Saint-Junien

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Saint-Junien (Begriffsklärung) aufgeführt.
Saint-Junien
Wappen von Saint-Junien
Saint-Junien (Frankreich)
Saint-Junien
Region Limousin
Département Haute-Vienne
Arrondissement Rochechouart
Kanton Saint-Junien-Est und Saint-Junien-Ouest
Koordinaten 45° 53′ N, 0° 54′ O45.8872222222220.90111111111111221Koordinaten: 45° 53′ N, 0° 54′ O
Höhe 157–317 m
Fläche 56,82 km²
Einwohner 11.506 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 202 Einw./km²
Postleitzahl 87200
INSEE-Code
Website http://www.mairie-saint-junien.fr/

Festsaal

Saint-Junien ist eine französische Kleinstadt mit 11.506 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haute-Vienne in der Region Limousin. Sie gehört zum Kommunalverband Vienne-Glane und den zwei Kantonen Saint-Junien-Est und Saint-Junien-Ouest, dessen Hauptort sie ist.

Geografie[Bearbeiten]

Saint-Junien liegt im Regionalen Naturpark Périgord-Limousin, 29 Kilometer nordwestlich von Limoges. Die Rivière Vienne, die Glane und der Goire fließen durch das Gemeindegebiet.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Saint-Junien wurde nach einem Eremiten benannt, der dort im 6. Jahrhundert in einer Grotte gelebt haben soll. Im 10. Jahrhundert wurde eine Abtei auf seinem Grab errichtet. Im 11. Jahrhundert wurde eine Stadtmauer errichtet. Ab dem 11. Jahrhundert war Saint-Junien eine Hochburg der Handschuhmacher, der Weißgerber und der Filzherstellung. Der Bischof von Limoges war im 13. Jahrhundert Seigneur der Ortschaft und verlieh ihr 1254 das Stadtrecht (liberté communale).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Saint-Junien unterhält drei Städtepartnerschaften. Seit 2001 besteht eine Partnerschaft mit der polnischen Kleinstadt Żukowo, seit 1970 eine Partnerschaft mit der belgischen Ortschaft Jumet, die inzwischen zu Charleroi gehört, und seit 2000 mit der deutschen Kleinstadt Wendelstein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Saint-Junien ist mit drei Blumen im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[2] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Die Stiftskirche Saint-Junien wurde vom Ende des 11. Jahrhunderts bis ins 13. Jahrhundert gebaut. → Hauptartikel: St-Junien

Wirtschaft[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Butter (Beurre Charentes-Poitou, Beurre des Charentes und Beurre des deux Sevres) sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Kalbfleisch (Veau du Limousin), Lammfleisch (Agneau du Limousin und Agneau du Poitou-Charentes), Schweinefleisch (Porc du Limousin), Schinken (Jambon de Bayonne) und Wein (Haute-Vienne blanc, rosé oder rouge).[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Saint-Junien auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 17. Juli 2012
  2. Palmarès des villes et villages fleuris (französisch) Abgerufen am 14. August 2011