Sailauf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Aschaffenburg | |
| Höhe: | 200 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,82 km² | |
| Einwohner: |
3.553 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 257 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63877 | |
| Vorwahlen: | 06024 und 06093 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 71 150 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstr. 9 63877 Sailauf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Dümig (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Sailauf im Landkreis Aschaffenburg | ||
Sailauf ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Der Ort liegt im Vorspessart nahe Aschaffenburg und zählt zu den ältesten Ansiedlungen im Vorspessart.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Sailauf hat drei amtlich benannte Ortsteile (in Klammern die Zahl der Einwohner[2])[3]:
- Eichenberg (790)
- Sailauf (2.783)
- Weiberhof
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
| Gemeinde Blankenbach |
Gemeinde Sommerkahl | |
| Markt Hösbach | Sailaufer Forst (Gemeindefreies Gebiet) |
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| Gemeinde Bessenbach |
Gemeinde Laufach |
[Bearbeiten] Geschichte
Bereits 1089 war dort die Urkirche des oberen Aschafftales. 1189 findet sich die erste urkundliche Erwähnung des Herrenhofes Sigilovf(e) (= Glänzender Bach), hieraus entwickelte sich der Name Sailauf. Im 13. Jahrhundert stand Sailauf vorübergehend unter der Herrschaft der Grafen von Rieneck, welche auf dem nahe gelegenen Gräfenberg die Burg „Landesere“ errichten. 1265 errichtete der Mainzer Kurfürst Werner von Eppstein das Jagdschloss „castrum vivarium“, welches später in „Weyberhof“ umbenannt wurde. Während die Pest 1349 in Europa wütete, war der Vorspessart beinahe menschenleer. Nach Sailauf kamen später Siedler aus dem Steigerwald. 1552 wurde das Schloss „Weyberhöfe“ zerstört.
Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde Sailauf fast komplett zerstört. 1789 wurde über Sailauf die Sankt-Vitus-Kirche erbaut, welche vermutlich schon die vierte Kirche an dieser Stelle ist. 1803 endete die Herrschaft des Kurfürsten von Mainz im Vorspessart und 1814 kamen Aschaffenburg und Umgebung an Bayern. Seit dem 1. Juli 1972 gehört der Ort Eichenberg zu Sailauf.[4]
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat von Sailauf hat 17 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.
| CSU | SPD | Freie Wählergemeinschaft Eichenberg | Gesamt | |
| 2008 | 6 | 7 | 4 | 17 Sitze |
(Stand: 6. März 2008)
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung
In Silber ein roter Schräglinksbalken, belegt mit einem sechsspeichigen silbernen Rad; oben ein blauer Schräglinkswellenbalken, unten ein schräger grüner Eichenzweig
Wappengeschichte
Der blaue Schräglinkswellenbalken steht für die Lage der Gemeinde am Zusammenfluss der Bäche Sailauf und Steinbach. Der grüne Eichenzweig weist auf den eichenreichen Spessart hin, in dem die Gemeinde liegt. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts bis zm Jahr 1803 gehörte der Ort zum Kurstaat Mainz, worauf im Wappen durch das silberne Rad („Mainzer Rad“) und den roten Schräglinksbalken hingewiesen wird. Die Farben Rot und Silber sind die Farben des Kurstaats. Das Wappen wurde am 21. März 1969 verliehen.
[Bearbeiten] Kultur und Soziales
In Sailauf existiert ein vielfältiges Vereinsleben, auch überregional bekannt und erfolgreich sind die Juniorinnen und Junioren vom Bayrischen Roten Kreuz.
Zwei Besonderheiten Sailaufs sind das jährliche Sailaufer Knoblauchfest und das Tsukahara-Festival.
An sozialen Einrichtungen gibt es zwei Kindergärten und eine Grundschule. Die Gemeinde ist dem Verband kommunaler Musikschulen angeschlossen.
Sailauf wurde 2009 überregional bekannt, als die 1971 eingeweihte Auferstehungskirche gegen den Protest der Gläubigen und der Bürger auf Veranlassung der Diözese Würzburg abgerissen wurde. Die Kirche war ein Sichtbetonbau nach einem Entwurf des Architekten Emil Mai. Das Gebäude wurde beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal angesehen. Eine von den Bürgern befürwortete profane Nachnutzung der Kirche wurde von der katholischen Kirche abgelehnt und von der politischen Gemeinde mehrheitlich nicht unterstützt.
[Bearbeiten] Verkehr
Sailauf hat Anbindung an die A 3.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Theodor Bergmann (1850–1931), Unternehmer und Automobilhersteller
- Bernhard Lippert (* 1962), Fußballtrainer
[Bearbeiten] Literatur
- Rudolf J. Lippert: Sailauf und Eichenberg im Lichte der Überlieferung. Selbstverlag, Obertshausen 2003
- Werner Konrad, Ferdl Kraus, Waldemar Lippert: Sailauf-Eichenberg. In Bildern um die Jahrtausendwende, Geiger-Verlag 2000
- Sailauf Eichenberg. Bilder aus über 100 Jahren dörflicher Vergangenheit, von Ferdinand Kraus (Vorwort), Fred Maier (Vorwort), Karl Strom (Vorwort), Gerhard Steigerwald (Vorwort), Maria Reinhardt, Herta Hubertus, Bruno Eisert, Gottfried Baumann, Geiger-Verlag 1996
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Einwohner Sailauf (Stand: 3. Januar 2011)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/215949&attr=OBJ&val=1551
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 422
[Bearbeiten] Weblinks
- Sailauf: Wappengeschichte vom HdBG
- Strukturwandel in Sailauf 1939 bis 1969 mit Ausblick
- Strukturdaten 1998
- Sailauf: Amtliche Statistik des LStDV
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