Sainte-Marie-à-Py

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Sainte-Marie-à-Py
Sainte-Marie-à-Py (Frankreich)
Sainte-Marie-à-Py
Region Champagne-Ardenne
Département Marne
Arrondissement Châlons-en-Champagne
Kanton Suippes
Koordinaten 49° 14′ N, 4° 30′ O49.2388888888894.5016666666667Koordinaten: 49° 14′ N, 4° 30′ O
Höhe
Fläche 26,92 km²
Einwohner 191 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 7 Einw./km²
Postleitzahl 51600
INSEE-Code

Gemeindeverwaltung
.

Sainte-Marie-à-Py ist eine französische Gemeinde mit 191 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Marne in der Region Champagne-Ardenne im Arrondissement Châlons-en-Champagne im Kanton Suippes.

Geographie[Bearbeiten]

Das am Rande der Ardennen gelegene Dorf wird vom Py durchflossen. Durch den Ort führt die Départementsstraße D20.

Geschichte[Bearbeiten]

Das bereits stark zerstörte Sainte-Marie-à-Py auf einer Farbfotografie des deutschen Militärfotografen Hans Hildenbrand aus dem Jahr 1915
Kirche Notre Dame

Während des Ersten Weltkriegs kam es im Dorf zu Zerstörungen durch Kampfhandlungen. Anfang September 1914 wurde die Region durch deutsche Truppen besetzt. Nach der Schlacht an der Marne zogen sich die deutschen Einheiten wieder über die Marne nach Norden zurück. Am 13. September 1914 legte das deutsche Militär südlich des Orts Stellungen an. Es kam zu heftigen Stellungskämpfen bei denen viele Menschen starben. Der Ort diente als Stützpunkt für den Nachschub der deutschen Seite. Hier befand sich auch ein Lazarett. Verstorbene Soldaten wurden auf dem Friedhof der Gemeinde beigesetzt.[1] Erst 1918 zogen sich die deutschen Einheiten wieder aus Sainte-Marie-à-Py zurück.

An die Kämpfe erinnert das 1923/24 östlich des Orts errichtete Monument Aux Morts des Armées de Champagne. Die zerstörte Kirche des Dorfes wurde 1927 wiederaufgebaut.

Die Einwohnerzahl der Gemeinde stieg von 251 Einwohnern im Jahr 1962 auf 271 im Jahr 1968 und sank sodann jedoch bis 2009 wieder auf 196 ab.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der deutsche Pilot Hartmuth Baldamus (1891–1917) stürzte 1917 bei Sainte-Marie-à-Py ab.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sainte-Marie-à-Py – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johannes Trimborn, Kriegstagebuch des Dr. Johannes Trimborn, Nummer 6, Stadtarchiv Magdeburg