Saintes
| Saintes | ||
|---|---|---|
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| Region | Poitou-Charentes | |
| Département | Charente-Maritime | |
| Arrondissement | Saintes | |
| Kanton | Hauptort von 3 Kantonen | |
| Koordinaten | 45° 45′ N, 0° 38′ W45.745555555556-0.6344444444444419Koordinaten: 45° 45′ N, 0° 38′ W | |
| Höhe | 19 m (2–81 m) | |
| Fläche | 45,55 km² | |
| Einwohner | 26.335 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 578 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 17100 | |
| INSEE-Code | 17415 | |
| Website | www.ville-saintes.fr | |
Saintes ist eine französische Stadt mit 26.335 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) im Département Charente-Maritime der Region Poitou-Charentes. Sie wurde ungefähr 20 v. Chr. durch die Römer am Ufer des Flusses Charente gegründet und hatte damals den Namen Mediolanum Santonum. Saintes war die Hauptstadt der ehemaligen Provinz Saintonge und leitet seinen Namen vom gallischen Volk der Vor-Römerzeit, den Santonen, ab.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Römerzeit
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die römischen Ruinen, z. B. das Amphitheater und der Germanicusbogen (19 nach Chr.) sowie das Musée Archéologique, das sich mit der Frühgeschichte und den römischen Funden der Gegend beschäftigt.
[Bearbeiten] Mittelalter
Aus dem Mittelalter stammen mehrere Kirchen, etwa die Kathedrale Saint-Pierre aus dem 15. Jahrhundert oder die noch bedeutenderen Überreste der großen Pilgerkirche Saint-Eutrope von 1096, deren Schiff zerstört worden ist. Diese ist seit 1998 als Teil des Weltkulturerbes der UNESCO „Jakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet.
Im Westen der Altstadt, jenseits der Charente, liegt die Abbaye aux Dames, ein ehemaliges Nonnenkloster, mit der bedeutenden Abteikirche Sainte-Marie-des-Dames, die mit ihrer berühmten Fassadenskulptur ein Kleinod der romanischen Baukunst Frankreichs darstellt.
1271 wurde die Stadt in zwei Teile geteilt. Das linke Ufer gehörte zum Einflussbereich des englischen Königs, das rechte zu Frankreich. Im Jahr 1360 übernahmen die Engländer die Stadt ganz und im Jahr 1404 wurde sie wieder ganz französisch. Im 16. Jahrhundert wurde Saintes durch die Religionskriege stark in Mitleidenschaft gezogen; damals wohnten viele Protestanten in der Region (siehe auch Edikt von Nantes).
[Bearbeiten] Alte Wegstrecken
Agrippastraße. Saintes lag in der Römerzeit an einer der am frühesten gebauten Römerstraßen Galliens, einer der vier heute so genannten Agrippastraßen.
Jakobsweg. Einer der Wege im Netz der französischen Jakobswege nach Santiago de Compostela führt von Tours nach Roncesvalles und im Streckenabschnitt Aulnay, Saint-Jean-d’Angély über Saintes nach Pons, Saint-Genis-de-Saintonge und Mirambeau.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Bevölkerung hat sich in den letzten 200 Jahren von 8388 im Jahr 1794 auf 25.595 im Jahr 1999 verdreifacht. Nach Schätzungen hatte die Stadt bereits zur Römerzeit 15.000 Einwohner.
| 1821 | 1831 | 1836 | 1841 | 1846 | 1851 | 1856 | 1861 |
| 10.274 | 10.437 | 9.559 | 9.994 | 11.363 | 11.569 | 11.927 | 10.962 |
| 1866 | 1872 | 1876 | 1881 | 1886 | 1891 | 1896 | 1901 |
| 11.570 | 12.437 | 13.725 | 15.763 | 17.327 | 18.461 | 20.285 | 18.219 |
| 1906 | 1911 | 1921 | 1926 | 1931 | 1936 | 1945 | 1954 |
| 19.025 | 20.802 | 19.152 | 20.468 | 20.592 | 21.160 | 23.441 | 23.768 |
| 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2008 |
| 25.717 | 26.507 | 26.891 | 25.471 | 25.874 | 25.595 | 26.531 | 26.471 |

[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Wirtschaft umfasst Betriebe, die mit der Landwirtschaft der Umgebung eng verbunden sind sowie Handels- und Industrie-Unternehmen. In der Gewerbezone des Parc Atlantique sind rund 3.000 Menschen beschäftigt.
[Bearbeiten] Verkehr
Saintes ist von der Autoroute A10 über die Ausfahrt 35 zu erreichen. Auch an das französische Schienennetz der Eisenbahn (SNCF) ist es gut angebunden. In der Stadt gibt es drei Buslinien.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Saintes pflegt Städtepartnerschaften mit weltweit sechs Städten:[1]
Nivelles, Belgien, seit 1956
Timbuktu, Mali, seit 1978
Wladimir, Russland, seit 1986
Salisbury, England, seit 1990
Cuevas del Almanzora, Spanien, seit 1996
Xanten, Deutschland, seit 2003
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Joseph-Ignace Guillotin, Arzt und Politiker. Die Hinrichtungsmaschine Guillotine wurde nach ihm benannt.
- Henri Mignet, französischer Flugzeugkonstrukteur und Pilot.
- Dominique Rocheteau, Fußballspieler
[Bearbeiten] Umgebung
An der Nationalstraße 137 befindet sich acht Kilometer südlich von Saintes in Berneuil (Charente-Maritime) ein Soldatenfriedhof mit Gräbern von im Zweiten Weltkrieg im Südwesten Frankreichs gefallenen deutschen Soldaten.
[Bearbeiten] Weblinks
- Fremdenverkehrsamt von Saintes und der Saintonge (Römische und Romanische Bauwerke sowie Stadtplan) (franz.)
- Festival von Saintes (franz.)
- Beschreibung und Fotos der römischen Ruinen (franz.)
- Abbildung der Stadt 1560 in Civitates orbis terrarum von Georg Braun und Frans Hogenberg