Salach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Salach
Salach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Salach hervorgehoben
48.6888888888899.7358333333333363Koordinaten: 48° 41′ N, 9° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 363 m ü. NHN
Fläche: 8,32 km²
Einwohner: 7761 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 933 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73084,
73079 (Baierhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07162
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 042
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
73084 Salach
Webpräsenz: www.salach.de
Bürgermeister: Bernd Lutz
Lage der Gemeinde Salach im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Salach ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Salach liegt im Filstal in 350 bis 563 Meter Höhe, rund sieben Kilometer östlich von der Kreisstadt Göppingen entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Salach grenzt im Norden an Ottenbach, im Osten an die Stadt Donzdorf, im Süden an die Stadt Süßen und im Westen an die Stadt Eislingen.

Blick auf Staufeneck und Salach

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Rathaus in Salach

Zu Salach gehören das Dorf Salach, der Weiler Bärenbach, die Höfe Bärenbachhof, Bärenhöfle, Baierhof, Kapfhöfe und Staufeneck und das Haus Au.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Burg Staufeneck
Fachwerkhaus in Salach

Überbaut durch das Gewerbegebiet „Steiniger Esch“ befindet sich das römische Kastell Eislingen-Salach. Es bestand wohl zwischen 125 n. Chr. und 159 n. Chr.

1275 wird Salach in dem Steuerregister Liber decimationis des Bistums Konstanz erstmals schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit bestand bereits eine Pfarrei, so dass der Ort schon eine gewisse Größe hatte. Es herrschten die Herren von Staufeneck, die den Ort 1333 an die Grafen von Rechberg verkauften. Nach dem Aussterben der rechbergischen Hauptlinie übernahmen die Grafen von Degenfeld das Dorf.

Bereits seit 1608 ist eine Schule im Ort nachweisbar. Mit der Mediatisierung kam Salach 1806 an das Königreich Württemberg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1871 und 2010.[3]

Jahr Einwohner
1871 1077
1900 1858
1939 3638
1950 5289
1970 7123
1983 6415
2005 7867
2010 7748

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Salach hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[4]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg gegen Ende des Jahres 2014 bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
42,85 %
39,2 %
17,96 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,55 %p
+1,5 %p
-4,04 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 42,85 8 40,3 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 39,20 7 37,7 7
FW Salacher Bürgerliste 17,96 3 22,0 4
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 47,67 % 52,6 %

Bürgermeister und Schultheißen von Salach[Bearbeiten]

Der Funktion des Schultheiß entsprach im 17. bis zum 19. Jahrhundert dem eines Ortsvorstehers im Sinne eines Bürgermeisters

  • 1807–1808: Johann Georg Geiger
  • 1809–1836: Josef Holl
  • 1836–1876: Johann Adam Dangelmaier
  • 1876–1884: Leonhardt Preßmar
  • 1884–1887: Eduard Bareiß
  • 1887–1919: Eugen Kaißer

Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.

  • 1919–1945: Alfons Hagel (ab 1. Dezember 1930 Bürgermeister, vorher Schultheiß)
  • 1945–1948: Karl Laible (kommissarisch)
  • 1948–1978: Siegfried Schell
  • 1978–1986: Udo Weiss (SPD)
  • 1986–2000: Bernhard Ilg (CDU)
  • seit 2000: Bernd Lutz

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen blauen stehenden Löwen auf gelbem Schild. Es ist gleich dem Wappen der Herren von Staufeneck, deren Stammburg als Ruine auf der Markung Salach steht. Die Verwendung als Ortswappen wurde 1912 von der Archivdirektion in Stuttgart vorgeschlagen, die Verleihung samt blau-gelber Flagge durch das Innenministerium erfolgte am 7. März 1960.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Partnergemeinde von Salach ist die Gemeinde Fougerolles im Department Haute-Saône in Frankreich.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Salach liegt an der Bundesstraße 10 (LebachAugsburg).

Die Gemeinde liegt an der 1847 eröffneten Filstalbahn von Stuttgart nach Ulm. Zahlreiche Buslinien der Verkehrsgemeinschaft Stauferkreis betreiben den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Salach ist Sitz des Briefzentrums 73 (Bereich Göppingen) der Deutschen Post AG. Es wurde am 28. November 1997 eröffnet. Ferner haben ein Maschinenbauunternehmen und ein Unternehmen für Befestigungstechnik (Automobilzulieferer) hier ihren Sitz.

Bildung[Bearbeiten]

In Salach gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule.

Feuerwehr[Bearbeiten]

Der Gefahrstoffzug des Landkreises Göppingen ist in Salach stationiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Salach, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1977
  • Burgruine Staufeneck
  • Kapelle Bärenbach
  • Katholische Kirche St. Margaretha
  • Evangelische Margaretenkirche
  • Rathaus
  • Stauferlandhalle
  • Schachenmayr Erlebnisbad
  • Gemeindearchiv

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Gemeinde Salach hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 15. November 1923: Otto Bareiß, Kommerzienrat und Förderer der heimischen Industrie
  • 1. Oktober 1927: Conrad Bareiß, Fabrikant
  • 17. Oktober 1934: Oskar Moritz, Fabrikdirektor
  • 21. April 1948: Hattie Bareiß, Witwe von Conrad Bareiß
  • 27. September 1970: Karl Leicht, Pfarrer
  • 2. November 1981: Siegfried Schell, Bürgermeister a. D.
  • 28. Juni 1996: Henri Coulin, Bürgermeister a. D. der Partnerstadt Fougerolles
  • 5. Dezember 2003: Eugen Josef Burkhardtsmaier, Gemeinderat

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dr. Adolf Aich: Geschichte der Gemeinde Salach und der Burg Staufeneck. Salach 1960.
  • Gemeinde Salach: 700 Jahre Salach 1275–1975. Salach 1975.
  • Gemeinde Salach, Freiwillige Feuerwehr Salach, Valentin Maichl: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Salach. Salach 1992.
  • Evangelische Kirchengemeinde Salach – Katholische Kirchengemeinde Salach: Kirchen in Salach. Salach 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 309–311.
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  4. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart