Salenstein
| Salenstein | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Thurgau (TG) |
| Bezirk: | Kreuzlingen |
| BFS-Nr.: | 4851 |
| Postleitzahl: | 8268 |
| Koordinaten: | 721008 / 28160447.6738879.049994400Koordinaten: 47° 40′ 26″ N, 9° 3′ 0″ O; CH1903: 721008 / 281604 |
| Höhe: | 400 m ü. M. |
| Fläche: | 6.6 km² |
| Einwohner: | 1259 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 191 Einw. pro km² |
| Website: | www.salenstein.ch |
| Karte | |
Salenstein, im Ortsdialekt Saleschte [ˈsaləʃtə], ist eine politische Gemeinde im Bezirk Kreuzlingen des Kantons Thurgau in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Salenstein liegt am Südufer des Untersees gegenüber der Insel Reichenau und besteht aus den Dörfern Salenstein, Mannenbach und Fruthwilen.
Geschichte und Name [Bearbeiten]
In Salenstein finden sich drei Grabhügel aus der älteren Eisenzeit. Die erste Erwähnung des Namens „Salenstein“ stammt von 1092. Seit je gehörten die wichtigsten Grund- und Herrschaftsrechte dem Kloster Reichenau. Erst 1798 wurde das reichenauische Niedergericht aufgehoben und durch ein Distriktsgericht helvetischer Einheitsordnung ersetzt. 1816 erfolgte der Zusammenschluss der drei Ortsgemeinden Salenstein, Mannenbach und Fruthwilen zur Munizipalgemeinde Salenstein. 1979 entstand daraus die Einheitsgemeinde Salenstein.
Der Name „Salenstein“ ist mit den althochdeutschen Wörtern salo ‚schmutzig, trübe, dunkel‘ und stein ‚Stein, Felsen, Burg‘ gebildet und bedeutet ‚beim dunkelfarbigen Stein‘ oder ‚bei der dunkelfarbigen Burg‘. Er dürfte sich auf den grauen Sandstein beziehen, auf dem die obere Burg gebaut wurde.[2]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Schlösser [Bearbeiten]
Auf dem Gemeindegebiet gibt es heute noch fünf Schlösser. Das sechste, Schloss Sandegg, brannte 1833 ab. Die übrigen Schlösser sind Arenenberg, Eugensberg und Salenstein, sowie Schloss Louisenberg im Ortsteil Mannenbach und Schloss Hubberg im Ortsteil Fruthwilen.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Eugène de Beauharnais (1781–1824), Sohn von Napoleon Bonaparte, liess das Schloss Eugensberg errichten
- Hortense de Beauharnais (1783–1837), Königin von Holland und Mutter des Kaisers Napoleon III.
- Napoléon III. (1808–1873), französischer Staatspräsident von 1848 bis 1852 und Kaiser der Franzosen von 1852 bis 1870
- Eugénie de Montijo (1826–1920), Ehefrau Napoléons III. und von 1853 bis 1870 Kaiserin der Franzosen
- Alexander von Herder (1826–...), sachsen-weimarischer Kammerherr, Enkel von Johann Gottfried Herder und Eigentümer des Schlosses Salenstein ab 1869
- Paul Ilg (1875–1957), Schweizer Schriftsteller
- Ferdinand Hardekopf (1876–1954), deutscher Schriftsteller, lebte um 1912 in Mannenbach und Salenstein
- René Schickele (1883–1940), deutsch-französischer Schriftsteller, lebte von 1911 bis 1916 in Salenstein
- Anneliese Rothenberger (1926–2010), lebte in Salenstein[3]
- Ruth Maria Kubitschek (* 1931), deutsche Schauspielerin (lebt in Salenstein)
- Pierre Kaffer (* 1976), deutscher Autorennfahrer
- Mattias Ekström (* 1978), schwedischer Autorennfahrer (DTM)
Literatur [Bearbeiten]
- Hans Baumgartner: Salenstein – Fruthwilen – Mannenbach. Buch zur 900-Jahr-Feier 1092–1992, Frauenfeld 1992.
- Peter Erni: Der Bezirk Steckborn. In Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau VI, Bern, 2001.
- Erni Keller: Saleschter Dialäkt. Ausdrücke und Redewendungen aus der Zeit von 1930–1950, [Ermatingen 2012].
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen, hg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld und Lausanne 2005, S. 786.
- ↑ „Salensteiner trauern um Opernstar “, Stern, 26. Mai 2010
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