Sal (Kap Verde)
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| Sal | |
|---|---|
| Karte der Insel | |
| Gewässer | Atlantischer Ozean |
| Inselgruppe | Ilhas de Barlavento |
| Geographische Lage | 16° 44′ N, 22° 56′ W16.737222222222-22.936111111111406Koordinaten: 16° 44′ N, 22° 56′ W |
| Länge | 30 km |
| Breite | 12 km |
| Fläche | 216 km² |
| Höchste Erhebung | Monte Vermelho 406 m |
| Einwohner | 14 816 68,6 Einw./km² |
| Hauptort | Espargos |
| Blick auf den Hauptort Espargos | |
Sal (eigentlich port.: Ilha do Sal; dt.: Insel des Salzes) ist eine der Kapverdischen Inseln im Atlantik.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Daten und Fakten
- Ortschaften: Espargos (Hauptstadt der Insel), Santa Maria, Pedra de Lume, Palmeira, Murdeira
- Lage: zwischen +16° 35′ und +16° 51′ nördlicher Breite und −22° 52′ und −23° 00′ westlicher Länge
- Inselgruppe Ilhas de Barlavento (dt.: Inseln über dem Wind) östlich von São Nicolau und nördlich von Boa Vista.
[Bearbeiten] Geographie
Sal ist mit seinen 216 km² eine der kleineren der Kapverdischen Inseln, liegt am nordöstlichen Rand des Archipels und ist alten (ca. 50 Mio Jahre) vulkanischen Ursprungs. Die weitgehend flache Insel mit Kalkplateaus und Dünenlandschaft wird von einigen Zeugenbergen und abgewitterten Vulkanschloten überragt. Im Norden überwiegen Lava-Felsküsten und -strände, während der Süden durch kilometerweite feinsandige helle Strände, flache Dünen und aufgelassene Salinen gekennzeichnet ist. Einzelne Oasen mit windzerzausten Dattelpalmen wie zum Beispiel Fontona dienten in der Vergangenheit dem Gartenbau und der Viehzucht. In Pedra de Lume imponiert eine perfekt kreisrunde Caldeira, deren Boden auf Meereshöhe liegt und die industriell als Saline genutzt wurde. Heute dient sie fast ausschließlich touristischen Zwecken, denn durch die hohe Salzkonzentation in den Salinebecken ist ein "Schwimmen" wie im Toten Meer möglich.
[Bearbeiten] Geschichte
Die zu dieser Zeit unbewohnte Insel wurde am 3. Dezember 1460 durch den im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer fahrenden Genueser Kapitän Antonio da Noli entdeckt und unter dem Namen Llana (flache Insel) Besitz genommen.
Nachdem die Insel anfänglich mit Hirtensklaven für extensive Viehzucht besiedelt war, folgten im 17. Jh. freie Siedler, um Salz zu gewinnen. 1838 wurde in Santa Maria eine große Saline angelegt, der im 19. Jahrhundert die wesentlich ergiebigere Saline im Krater von Pedra Lume folgte. Hauptziel der Salzexporte waren die englischen und belgischen Kolonien in Afrika sowie Lateinamerika.
Salzgewinnung und extensive Viehzucht ernährten nur eine marginale Bevölkerung, die auch nach der Eröffnung einer Thunfischfabrik 1930 nur wenig wuchs.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
1939 sicherten sich die faschistischen Achsenmächte die Flugroute von Südeuropa nach Lateinamerika durch den Bau eines Militärflughafens auf Sal durch das italienische Mussoliniregime. Nach dem Kriege 1949 wurde er als Zivilflughafen fertig gestellt. Seit der Unabhängigkeit (1975) trägt er den Namen des Nationalhelden als Aeroporto Internacional Amílcar Cabral (IATA-Code SID, ICAO-Code GVAC). Der internationale Flughafen in der Nähe der Inselhauptstadt Espargos hat erheblich zur Entwicklung der Insel und Ansiedlung einer wachsenden Bevölkerung beigetragen. Der Lebensstandard auf Sal übertrifft den Landesdurchschnitt bei weitem. Während der Apartheids-Politik verhängte die Organisation für Afrikanische Einheit ein Überflug-Embargo für die südafrikanischen Verkehrsflugzeuge und erlaubte nur Zwischenlandungen auf Sal im Europa- und Nordamerikaverkehr.
Sal ist einer der trockensten Plätze der Erde mit 350 Tagen Sonnenschein im Jahr und sehr beständigem, kräftigem Nord-Ost-Wind. Dank weiter, feiner Sandstrände und Flachwassergebiete ist Sal seit den 1990er Jahren ein beliebtes Revier für Surfer, Taucher und Badegäste.
Haupt-Tourismusort ist Santa Maria im Süden der Insel, Verwaltungszentrum ist Espargos.
[Bearbeiten] Weblinks
Ilhas de Barlavento: Boa Vista | Ilhéu Branco | Ilhéu Raso | Sal | Santa Luzia | Santo Antão | São Nicolau | São Vicente
Ilhas de Sotavento: Brava | Fogo | Ilhéus do Rombo | Maio | Santiago

