Saint-Chamond

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Saint-Chamond
Wappen von Saint-Chamond
Saint-Chamond (Frankreich)
Saint-Chamond
Region Rhône-Alpes
Département Loire
Arrondissement Saint-Étienne
Kanton Saint-Chamond-Nord und Saint-Chamond-Sud
Koordinaten 45° 29′ N, 4° 31′ O45.4766666666674.5147222222222360Koordinaten: 45° 29′ N, 4° 31′ O
Höhe 326–1.051 m
Fläche 54,88 km²
Einwohner 35.419 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 645 Einw./km²
Postleitzahl 42400
INSEE-Code
Website www.saint-chamond.fr

Aquädukt bei Saint-Chamond

Saint-Chamond [sɛ̃ʃaˈmɔ̃] ist eine französische Stadt mit 35.419 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Loire in der Region Rhône-Alpes südwestlich von Lyon. Die Einwohner der Stadt bezeichnen sich als Couramiauds oder Saint-Chamonais.

Geografie[Bearbeiten]

Saint-Chamond liegt im Tal des Gier zwischen den Bergen des Lyonnais und dem Mont Pilat, die Entfernung nach Saint-Étienne beträgt 12 km, nach Lyon 45 km. Die Gemeinde liegt am Rande des Regionalen Naturparks Pilat und ist mit diesem als Zugangsort assoziiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Saint-Chamond entstand am Aquädukt der römischen Wasserleitung nach Lugdunum (Lyon) über den Gier. Ihren Namen verdankt die Stadt dem Bischof von Lyon St. Ennemond, dessen Name sich über St. Annemond und Sanchamond in Saint-Chamond gewandelt hat.

1628 fiel die Hälfte der Bevölkerung der Pest zum Opfer.[1] Das Schloss von Saint-Chamond wurde 1792 in der Französischen Revolution geplündert und zerstört. In der Zeit wurde das Tal des Gier Rousseau-Tal genannt, da Jean-Jacques Rousseau hier längere Zeit gelebt hatte.[2] 1854 hielt mit der Gründung der Compagnie des Hauts Fourneaux, Forges et Aciéries de la Marine et des Chemins de Fer die Schwerindustrie Einzug in der Stadt. 1964 entsteht durch Eingemeindungen die drittgrößte Stadt des Departements Loire.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1789[3] 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 5.000 17.107 37.728 40.267 40.267 38.878 37.378 35.500

Die demografische Entwicklung der Stadt spiegelt die dynamische Entwicklung der Schwerindustrie und die anschließende Schließung vieler Fabriken wider.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Saint-Chamond ist eine Industriestadt, in der vor allem Waffen (etwa der Panzer St. Chamond im Ersten Weltkrieg), Metalle und Textilien (Seide) erzeugt wurden. Die Stahlindustrie profitierte vom nahe gelegenen Steinkohlenbergbau.

Verkehr[Bearbeiten]

Dem Fernverkehr dient die Autobahn A47 nach Lyon sowie Bahnverbindungen nach Lyon, Saint-Étienne und Clermont-Ferrand. Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Lyon, regional gibt es den Flughafen Saint-Étienne – Bouthéon von dem auch London direkt erreichbar ist. Der Nahverkehr wird von der Société de Transports de l'Agglomération Stéphanoise abgewickelt.

Stadtviertel[Bearbeiten]

  • Fonsala
  • Izieux
  • Le Creux
  • Lavieu
  • Saint Ennemond
  • Saint Julien en Jarez
  • Saint Pierre
  • Chavannes
  • Les Palermes
  • La Chabure
  • Clos Marquet
  • La Varizelle
  • LaValette
  • Saint-Martin-en-Coailleux
  • Saint-Chamond centre

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pierre Roger Gaussin: Maisons de Dieu et hommes d’église. florilège en l’honneur. Université de Saint-Etienne, 1992, ISBN 9782862720234, S. 369ff.
  2. David Andress: The Terror. The merciless war for freedom in revolutionary France. Farrar, Straus and Giroux, New York 2006 ISBN 9780374273415, S. 287.
  3. Colin Lucas, Gérard Palluau: La structure de la Terreur. Université de Saint-Etienne 1990, ISBN 9782901559368, S. 6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Chamond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien