem die nach dem Aktienkapital nächsten 20 unter den im CAC40 an der Pariser Börse notierten Unternehmen versammelt sind, und rückte später in den CAC40 auf.

Unternehmensergebnis[Bearbeiten]

Finanzdaten[4]
Jahr 2003 2004 2005 2006
Umsatz in Milliarden Euro 9,611 10,391 10,577 11,329
Nettoergebnis in Millionen Euro 288 368 501 465

Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten]

Insgesamt lassen sich drei große Eigentümergruppen für den Konzern feststellen, dazu gehört der französische Staat mit etwa 30 % Anteil, 20 % gehören Mitarbeitern des Unternehmens und 40 % befinden sich in Streubesitz. Im Jahr 2007 ergab sich folgende Verteilung:[5]

  • Französischer Staat: 30,8 %
  • Mitarbeiter der Unternehmensgruppe: 19,6 %
  • Areva: 7,4 %
  • BNP Paribas: 1,7 %
  • Streubesitz: 38,6 %

Produkte[Bearbeiten]

Antriebe[Bearbeiten]

Luft- und Raumfahrtantriebe machen mehr als die Hälfte des Umsatzes aus. Zusammen mit General Electric stellt die SAFRAN-Tochter Snecma das Triebwerk CFM 56 her, das in der Boeing 737 und dem Airbus A320 zum Einsatz kommt.

Weitere Töchter im Antriebsbereich sind

Flugzeugausrüstung[Bearbeiten]

In der Produktion von Fahrwerken für Flugzeuge ist der Konzern mit seinem Tochterunternehmen Messier-Dowty weltweiter Marktführer. Die Sparte trägt 22 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Hierzu gehören:

Kommunikation[Bearbeiten]

In der Kommunikationsbranche produzierte Safran unter der Marke Sagem. Angeboten wurden Handys, DSL-Modems, Empfangsgeräte für digitales Fernsehen und Faxgeräte. 2008 hat sich Safran in 2 Schritten wieder von Sagem getrennt: Im Januar erfolgte der Verkauf von Sagem Communication an die amerikanische Gores-Gruppe, im August wurde Sagem Mobiles an den französischen Finanzinvestor Sofinnova verkauft. Die Sagem Orga GmbH, eine Tochterfirma mit dem Hauptsitz in Paderborn/Deutschland, entwickelt und fertigt Chipkarten für die Bereiche Telekommunikation, Identifikation, Gesundheitswesen und Banking.

Militärtechnik[Bearbeiten]

Mit 12 Prozent am Gesamtumsatz ist die Verteidigungssparte die kleinste Sparte des Konzerns und wird ebenfalls von Sagem versorgt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.safran-group.com/IMG/pdf/SAFR_1304187_RA_2012_GB_100.pdf
  2. http://www.safran-group.com/IMG/pdf/Safran_RA_ENG_-_BAG_14-04-3.pdf
  3. Andrea Rothman: Safran's Annual Earnings Rise 27% on Aircraft-Engine Demand. In: Bloomberg Businessweek, 24. Februar 2012.
  4. Bericht an die Hauptversammlung 2010 auf der Webpräsenz des Unternehmens (frz.)
  5. Le Journal des Finances, März 2007