Saleinagletscher

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Saleinagletscher
Saleinagletschers und Aiguille d'Argentière (links)

Saleinagletschers und Aiguille d'Argentière (links)

Lage Wallis, Schweiz
Gebirge Mont-Blanc-Gruppe, Grajische Alpen
Typ Talgletscher
Länge 6,1 km (Oktober 2010)[1]
Fläche 8,82 km² 1995[2]
Exposition Ost bis Nordost
Höhenbereich 3900 m – 1793 m
Eisvolumen 0,43 ± 0,11 km³ (1995)[2]
Koordinaten 568579 / 9064845.9666666666677.03333333333332846.5Koordinaten: 45° 58′ 0″ N, 7° 2′ 0″ O; CH1903: 568579 / 90648
Saleinagletscher (Wallis)
Saleinagletscher
Entwässerung Reuse de Saleina, Dranse de Ferret, Rhone

Der Saleinagletscher (französisch Glacier de Saleina) ist ein Talgletscher südwestlich von Orsières am Nordostabhang des Mont-Blanc-Massivs, im äussersten Südwesten des Kantons Wallis.

Im Oktober 2010 wurde für den Gletscher eine Länge von 6,1 km ermittelt.[1] Einschliesslich der Seitengletscher betrug die Fläche 1995 ungefähr 8,8 km².[2] Die Exposition des Nährgebiets ist Ost, die des Zehrgebiets ist Nordost.[3]

Seinen Ursprung hat der Saleinagletscher am Osthang von Aiguille d'Argentière und Aiguille du Chardonnet, über welche die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Frankreich verläuft[4], er reicht dort bis in eine Höhe von 3900 m ü. M.[3] Der Gletscher fliesst nach Osten und nimmt dabei Firnfelder von den umgebenden Bergspitzen auf. Er wird im Norden von den Aiguilles Dorées (bis 3519 m ü. M.) und dem Portalet (3344 m ü. M.), im Süden von der Pointe du Grand Darray (3509 m ü. M.) flankiert. Die schmale Gletscherzunge endet an einem Steilhang, im Jahr 2007 auf einer Höhe von 1793 m ü. M.[5] Der Gletscher entwässert in die Reuse de Saleina, welche in die Dranse de Ferret mündet.

Am Hang südlich des Gletschers steht auf 2691 m ü. M. die Cabane de Saleina, eine Hütte des Schweizer Alpen-Clubs. Sie dient als Ausgangspunkt für Gipfel- und Gletschertouren im nordöstlichen Mont-Blanc-Massiv. Es gibt firnbedeckte, jedoch steile Passübergänge zu den angrenzenden Gletschern: Trientgletscher im Norden, Glacier du Tour im Westen und Glacier d'Argentière im Südwesten, letztere beide liegen in Frankreich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich (Hrsg.): Saleinagletscher. In: Schweizerisches Gletschermessnetz. (online, auch als PDF, abgerufen am 30. November 2012).
  2. a b c Daniel Farinotti, Matthias Huss, Andreas Bauder, Martin Funk: An estimate of the glacier ice volume in the Swiss Alps. In: Global and Planetary Change. 68: 225–231, 2009 (online; PDF; 756 kB).
  3. a b World Glacier Monitoring Service (WGMS): Fluctuations of Glaciers 2000–2005 (Vol. VIII). Zürich 2008 (online; PDF; 820 kB)
  4. swisstopo.ch: Swisstopo-Geodatenviewer, Stand November 2012
  5. Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze (EKK) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT): The Swiss Glaciers 2005/2006 and 2006/2007. Glaciological Report No. 127/128. 2011 (online; PDF; 5,5 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

  • Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich (Hrsg.): Saleinagletscher. In: Schweizerisches Gletschermessnetz. (online, auch als PDF).
  • Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich: Saleinagletscher. In: Naturgefahren Gletscher. (online, auch als PDF).