Safran (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SAFRAN SA
Logo
Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000073272
Gründung 2005
Sitz Paris, Frankreich
Leitung Jean-Paul Herteman, CEO
Mitarbeiter 66.300 (2013)[1]
Umsatz 14,7 Mrd. Euro (2013)[2]
Branche Luft- und Raumfahrt
Verteidigung
Website www.safran-group.com

Die Safran S.A. ist ein börsennotierter Mischkonzern mit Sitz in Paris.

Er entstand im Jahr 2005 aus der Fusion des vorher weitestgehend im Besitz des französischen Staates befindlichen Aeronautik-Konzerns Snecma und des in Elektronik, Kommunikationstechnik und Rüstungstechnik tätigen Unternehmens Sagem. Safran ist nach Rolls-Royce Europas zweitgrößter Hersteller von Flugmotoren bzw. Strahltriebwerken.[3]

Safran beschäftigt weltweit 66.300 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 14,7 Mrd. Euro.[4] Safran investiert zirka 12 % seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung, was sich auch in Innovations-Rankings widerspiegelt.[5]

Zu den Tochterunternehmen zählen Snecma, Turbomeca, Herakles (Antriebssysteme für die Luft- und Raumfahrt); Labinal Power Systems, Aircelle, Messier-Bugatti Dowty, Hispano-Suiza (Luftfahrtausrüstung), Morpho (Sicherheit) und Sagem (Verteidigung).

Finanzdaten[Bearbeiten]

Hauptsitz François-Hussenot in Massy (Essonne), Frankreich

Die Aktien des Unternehmens wurden am 13. Mai 2005 zum ersten Mal an der Pariser Börse gehandelt. Sie waren zunächst Bestandteil des CAC Next 20-Indexes, in dem die nach dem Aktienkapital nächsten 20 unter den im CAC40 an der Pariser Börse notierten Unternehmen versammelt sind, und rückte später in den CAC40 auf.

Unternehmensergebnis[Bearbeiten]

Finanzdaten[6]
Jahr 2010 2011 2012 2013
Umsatz in Milliarden Euro 10,76 11,74 13,6 14,7
Nettoergebnis in Millionen Euro 508 644 999 1193

Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten]

Insgesamt lassen sich drei große Eigentümergruppen für den Konzern feststellen, dazu gehört der französische Staat mit etwa 22 % Anteil, 15 % gehören Mitarbeitern des Unternehmens und 63 % befinden sich in Streubesitz. Am 30. Juni 2014 ergab sich folgende Verteilung:[7]

  • französischer Staat: 22,4 %
  • Mitarbeiter der Unternehmensgruppe: 14,5 %
  • Streubesitz: 62,9 %
  • Eigenbesitz: 0,2 %

Produkte nach Geschäftsbereichen[Bearbeiten]

Luft- und Raumfahrt[Bearbeiten]

Als Zulieferer ist Safran am Bau von Flugzeug- und Helikoptertypen vieler Hersteller beteiligt und Hauptlieferant für die kryotechnischen Triebwerke der europäischen Trägerrakete Ariane 5 [8]. Zusammen mit General Electric stellt das Tochterunternehmen Snecma beispielsweise das Triebwerk CFM 56 her, das in der Boeing 737 und dem Airbus A320 zum Einsatz kommt. Bei Fahrwerken für Flugzeuge ist Messier-Bugatti Dowty Marktführer. Labinal Power Systems ist der führende Anbieter von elektrischen Verbindungssystemen für die Luftfahrt.

Antriebe[Bearbeiten]

Luft- und Raumfahrtantriebe machen mehr als die Hälfte des Umsatzes aus.Töchter im Antriebsbereich sind

  • Snecma: Triebwerke für die Luft- und Raumfahrt
  • Turboméca: Gasturbinen für Helikopter [9]
  • Herakles: Feststoffantriebe für Lenk- und Trägerraketen, Verbundstoffe für die Raumfahrt, Industrieanwendungen
  • Techspace Aero: Komponenten und Dienstleistungen für Antriebe

Flugzeugausrüstung[Bearbeiten]

Die Sparte trägt 28 Prozent zum Gesamtumsatz bei [10]. Die größten Tochterunternehmen in diesem Bereich sind:

Militärtechnik[Bearbeiten]

Mit 9 Prozent am Gesamtumsatz ist die Verteidigungssparte die kleinste Sparte des Konzerns [11] und wird ebenfalls von Sagem versorgt. Sie wird von dem Tochterunternehmen Sagem bedient, welches sich auf Optronik, Avionik, Elektronik und missionskritische Software spezialisiert hat. Zuvor war Sagem auch in der Kommunikationsbranche aktiv. Angeboten wurden Handys, DSL-Modems, Empfangsgeräte für digitales Fernsehen und Faxgeräte. 2008 hat sich Safran in 2 Schritten von seiner Kommunikationssparte getrennt: Im Januar erfolgte der Verkauf von Sagem Communication an die amerikanische Gores-Gruppe, im August wurde Sagem Mobiles an den französischen Finanzinvestor Sofinnova verkauft.

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Safran-Tochter Morpho ist ein Anbieter von Chipkartentechnologie sowie von Systemen für Gefahrguterkennung sicheren Zahlungsverkehr und biometrischer Personenidentifizierung. [12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.safran-group.com/site-safran/groupe/safran-dans-le-monde
  2. http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Forecasts?s=SAF:PAR
  3. Andrea Rothman: Safran's Annual Earnings Rise 27% on Aircraft-Engine Demand. In: Bloomberg Businessweek, 24. Februar 2012.
  4. http://markets.ft.com/research/Markets/Tearsheets/Forecasts?s=SAF:PAR
  5. 2014 Global R&D Funding Forecast, S. 27. Thomson Reuters Names the World’s Top 100 Most Innovative Organizations for 2013 EU R&D Scoreboard - The 2012 EU Industrial R&D Investment Scoreboard, S. 87.
  6. http://www.safran-group.com/site-safran-en/finance-397/financial-publications/financial-press-releases/2014-989/article/safran-record-2013-results?13635
  7. http://www.safran-group.com/site-safran/finance/l-action-safran/structure-du-capital-et-droits-de/
  8. http://www.arianespace.com/launch-services-ariane5/industrial-team.asp
  9. Aerokurier: Power für Sightseeing-Helikopter. 18. März 2014.
  10. http://www.safran-group.com/IMG/pdf/Document_de_reference_2013-3.pdf
  11. http://www.safran-group.com/site-safran/groupe/chiffres-cles/
  12. http://www.morpho.com/qui-sommes-nous/?lang=en