Saint-Martin-le-Pin

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Saint-Martin-le-Pin (Sent Martin lu Pench)
Saint-Martin-le-Pin (Frankreich)
Saint-Martin-le-Pin
Region Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Nontron
Gemeindeverband Communauté de communes du Périgord vert nontronnais.
Koordinaten 45° 33′ N, 0° 37′ O45.5558333333330.61138888888889175Koordinaten: 45° 33′ N, 0° 37′ O
Höhe 127–302 m
Fläche 15,54 km²
Einwohner 293 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 19 Einw./km²
Postleitzahl 24300
INSEE-Code

Saint-Martin-le-Pin mit Kirche,
von Westen aus gesehen

Saint-Martin-le-Pin (okzitanisch Sent Martin lu Pench[1]) ist eine Gemeinde mit 293 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im französischen Département Dordogne in der Großregion Aquitanien. Sie gehört zum Kanton Nontron und bildet Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Geographie[Bearbeiten]

Saint-Martin-le-Pin liegt an der D 94 etwa fünf Kilometer nordwestlich von Nontron. Die Grenze zum Gemeindegebiet von Nontron bildet der südwestwärts fließende Ruisseau des Vergnes, ein kleiner rechtsseitiger Nebenfluss des Bandiat. Im Südwesten reicht das Gemeindegebiet an den Bandiat selbst heran, der gleichzeitig den Grenzverlauf zu den Nachbargemeinden Saint-Martial-de-Valette und Lussas-et-Nontronneau darstellt. Im Nordwesten reicht Saint-Martin-le-Pin an die Doue, ebenfalls ein kleiner rechtsseitiger Nebenfluss des Bandiat, gleichzeitig Grenzfluss zur Nachbargemeinde Javerlhac-et-la-Chapelle-Saint-Robert und weiter nach Nordosten zu Le Bourdeix.

Die Gemeinde ist außerdem über die entlang des Bandiats verlaufende Départementsstraße D 75 von Nontron nach Javerlhac zu erreichen.

Zum Gemeindegebiet von Saint-Martin-le-Pin gehören mehrere Weiler und vereinzelt liegende Höfe wie beispielsweise Ars, Blanchetière, Chantemerle, Chez Thomas, Crachat, Jourdonnières, La Borderie, La Combe au Cros, La Tuilière, Le Moulin de chez Jouanaud, Les Cazes, Lespinasse, Loradour, Mérignac, Pas Brouillet, Ribeyrolle, Talivaud und Tranchecouyère.

Geologie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Saint-Martin-le-Pin wird in seiner Integralität vom variszischen Grundgebirge unterlagert (Piégut-Pluviers-Granodiorit). Das Grundgebirge wird von Sedimenten aus dem Lias transgrediert, das Basiskonglomerat ist bei La Chapoulie zu sehen. Es folgen Arkosen, Dolomite und Kalke. Von Nontron zieht eine Nordost-Südwest-streichende Störungszone herüber, an der die Nordosthälfte herausgehoben wurde. Diese Störung ist zum Teil recht stark vererzt, als Mineralstufen finden sich Baryt, Bleiglanz, Greenockit, Pyrit und Sphalerit[2], die im Ort früher auch abgebaut wurden. Ein kleinerer offengelassener Stollen (Mine de la Mairie) [3] ist noch erhalten geblieben. Assoziiert mit der Störungszone drangen kieselsäurehaltige Lösungen auf, die zu einer teilweise sehr starken Rekristallisation und Verkieselung der unterjurassischen Sedimente führten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die romanische Kirche Saint-Martin stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde 1942 als Monument historique eingestuft.[4] [5]. Bemerkenswert ist das Eingangsportal.

Die Gemeinde hieß vor 1789 Saint Martin le Peint.[6]. Der Heilige Martin hatte demzufolge nichts mit der Baumart «Kiefer» zu tun, sondern war «bemalt».

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner Bevölkerungs-
dichte
Prozentual
im Kanton
1962 394 25 3,69 %
1968 405 26 3,95 %
1975 311 20 3,15 %
1982 292 19 3,05 %
1990 303 19 3,21 %
1999 305 20 3,35 %
2006 301 19 3,31 %

[7]

Die Bevölkerungsentwicklung hatte nach 1968 einen Rückgang zu verzeichnen, seit 1975 ist sie weitgehend stabil.

Fotogalerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Okzitanischer Name der Gemeinden im Périgord, Website des Conseil général de la Dordogne
  2. P. Didier. Les espèces minerales du Limousin.
  3. Saint-Martin-le-Pin auf mindat.org
  4. Kirche von Saint-Martin-le-Pin in der Datenbank Mérimée des Kultusministeriums
  5. Romanische Kirche von Saint-Martin-le-Pin auf route-romane.net
  6. Cassini-Landkarte auf Géoportail
  7. Saint-Martin-le-Pin auf der Insee-Website