Saifen-Boden

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Saifen-Boden (ehemalige Gemeinde)
Saifen-Boden (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (HF), Steiermark
Pol. Gemeinde Pöllau  (KG Obersaifen/Winkl)
Ortschaft Obersaifen/Winkl-Boden
Koordinaten 47° 19′ 27″ N, 15° 47′ 48″ O47.32416666666715.796666666667560Koordinaten: 47° 19′ 27″ N, 15° 47′ 48″ Of1
Höhe 560 m ü. A.
Postleitzahl 8225f1f0
Vorwahl +43/3335f1
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Obersaifen, Winkl-Boden (62275 002, 003)
Bild
Wappen der ehemaligen Gemeinde Saifen-Boden
Gemeinde 1850–2014, seit 1. Jänner 2015 Teil von Pöllau
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Saifen-Boden mit Ungültiger Metadaten-Schlüssel 62241 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) ist eine ehemalige Gemeinde im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark (Österreich). Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist die Gemeinde seit 2015 mit den Gemeinden Rabenwald, Pöllau, Schönegg bei Pöllau und Sonnhofen zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde führt den Namen Marktgemeinde Pöllau weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2] Die erste Anfechtung der Zusammenlegung, welche von der Gemeinde beim Verfassungsgerichtshof eingebracht worden war, war nicht erfolgreich,[3] ein weiteres Verfahren war im Dezember 2014 noch nicht entschieden.[4]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Saifen-Boden liegt ca. 15 km westlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 35 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Die Gemeinde gehört zum Naturpark Pöllauer Tal im Joglland. Die Gemeinde wird von der Pöllauer Safen durchflossen, der im Gemeindegebiet als Saifen entspringt. Zusammen mit seinen Zuflüssen entwässert sie die Gemeinde. Das Gemeindegebiet steigt von Osten nach Westen an. Seinen tiefsten Punkt hat es an der Pöllauer Safen bei Pöllau, seinen höchsten Punkt am westlichen Gemeinderand im Rabenwald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Saifen-Boden setzt sich zusammen aus den Katastralgemeinden Obersaifen und Winkl bzw. den Ortschaften Obersaifen (827 Einwohner) und Winkl-Boden (262 Einwohner) (Einwohner Stand: 2001).

Geschichte[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1023
1880 940
1890 942
1900 940
1910 989
1923 962
1934 960
1939 941
1951 960
1961 884
1971 958
1981 917
1991 1018
2001 1089

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 193 25 4 388 58 10 455 67 10 474 72 7
SPÖ 187 25 3 114 17 2 142 21 3 182 28 2
Bürgerliste 378 50 8 129 19 3 84 12 2
FPÖ 37 6 0
Wahlbeteiligung 91 % 87 % 89 % 96 %

Seit der Überschreitung der 1.000-Einwohner-Grenze hatte Saifen-Boden 15 Gemeinderäte.

Wappen[Bearbeiten]

AUT Saifen-Boden COA.jpg

Blasonierung (Wappenbeschreibung): „In rotem Schild ein goldgesäumter blauer Pfahl, pfahlweise begleitet vorne von einer goldenen Wasserwaage, hinten von einer goldenen Kornähre.“
Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 1998.[5]

Regionalpolitik[Bearbeiten]

Saifen-Boden war bis Ende 2014 Mitglied im Gemeindeverband Naturpark Pöllauer Tal und mit diesem in der LEADER-Region Oststeirisches Kernland. Am 7. Dezember 2010 wurde der Naturpark Pöllauer Tal auch als Kleinregion konstituiert. Anlässlich der Gemeindestrukturreform 2010–2015 wurde Saifen-Boden mit anderen Gemeinden (Rabenwald, Schönegg bei Pöllau und Sonnhofen) der Kleinregion mit Pöllau fusioniert.[6][7][8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Saifen-Boden liegt abseits der großen Hauptverkehrsstraßen an der Gschaiderstraße L 448 von Pöllau nach Birkfeld. Dort wird in etwa zehn Kilometer die Weizer Straße B 72 von Weiz nach Krieglach erreicht.

Saifen-Boden hat keinen Eisenbahnanschluss. Der nächstgelegene Bahnhof befindet ist in etwa zehn Kilometern Entfernung in Birkfeld, wird aber seit 1973 nicht mehr im Regelbetrieb bedient. Auf der Feistritztalbahn verkehrt seit 1994 lediglich eine Museumsbahn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Der NaturKRAFTPark ist ein Vergnügungspark für die Seele. Durch zahlreiche Wahrnehmungsübungen ermöglicht er es, der Natur und auch einem selbst näher zu kommen.

Sport[Bearbeiten]

Der Naturbadeteich ist Teil eines Biotops, das viele Pflanzen und Tiere beherbergt. Durch seinen besonderen Schutz bietet es durch natürliche Reinigung eine hervorragende Wasserqualität.

Durch ihre ländliche Lage und ihre hügelige Landschaft gibt es in der Gemeinde Saifen-Boden eine Vielzahl von Wanderwegen.


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saifen-Boden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 4 Z 7 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  3. Beschluss des VfGH vom 8. Oktober 2014, G 123/2014.
  4. Presseinformation des VfGH vom 16. Dezember 2014.
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 49, 1999, S. 57
  6. Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Liste Endversion A01, 2012 (pdf, gemeindestrukturreform.steiermark.at; 97 kB).
  7. Karte in Präsentation der Ergebnisse der Gemeindestrukturreform. kleinezeitung.at, 21. Jänner 2013. Stand der Karte 13. Jänner 2013
  8. Karte Grafik, Teil 2, Nr. 82 in Die neue Steiermark. kleinezeitung.at, 21. Jänner 2013. Stand der Karten 22. Jänner 2013