Saint-Lézer

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum französischen Skispringer siehe Michel Saint Lezer.
Saint-Lézer
Wappen von Saint-Lézer
Saint-Lézer (Frankreich)
Saint-Lézer
Region Midi-Pyrénées
Département Hautes-Pyrénées
Arrondissement Tarbes
Kanton Vic-en-Bigorre
Gemeindeverband Communauté de communes de Vic-Montaner.
Koordinaten 43° 22′ N, 0° 2′ O43.3696730.03153278Koordinaten: 43° 22′ N, 0° 2′ O
Höhe 216–341 m
Fläche 11,17 km²
Einwohner 418 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km²
Postleitzahl 65500
INSEE-Code
Website http://www.vic-montaner.com/fr/vic-montaner/territoire/communes/saint-lezer-6/

Saint-Lézer ist eine französische Gemeinde mit 418 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Midi-Pyrénées.

Geographie[Bearbeiten]

Saint-Lézer befindet sich 17 Kilometer nördlich von Tarbes (Hauptstadt des Département Hautes-Pyrénées) und ist etwa drei Kilometer südwestlich von Vic-en-Bigorre gelegen. Das Dorf liegt über dem Tal des Adour und bietet einen Blick in die Pyrenäen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon vor der Zeitenwende von Keltiberern besiedelt und mit einem Oppidum befestigt, wurde es in gallo-römischer Zeit zur Hauptstadt des Bigorre mit einem Castrum Bigorra als Festungsanlage (heute mit einem archäologischen Pfad erschlossen).

Um das Jahr 1000 n. Chr. errichtete der Graf von Bigorre an gleicher Stelle eine mittelalterliche Burganlage und seine Residenz, Castelbieilh genannt.

Mit dem Bischof von Bigorre zusammen gruendete er 1152 auch ein Kloster, das Priorat von Saint-Lézer.

Gemeindeverband[Bearbeiten]

Saint-Lézer gehört zum Gemeindeverband Vic-Montaner, welcher 21 Gemeinden des Bigorre und des Béarn umfasst.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Saint-Lézer geweihte Kirche, welche in einem Flügel des ehemaligen Klosters des Benediktinerordens, dem Priorat von Saint-Lézer, errichtet wurde. Die Klostergründung erfolgte zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Im Zuge der französischen Revolution wurde das Kloster als Nationalgut an Bertrand Barère verkauft und von diesem Stein für Stein abgetragen. Das Kloster weist eine ältere Geschichte auf, da bereits im 6. Jahrhundert eine Abtei an gleicher Stelle stand, welche von den Wikingern im 8. Jahrhundert zerstört worden war.
  • Archäologischer Pfad des Castrum Bigorra mit gallo-römischen Mauerresten und Resten der mittelalterlichen Burgfestung. Der Pfad wird von der "Association des Amis de la Bigorra" liebevoll gepflegt und ist mit vielen Informationstafeln vorbildlich erschlossen.
  • Eine Mühle und die ehemalige Sägerei des Klosters aus dem 18. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten]