Saint-Merd-les-Oussines

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Saint-Merd-les-Oussines (Sent Merd)
Wappen von Saint-Merd-les-Oussines
Saint-Merd-les-Oussines (Frankreich)
Saint-Merd-les-Oussines
Region Limousin
Département Corrèze
Arrondissement Ussel
Kanton Sornac
Gemeindeverband Bugeat - Sornac - Millevaches au Cœur.
Koordinaten 45° 38′ N, 2° 2′ O45.6333333333332.0408333333333Koordinaten: 45° 38′ N, 2° 2′ O
Höhe 731–934 m
Fläche 42,46 km²
Einwohner 131 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 3 Einw./km²
Postleitzahl 19170
INSEE-Code

Ruinen der gallo-römischen Anlage von Cars
.

Saint-Merd-les-Oussines (Sent Merd auf Okzitanisch) ist eine französische Gemeinde mit 131 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Corrèze in der Region Limousin. Die Gemeinde ist Sitz des Gemeindeverbandes Bugeat - Sornac - Millevaches au Cœur.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Zentralmassiv auf dem Plateau de Millevaches[1] und somit auch im Regionalen Naturpark Millevaches en Limousin. Tulle, die Präfektur des Départements, liegt ca. 60 Kilometer südwestlich, Égletons ca. 30 Kilometer südwestlich und Ussel ca. 30 Kilometer südöstlich.

Der Ort befindet sich am rechten Ufer des Oberlaufes der Vézère, eines rechten Nebenflusses der Dordogne. Das Gemeindegebiet wird darüber hinaus vom Ars durchflossen, einem linken Nebenfluss der Vézère.

Nachbargemeinden von Saint-Merd-les-Oussines sind Peyrelevade im Norden, Millevaches und Chavanac im Osten, Meymac im Südosten, Saint-Germain-Lavolps im Süden sowie Pérols-sur-Vézère im Südwesten, Bugeat im Westen sowie Tarnac im Nordwesten.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt ungefähr 30 Kilometer nordwestlich der Abfahrt 23 der Autoroute A89.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Saint-Merd-les-Oussines entwickelte sich aus "Sancti Medardi de Chabanes" im Jahre 1315 über Saint Merd les Aussines en Bas-Limousin zur heutigen Schreibweise. Der Name bezieht sich auf den heiligen Medardus von Noyon. Oussine kommt aus dem Okzitanischen und bedeutet unkultiviertes Land, ein Feld, das man brach liegen lässt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen ist geviert, heraldisch rechts oben und links unten rotumrandet auf goldenem Grund ein grüner Erdbeerbaum, links oben und rechts unten unterhalb eines goldenen Balkens auf rotem Hintergrund eine silberne Taube. In der Mitte, die anderen Felder teilweise überdeckend auf blauem Grund ein schräger roter Stab umrahmt vom drei goldenen Spornrädern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 135 180 153 137 114 112 119

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Moor von Longéroux
  • Die gallisch-römischen Ruinen von Cars, ein beachtenswerte Ansammlung von Gebäuderesten aus den 2. Jahrhundert nach Christus. Das Gebäudeensemble ist seit 1935 als Monument historique klassifiziert[2].
  • Das Moor von Longéroux, ein 8000 Jahre altes Moor auf dem Plateau de Millevaches mit einer Größe von 255 ha[3][4].
  • Die Kapelle Notre-Dame-de-la-Nativité, ein Sakralbau aus dem 14. Jahrhundert[5]
  • Die Kirche Saint-Médard, ein Sakralbau aus dem 14. und 15. Jahrhundert[6]
  • Reste eines Schlosses aus dem 15. oder 16. Jahrhundert[7].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saint-Merd-les-Oussines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Les communes du PNR de Millevaches en Limousin (PDF; 124 kB)
  2. http://www.culture.gouv.fr/public/mistral/memoire_fr?ACTION=CHERCHER&FIELD_5=LBASE&VALUE_5=PA00099871
  3. http://www.conservatoirelimousin.com/contenu/sites/longeyroux.php
  4. http://www.detours-en-limousin.com/Tourbiere-du-Longeyroux
  5. http://www.culture.gouv.fr/documentation/memoire/HTML/IVR74/IA00029817/index.htm
  6. http://www.culture.gouv.fr/documentation/memoire/HTML/IVR74/IA00029809/index.htm
  7. http://www.culture.gouv.fr/public/mistral/memoire_fr?ACTION=CHERCHER&FIELD_5=LBASE&VALUE_5=IA00029819