Saksun

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Saksun
[ˈsaksʊn]

(Dänisch: Saksen)
Byskilt Færøerne black white.svg
Saksun auf der Färöerkarte
Position 62° 15′ N, 7° 11′ W62.248611111111-7.1755555555556Koordinaten: 62° 14′ 55″ N, 7° 10′ 32″ W
Einwohner (2011)
Rang
20
98
Kommune Sunda kommuna
Postleitzahl FO 436
Markatal
Grammatik
Dativ (in/aus ...)
Genitiv (nach ...)

í/úr Saksun
til Saksunar

Saksun [ˈsaksʊn] (dänischer Name: Saksen, früher: Saxen) ist ein Ort der Färöer an der Westküste im Norden der Hauptinsel Streymoy.

Saksun auf einer Briefmarke von 1991

Die Kommune Saksun bestand aus diesem einen Ort und wurde am 1. Januar 2005 mit der Sunda kommuna zusammengelegt.

Die Herkunft des Namens Saksun ist unklar, obwohl er zunächst an das Volk der Sachsen erinnert. Diese Erklärung gilt aber als ausgeschlossen, da hier kein Bezug nachgewiesen werden kann.

Saksun liegt im Norden von Streymoy an der Westküste am Ende des langen fruchtbaren Saksuntals, das die Insel auf kompletter Breite in nordwestlicher Richtung durchschneidet. Hier fahren nur wenige Autos, und die Straße durch das Tal eignet sich für Wanderer und Radfahrer gleichermaßen.

Saksun ist ein beliebtes Ausflugsziel wegen seines Sandstrandes, der einst durch einen Sturm angespült wurde, der pittoresken Lage und des Museums in Form eines Bauernhauses aus dem 17. Jahrhundert, das bei Bedarf von einem Einheimischen geöffnet und erklärt wird.

Die Dorfkirche von Saksun stand ursprünglich in Tjørnuvík, wurde dort abgebaut, über den Wanderweg hierher gebracht und am dritten Sonntag nach Trinitatis 1858 wieder eingeweiht. Dieser Wanderweg über die Berge existiert noch heute und gilt als einer der schönsten auf den Färöern. Seit der Reformation mussten die Dorfbewohner diesen Wanderweg nehmen, wenn sie am Gottesdienst teilnehmen wollten.

Als die Kirche errichtet wurde, war das keine bloße Kopie der alten Kirche, sondern hier wurden im Gegensatz zur Bauweise der alten Holzkirchen die Außenmauern aus Stein errichtet. Nur die Innenwände, Stützbalken und der Altar erinnern noch an die Kirche von Tjørnuvík.

Erst 1957 bekam der Ort Elektrizität, und es sollte noch mal bis 1963 dauern, als auch die Kirche endlich elektrisches Licht und eine Heizung bekam.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saksun – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien