Saintes

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Saintes in Frankreich; zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe Saintes (Begriffsklärung).
Saintes
Wappen von Saintes
Saintes (Frankreich)
Saintes
Region Poitou-Charentes
Département Charente-Maritime
Arrondissement Saintes
Kanton Hauptort von 3 Kantonen
Koordinaten 45° 45′ N, 0° 38′ W45.745555555556-0.6344444444444419Koordinaten: 45° 45′ N, 0° 38′ W
Höhe 2–81 m
Fläche 45,55 km²
Einwohner 25.586 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 562 Einw./km²
Postleitzahl 17100
INSEE-Code
Website www.ville-saintes.fr

Panorama von Saintes an der Charente
Die Charente in Saintes

Saintes ist eine französische Stadt mit 25.586 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Charente-Maritime der Region Poitou-Charentes.

Geschichte[Bearbeiten]

Dia Stadt wurde ungefähr 20 v. Chr. durch die Römer am Ufer des Flusses Charente gegründet und hatte damals den Namen Mediolanum Santonum. Saintes war die Hauptstadt der ehemaligen Provinz Saintonge und leitet seinen Namen vom gallischen Volk der Vor-Römerzeit, den Santonen, ab.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung hat sich in den letzten 200 Jahren von 8388 im Jahr 1794 auf 25.595 im Jahr 1999 verdreifacht. Nach Schätzungen hatte die Stadt bereits zur Römerzeit 15.000 Einwohner.

Demografische Veränderungen von 1821 bis 2008
1821 1831 1836 1841 1846 1851 1856 1861
10.274 10.437 9.559 9.994 11.363 11.569 11.927 10.962
1866 1872 1876 1881 1886 1891 1896 1901
11.570 12.437 13.725 15.763 17.327 18.461 20.285 18.219
1906 1911 1921 1926 1931 1936 1945 1954
19.025 20.802 19.152 20.468 20.592 21.160 23.441 23.768
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009
25.717 26.507 26.891 25.471 25.874 25.595 26.531 26 335


Demografischen Veränderungen von 1793 bis 2007

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Römerzeit[Bearbeiten]

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die römischen Ruinen, z. B. das Amphitheater und der Germanicusbogen am rechten Ufer der Charente (19 nach Chr.) sowie das Musée Archéologique, das sich mit der Frühgeschichte und den römischen Funden der Gegend beschäftigt.

Amphitheater von Saintes
Ehrenbogen des Germanicus

Mittelalter[Bearbeiten]

Aus dem Mittelalter stammen mehrere Kirchen, etwa die Kathedrale Saint-Pierre aus dem 15. Jahrhundert oder die noch bedeutenderen Überreste der großen Pilgerkirche Saint-Eutrope von 1096, deren Schiff zerstört worden ist. Diese ist seit 1998 als Teil des Weltkulturerbes der UNESCOJakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet.

Im Westen der Altstadt, jenseits der Charente, liegt die Abbaye aux Dames, ein ehemaliges Nonnenkloster, mit der bedeutenden Abteikirche Sainte-Marie-des-Dames, die mit ihrer berühmten Fassadenskulptur ein Kleinod der romanischen Baukunst Frankreichs darstellt.

1271 wurde die Stadt in zwei Teile geteilt. Das linke Ufer gehörte zum Einflussbereich des englischen Königs, das rechte zu Frankreich. Im Jahr 1360 übernahmen die Engländer die Stadt ganz und im Jahr 1404 wurde sie wieder ganz französisch. Im 16. Jahrhundert wurde Saintes durch die Religionskriege stark in Mitleidenschaft gezogen; damals wohnten viele Protestanten in der Region (siehe auch Edikt von Nantes).

Kirche Saint-Eutrope in Saintes
Kathedrale St Pierre in Saintes

Alte Wegstrecken[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft umfasst Betriebe, die mit der Landwirtschaft der Umgebung eng verbunden sind sowie Handels- und Industrie-Unternehmen. In der Gewerbezone des Parc Atlantique sind rund 3.000 Menschen beschäftigt.

Verkehr[Bearbeiten]

Saintes ist von der Autoroute A10 über die Ausfahrt 35 zu erreichen. Auch an das französische Schienennetz der Eisenbahn (SNCF) ist es gut angebunden. In der Stadt gibt es drei Buslinien.

Kriegsgräberstätten in der Umgebung[Bearbeiten]

Einige Kilometer im Südwesten von Saintes befindet sich die Französische Kriegsgräberstätte Rétaud mit Gräbern der im Zweiten Weltkrieg bei der Befreiung von Royan und der Île d’Oléron in Frankreich gefallenen französischen Soldaten.

An der Nationalstraße 137 befindet sich acht Kilometer südlich von Saintes in Berneuil (Charente-Maritime) die Deutsche Kriegsgräberstätte Berneuil mit Gräbern der im Zweiten Weltkrieg im Südwesten Frankreichs gefallenen deutschen Soldaten.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Saintes pflegt Städtepartnerschaften mit weltweit sechs Städten:[1]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website Ville de Saintes