Salles-d’Aude

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Salles-d’Aude
Wappen von Salles-d’Aude
Salles-d’Aude (Frankreich)
Salles-d’Aude
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Narbonne
Kanton Coursan
Gemeindeverband Agglomération de la Narbonnaise.
Koordinaten 43° 14′ N, 3° 7′ O43.2391666666673.120555555555618Koordinaten: 43° 14′ N, 3° 7′ O
Höhe 2–87 m
Fläche 18,15 km²
Einwohner 2.983 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 164 Einw./km²
Postleitzahl 11110
INSEE-Code

Büßerkapelle (Chapelle des Pénitents)

Salles-d’Aude ist eine französische Gemeinde mit 2983 Einwohnern (1. Januar 2011) im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon. Sie gehört zum Arrondissement Narbonne und zum Kanton Coursan.

Geografie[Bearbeiten]

Die Aude bei Salles kurz vor der Mündung ins Meer

Die Gemeinde Salles-d’Aude liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Narbonne und zehn Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich beiderseits des Flusses Aude und grenzt im Norden an das Département Hérault. Im Süden hat die Gemeinde einen kleinen Anteil an den Höhen des Massif de la Clape (auch Montagne de la Clape genannt).

In den ausgedehnten Ebenen links und rechts der eingedeichten Aude wird Wein kultiviert, dessen Lagen zum kleinen Weinbaugebiet La Clape gehören, unmittelbar nordöstlich des Weinbaugebietes Corbières gelegen.

Die Siedlung des Kernortes wird durch die Autobahn 9 (Rhônetal-spanische Grenze) vom direkt südöstlich angrenzenden Fleury getrennt. Zur Gemeinde gehören die Weiler Celeyran und Le Pech.

Salles-d’Aude grenzt im Norden an Nissan-lez-Enserune, im Nordosten an Lespignan (Berührungspunkt), im Osten an Fleury, im Süden an Vinassan sowie im Westen an Coursan.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 966 erstmals als Salae erwähnt. Über Castrum de Salis (1322) und Salas bzw. Sallas und Salhas im 15. und 16. Jahrhundert änderte sich die Schreibung des Ortsnamens zu Salles (seit 1781).[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1258 1382 1395 1510 1710 1902 2486

Die meernahe Lage und die geringe Entfernung zur Stadt Narbonne begünstigten einen stetigen Bevölkerungsanstieg. Durch Zuzug in neue Eigenheimsiedlungen rings um den alten Dorfkern wuchs die Bevölkerung seit den 1970er Jahren um fast das Doppelte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Das Château de Céleyran, als historisches Denkmal (Monument historique) klassifiziert[2], gehörte den Eltern des französischen Malers Henri de Toulouse-Lautrec, der hier einen Teil seiner Kindheit verbrachte und das Anwesen auch später zu Erholungsaufenthalten nutzte.[3]
24-Stunden-Uhr vor dem Rathaus

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben vielen Dienstleistungsbetrieben spielen die Weingüter und die Anbieter touristischer Leistungen die Hauptrolle in Salles.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

In der nahen Nachbargemeinde Coursan besteht Anschluss an das überregionale Straßennetz sowie das Eisenbahnnetz (Strecke Bordeaux-Sète). Die Autobahn (A 9) führt zwar über das Gemeindegebiet von Salles, die nächsten Anschlüsse liegen aber in Narbonne und Béziers.

Quellen[Bearbeiten]

  1. alte Ortsnamen auf mairie-salles-d-aude.fr. Abgerufen am 20. Februar 2011 (französisch).
  2. Eintrag in der Base Mérimée, einer Datenbank des französischen Kulturministeriums. Abgerufen am 20. Februar 2011 (französisch).
  3. Château de Céleyran auf mairie-salles-d-aude.fr. Abgerufen am 20. Februar 2011 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salles-d'Aude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien