Saintes
| Saintes | ||
|---|---|---|
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| Region | Poitou-Charentes | |
| Département | Charente-Maritime | |
| Arrondissement | Saintes | |
| Kanton | Hauptort von 3 Kantonen | |
| Koordinaten | 45° 45′ N, 0° 38′ W45.745555555556-0.6344444444444419Koordinaten: 45° 45′ N, 0° 38′ W | |
| Höhe | 2–81 m | |
| Fläche | 45,55 km² | |
| Einwohner | 26.011 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 571 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 17100 | |
| INSEE-Code | 17415 | |
| Website | www.ville-saintes.fr | |
Panorama von Saintes an der Charente |
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Saintes ist eine französische Stadt mit 26.011 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010) im Département Charente-Maritime der Region Poitou-Charentes.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Dia Stadt wurde ungefähr 20 v. Chr. durch die Römer am Ufer des Flusses Charente gegründet und hatte damals den Namen Mediolanum Santonum. Saintes war die Hauptstadt der ehemaligen Provinz Saintonge und leitet seinen Namen vom gallischen Volk der Vor-Römerzeit, den Santonen, ab.
Bevölkerung[Bearbeiten]
Die Bevölkerung hat sich in den letzten 200 Jahren von 8388 im Jahr 1794 auf 25.595 im Jahr 1999 verdreifacht. Nach Schätzungen hatte die Stadt bereits zur Römerzeit 15.000 Einwohner.
| 1821 | 1831 | 1836 | 1841 | 1846 | 1851 | 1856 | 1861 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 10.274 | 10.437 | 9.559 | 9.994 | 11.363 | 11.569 | 11.927 | 10.962 |
| 1866 | 1872 | 1876 | 1881 | 1886 | 1891 | 1896 | 1901 |
| 11.570 | 12.437 | 13.725 | 15.763 | 17.327 | 18.461 | 20.285 | 18.219 |
| 1906 | 1911 | 1921 | 1926 | 1931 | 1936 | 1945 | 1954 |
| 19.025 | 20.802 | 19.152 | 20.468 | 20.592 | 21.160 | 23.441 | 23.768 |
| 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2009 |
| 25.717 | 26.507 | 26.891 | 25.471 | 25.874 | 25.595 | 26.531 | 26 335 |

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Römerzeit[Bearbeiten]
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die römischen Ruinen, z. B. das Amphitheater und der Germanicusbogen am rechten Ufer der Charente (19 nach Chr.) sowie das Musée Archéologique, das sich mit der Frühgeschichte und den römischen Funden der Gegend beschäftigt.
Mittelalter[Bearbeiten]
Aus dem Mittelalter stammen mehrere Kirchen, etwa die Kathedrale Saint-Pierre aus dem 15. Jahrhundert oder die noch bedeutenderen Überreste der großen Pilgerkirche Saint-Eutrope von 1096, deren Schiff zerstört worden ist. Diese ist seit 1998 als Teil des Weltkulturerbes der UNESCO „Jakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet.
Im Westen der Altstadt, jenseits der Charente, liegt die Abbaye aux Dames, ein ehemaliges Nonnenkloster, mit der bedeutenden Abteikirche Sainte-Marie-des-Dames, die mit ihrer berühmten Fassadenskulptur ein Kleinod der romanischen Baukunst Frankreichs darstellt.
1271 wurde die Stadt in zwei Teile geteilt. Das linke Ufer gehörte zum Einflussbereich des englischen Königs, das rechte zu Frankreich. Im Jahr 1360 übernahmen die Engländer die Stadt ganz und im Jahr 1404 wurde sie wieder ganz französisch. Im 16. Jahrhundert wurde Saintes durch die Religionskriege stark in Mitleidenschaft gezogen; damals wohnten viele Protestanten in der Region (siehe auch Edikt von Nantes).
Alte Wegstrecken[Bearbeiten]
- Agrippastraße: Saintes lag in der Römerzeit an einer der am frühesten gebauten Römerstraßen Galliens, einer der vier heute so genannten Agrippastraßen.
- Jakobsweg: Einer der Wege im Netz der französischen Jakobswege nach Santiago de Compostela führt von Tours nach Roncesvalles und im Streckenabschnitt Aulnay, Saint-Jean-d’Angély über Saintes nach Pons, Saint-Genis-de-Saintonge und Mirambeau.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Die Wirtschaft umfasst Betriebe, die mit der Landwirtschaft der Umgebung eng verbunden sind sowie Handels- und Industrie-Unternehmen. In der Gewerbezone des Parc Atlantique sind rund 3.000 Menschen beschäftigt.
Verkehr[Bearbeiten]
Saintes ist von der Autoroute A10 über die Ausfahrt 35 zu erreichen. Auch an das französische Schienennetz der Eisenbahn (SNCF) ist es gut angebunden. In der Stadt gibt es drei Buslinien.
Kriegsgräberstätten in der Umgebung[Bearbeiten]
Einige Kilometer im Südwesten von Saintes befindet sich die Französische Kriegsgräberstätte Rétaud mit Gräbern der im Zweiten Weltkrieg bei der Befreiung von Royan und der Île d’Oléron in Frankreich gefallenen französischen Soldaten.
An der Nationalstraße 137 befindet sich acht Kilometer südlich von Saintes in Berneuil (Charente-Maritime) die Deutsche Kriegsgräberstätte Berneuil mit Gräbern der im Zweiten Weltkrieg im Südwesten Frankreichs gefallenen deutschen Soldaten.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Saintes pflegt Städtepartnerschaften mit weltweit sechs Städten:[1]
Nivelles, Belgien, seit 1956
Timbuktu, Mali, seit 1978
Wladimir, Russland, seit 1986
Salisbury, England, seit 1990
Cuevas del Almanzora, Spanien, seit 1996
Xanten, Deutschland, seit 2003
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Joseph-Ignace Guillotin, Arzt und Politiker. Die Hinrichtungsmaschine Guillotine wurde nach ihm benannt.
- Henri Mignet, französischer Flugzeugkonstrukteur und Pilot.
- Dominique Rocheteau, Fußballspieler
Weblinks[Bearbeiten]
- Fremdenverkehrsamt von Saintes und der Saintonge (Römische und Romanische Bauwerke sowie Stadtplan) (franz.)
- Festival von Saintes (franz.)
- Beschreibung und Fotos der römischen Ruinen (franz.)
- Abbildung der Stadt 1560 in Civitates orbis terrarum von Georg Braun und Frans Hogenberg