Saint-Bertrand-de-Comminges

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Saint-Bertrand-de-Comminges
Wappen von Saint-Bertrand-de-Comminges
Saint-Bertrand-de-Comminges (Frankreich)
Saint-Bertrand-de-Comminges
Region Midi-Pyrénées
Département Haute-Garonne
Arrondissement Saint-Gaudens
Kanton Barbazan
Koordinaten 43° 2′ N, 0° 34′ O43.02750.57083333333333514Koordinaten: 43° 2′ N, 0° 34′ O
Höhe 421–1.016 m
Fläche 11,17 km²
Einwohner 251 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km²
Postleitzahl 31510
INSEE-Code

Saint-Bertrand-de-Comminges (Bildmitte)

Saint-Bertrand-de-Comminges ist eine Gemeinde im Département Haute-Garonne der Région Midi-Pyrénées im Süd-Westen Frankreichs. Der Ort liegt am Pyrenäenweg des Jakobsweges.

Der Ort mit seinen 251 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) ist nach dem Bischof Bertrand von Comminges (* 1073; † 1123) benannt und wurde von der Vereinigung Les plus beaux villages de France zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs erklärt[1].

Geschichte[Bearbeiten]

Der römische Feldherr Gnaeus Pompeius Magnus (106-48) gründete am heutigen Ort im Jahr 72 vor Christus nach einem Spanienfeldzug eine römische Siedlung – Lugdunum Convenarum –, um den Weg in das Val d’Aran und die Iberische Halbinsel abzusichern. Die Siedlung hatte in ihrer Blütezeit etwa 30.000 Einwohner. Im Jahr 408 plünderten die Vandalen den Ort. Um das Jahr 1120 wurde im Auftrag des Bischofs von Comminges mit dem Bau einer Kathedrale begonnen, um die herum sich eine kleine Gemeinde bildete.

Gegenwart[Bearbeiten]

Die Einwohner von Saint-Bertrand-de-Comminges leben vor allem von Tourismus und Landwirtschaft. Etwa 400 m westlich vom Ort befindet sich ein Campingplatz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Ort befindet sich auf einer Anhöhe die Notre-Dame de Saint-Bertrand-de-Comminges aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche wurde während der Hugenottenkriege im 16. Jahrhundert schwer zerstört. Aus der Zeit des Neuaufbaus im 16. Jahrhundert stammt das bemerkenswerte Chorgestühl. Etwa 1 km östlich des Ortes steht die aus dem 12. Jahrhundert stammende und zur Gemeinde Valcabrère gehörende Basilika Saint-Just-de-Valcabrère.

Reste eines römischen Forums, eines Theaters und eines Tempels wurden freigelegt (→ Lugdunum Convenarum).

Literatur[Bearbeiten]

  • Bert Freyberger: Südgallien im 1. Jahrhundert v. Chr. Phasen, Konsequenzen und Grenzen römischer Eroberung. (125 - 27/22 v. Chr.) Franz Steiner Verlag, 1999, ISBN 3-515-07330-2, (Geographica historica 11), (Zugleich: Erlangen-Nürnberg, Univ., Diss., 1996), S. 119.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saint-Bertrand-de-Comminges auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Bertrand-de-Comminges – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien