Saint-Martin (Gebietskörperschaft)

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Collectivité de Saint-Martin
Flagge Saint-Martins
Wappen von Saint-Martin
Flagge Wappen
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Marigot
Staatsoberhaupt Staatspräsident François Hollande
Regierungschef Präsident des Territorialrates Frantz Gumbs
Fläche 53,2 km²
Einwohnerzahl 37.163 (2008)
Bevölkerungsdichte 663 Einwohner pro km²
Währung Euro (EUR)
Nationalhymne Marseillaise
Zeitzone UTC−4
Kfz-Kennzeichen F
Internet-TLD .fr, .gp sowie .mf
Telefonvorwahl +590
Bahamas Kuba Haiti Navassa Jamaika Turks- und Caicosinseln Dominikanische Republik Kolumbien ABC-Inseln Venezuela Trinidad und Tobago Puerto Rico Amerikanische Jungferninseln Britische Jungferninseln Grenada Saint Vincent und die Grenadinen Saint Lucia Barbados Martinique Dominica Guadeloupe Montserrat Antigua und Barbuda Anguilla Sint Maarten/ Saint Martin Saint Kitts and Nevis Sint Eustatius Saba Guyana Panama Nicaragua Honduras El Salvador Guatemala Mexiko BelizeSaint Martin in its region.svg
Über dieses Bild
Saint-Martin Island map-fr.svg

Saint-Martin ist ein französisches Überseegebiet. Sie bildet neben Saint-Barthélemy die einzige Gebietskörperschaft mit den Kompetenzen einer Gemeinde, eines Départements und einer Region und hat eine Fläche von 53,2 km² bei 37.163 Einwohnern (am 1. Januar 2008).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Zur Gebietskörperschaft gehören der Nordteil der Karibik-Insel St. Martin (der südliche Teil bildet das niederländische Territorium Sint Maarten), sowie einige unbewohnte Nebeninseln und Felsen wie Tintamarre, Îlet Pinel, Petite Clef, Caye Verte, Caye Chateau, Rocher de l’Anse Marcel und Creole Rock.

Neben dem Hauptort Marigot gibt es folgende Siedlungen bzw. Ortsteile (quartiers):

  1. Grand-Case
  2. Rambaud
  3. Colombier
  4. Cul-de-Sac
  5. Quartier d’Orléans.

Die ursprünglichen vier quartiers waren le Marigot, le Colombier, la Grande-Case und Orléans.[2]

Verwaltungsmäßig werden sechs quartiers unterschieden, die nummeriert sind und für die nach Maßgabe des französischen Gesetzes 2002-276 vom 27. Februar 2002 conseils de quartier (etwa Ortsräte) eingerichtet wurden. Diese quartiers orientieren sich nicht genau an den Siedlungen und werden folgendermaßen beschrieben:[3]

  • Quartier 1 (Quartier d’Orléans): Alle Teile des Quartiers d’Orléans, Baie orientale.
  • Quartier 2 (Grand-Case): Chevrise, Cul-de-Sac, alle Teile von Grand-Case, La Savane, Morne O’reilly, Wohnsiedlung La Savannah.
  • Quartier 3 (Friar's Bay): Alle Teile von Rambaud, alle Teile von Saint-Louis, Colombier, Cripple Gate (bzw. Colombier), Rambaud, St Louis, Friar’s Bay, Pic Paradis, Morne O’Reilly.[4]
  • Quartier 4 (Agrément): Morne Valois, Agrément, Hameau du pont, Galis Bay, Grand Saint-Martin bis zum alten Hospital, Spring Concordia bis zum Stadion von Marigot.
  • Quartier 5 (Marigot): Centre-ville (vom Stadion von Marigot), bis zur rue de Hollande, Saint-James, Bellevue, Centre-ville (vom alten Hospital) über die Uferpromenade bis zur Brücke von Sandy-Ground.
  • Quartier 6 (Sandy Ground): von der Brücke von Sandy-Ground, alle Teile von Sandy-Ground und Terres-Basses.

Die Namen der sechs verwaltungsmäßigen Quartiers finden sich hier:[5]

Der Flughafen dieses französischen Inselteils ist der Flughafen Saint-Martin - Grand-Case.

Politischer Status[Bearbeiten]

Bis 2007 war der französische Teil Saint-Martins eine Gemeinde und bildete zusammen mit der Nachbarinsel Saint-Barthélemy ein Arrondissement des Überseedepartements Guadeloupe, das Arrondissement Saint-Martin-Saint-Barthélemy (auch Arrondissement des Îles du Nord, „Arrondissement der nördlichen Inseln“). Sitz der Unterpräfektur war Marigot, ohne jedoch offiziell den Titel eines Hauptortes zu besitzen.

Nach einem im Jahr 2003 abgehaltenen Referendum trennte sich Saint-Martin – neben Saint-Barthélemy – am 22. Februar 2007 von Guadeloupe und wurde zu einer eigenen Collectivité d’outre mer. Die Verwaltung wird aber auch in Zukunft der einer französischen Kommune entsprechen. Der Vertrag von Lissabon sieht vor, dass Saint-Martin Teil der Europäischen Union (und damit ihr westlichster Punkt) bleibt.[6] Daher dürfen Nichtfranzosen, die jedoch aus einem EU-Land stammen, auch zukünftig an den Kommunalwahlen teilnehmen. Das offizielle Zahlungsmittel Saint-Martins ist der Euro. Die Mehrwertsteuer liegt bei 15 Prozent. Eine Besonderheit für Frankreich ist, dass die Einheimischen hier meist Englisch sprechen und es auch englischsprachige Grundschulen gibt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Martin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.insee.fr/fr/ppp/bases-de-donnees/recensement/populations-legales/pages2010/pdf/dep978.pdf
  2. http://books.google.de/books?id=hmUVAAAAQAAJ&pg=PA309 France Pittoresque, 1835, Seite 309
  3. http://www.com-saint-martin.fr/Votre_Collectivite/conseils_de_quartier.aspx
  4. http://www.stmartinweek.com/content/view/1868/336/
  5. http://www.com-saint-martin.fr/Documents%20PDF/point%20com%2012.pdf
  6. Art. 349 Abs. 1 AEUV

18.092222222222-63.056388888889Koordinaten: 18° 6′ N, 63° 3′ W