Sagrado

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sagrado
Wappen
Sagrado (Italien)
Sagrado
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Görz (GO)
Koordinaten: 45° 52′ N, 13° 29′ O45.86666666666713.48333333333332Koordinaten: 45° 52′ 0″ N, 13° 29′ 0″ O
Höhe: 32 m s.l.m.
Fläche: 14 km²
Einwohner: 2.184 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 156 Einw./km²
Postleitzahl: 34078
Vorwahl: 0481
ISTAT-Nummer: 031017
Schutzpatron: Hl. Nikolaus
Website: Sagrado

Sagrado (vollständiger Name: Sagrado d’Isonzo; Sagrât auf furlanisch; Zagraj auf slowenisch) ist eine Gemeinde mit 2184 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Görz in der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien.

Geografie[Bearbeiten]

Sagrado liegt am linken Ufer des Flusses Isonzo am Fuße des Monte San Michele auf dem Karst und umfasst vier Ortsteile: Peteano, Poggio Terza Armata (veraltet: Sdraussina/Sdraučina), San Martino del Carso (slow. Vrk), Stazione Gradisca-San Martino. Nachbargemeinden sind Doberdò del Lago, Farra d’Isonzo, Fogliano Redipuglia, Gradisca d’Isonzo und Savogna d’Isonzo.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Monte San Michele (275 m s.l.m.) war im Ersten Weltkrieg Schauplatz blutiger Isonzo-Schlachten zwischen Italien und Österreich-Ungarn. Am 7. August 1916 gelang es den italienischen Truppen nach wiederholten Versuchen den Berg einzunehmen. Die in den Karstfelsen gesprengten Kasematten sind noch vorhanden und können besichtigt werden, so die Gen.-Lukacich-Höhle, der Schönburg-Tunnel und die Galleria della III Armata. Unterhalb eines Vorsprungs, von dem aus die Österreicher das Isonzo-Tal und die Stadt Görz kontrollierten, lag der Schützengraben der ersten Frontlinie der Italiener, gegen den am Morgen des 29. Juni 1916 ein Gasangriff erfolgte[2][3], der rund 7.000 Italiener ausschaltete und 2.500 davon sofort das Leben kostete.[4]

Der Ortsteil Poggio Terza Armata ('Stützpunkt 3. Armee') liegt im Osten von Sagrado in einem engen flachen Streifen zwischen dem Isonzo und dem Karst unterhalb vom Monte San Michele. Bis nach dem Ersten Weltkrieg hieß der Ort noch Sdraussina bzw. Sdraučina, was auf slawisch-keltische Wurzeln deutet. Umbenannt wurde er während des Faschismus zum Gedenken an das während der Isonzoschlachten hier liegende Hauptquartier der italienischen 3. Armee.

San Martino del Carso ist ein Dorf auf dem Karstplateau, das während der Kampfhandlungen stark beschädigt wurde. Die völlig zerstörte Kirche wurde 1925 an derselben Stelle wiedererrichtet.

Trivia[Bearbeiten]

Der Monte San Michele wird namentlich erwähnt im Gedicht 'Sono una creatura' des italienischen Dichters Giuseppe Ungaretti, der als Soldat hier kämpfte. Ein weiteres Gedicht von ihm ist nach dem Ort 'San Martino del Carso' benannt.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Mit den Städten Branik in Slowenien und Győrság in Ungarn besteht eine Städtepartnerschaft. Ebenso besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Poggersdorf in Kärnten.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Fremdenverkehrsverein Fogliano: Hintergrund zu den 'Friedenspfaden' (ital.) Zugriff 6. Januar 2008
  3. Monte Grappa, Italy’s Thermopylae (engl.) Zugriff 6. Januar 2008
  4. Gas am San Michele (ital.) Zugriff 6. Januar 2008

Weblinks[Bearbeiten]