Salma Hayek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Salma Valgarma Hayek Jiménez-Pinault (* 2. September 1966 in Coatzacoalcos, Mexiko) ist eine mexikanisch-US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Hayeks Vater, Sami Hayek, ist Libanese, er war Politiker und ein erfolgreicher Manager im Ölgeschäft. Ihre mexikanische Mutter Diana Jiménez war Opernsängerin. Im Alter von 12 Jahren verließ Salma die Stadt Coatzacoalcos im Südosten Mexikos und ging auf ein katholisches Internat im US-Bundesstaat Louisiana. Hayek musste die Schule verlassen, nachdem sie durch schlechtes Benehmen auffällig geworden war. Sie zog zu ihrer Tante nach Houston und blieb dort bis zu ihrem 17. Lebensjahr. Nach ihrem Schulabschluss ging sie zurück in ihre Heimat und studierte in Mexiko-Stadt Internationale Beziehungen und Drama.

Das Studium brach sie dann jedoch zugunsten der Schauspielerei ab. Nach einigen Theaterauftritten bekam sie die Hauptrolle in der mexikanischen Telenovela Teresa, die in über 20 Ländern ausgestrahlt wurde. Damit gelang ihr der Durchbruch, in ihrem Heimatland Mexiko wurde sie zum Star.

Hayek verließ die erfolgreiche TV-Show für eine Karriere in Hollywood. Sie übersiedelte 1991 mit nur geringen Englischkenntnissen nach Los Angeles und nahm Schauspiel- und Sprechunterricht. In den ersten Jahren war sie enttäuscht von dem kümmerlichen Angebot an substanziellen Rollen für lateinamerikanische Frauen. Im Januar 1993 ergatterte sie eine Nebenrolle in dem Film Mi Vida Loca.

Während es nach ihrem eigenen Bekunden noch zu Beginn der 1990er Jahre als „Libanesin“ einfacher war denn als „Mexikanerin“, attraktive Filmrollen in Hollywood zu bekommen, profitiert sie inzwischen von dem in den 1990ern einsetzenden „Latin“-Boom in den USA.

Hayek in Guadalajara, 2004

1995 spielte sie an der Seite von Antonio Banderas in dem Film Desperado, Regisseur Robert Rodriguez war durch Zufall auf sie aufmerksam geworden. 1996 arbeiteten Rodriguez und sie erneut zusammen, in From Dusk Till Dawn spielte sie eine Vampirin. Insbesondere die Szene mit ihrem Schlangentanz, der von Tito & Tarantulas Titel After Dark musikalisch begleitet wird, machte Hayek endgültig berühmt.

2003 war Hayek als beste Schauspielerin für ihre Rolle in dem Film Frida sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert.

Mit der Gründung ihrer eigenen Filmproduktionsfirma verschaffte sie sich ein zweites Standbein. Sie kann sich Rollen nun selbst geben und zählt heute zu den Topverdienern der Branche.

Salma Hayek, die fließend Spanisch, Arabisch, Portugiesisch und Englisch spricht, ist seit September 2007 Mutter. Vater des Mädchens ist der französische Geschäftsmann François-Henri Pinault, den sie am 14. Februar 2009 in Paris im kleinen Kreis heiratete, nachdem sie noch im Juli 2008 die Verlobung mit ihm gelöst hatte.

Zu Beginn des Jahres 2012 wurde Hayek von der französischen Regierung in den Rang eines Ritters der französischen Ehrenlegion erhoben.[1]

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Hayek engagiert sich für karitative Zwecke. Unter anderem unterstützt sie die gemeinsame Initiative von Pampers und UNICEF, die sich zum Ziel gesetzt hat, Tetanus (auch Wundstarrkrampf genannt) mit Impfungen und begleitenden Maßnahmen (wie verbesserter Hygiene bei der Geburt) bis zum Jahr 2012 auszurotten.[2]

Bei einem UNICEF-Besuch in einem Krankenhaus in dem westafrikanischen Land Sierra Leone, wo die Tetanus-Kindersterblichkeit weltweit am größten ist, stillte Hayek ein vor Hunger schreiendes Baby – dessen Mutter konnte das Kind mangels Milch nicht selbst ernähren. Hayek löste damit eine heftige Debatte in den USA aus.[3][4]

Sie ist die Sprecherin der Initiative Speak Out Against Domestic Violence („Aufbegehren gegen häusliche Gewalt“) und hat für Frauenhäuser in ihrer mexikanischen Heimatstadt Coatzacoalcos und einem Nachbarort mehr als 750.000 US-Dollar gespendet. Für den Kampf gegen häusliche Gewalt gründete sie die Salma-Hayek-Stiftung. Sie forderte in einer Rede vor dem US-Senat im Jahr 2005 u.a. härtere Gesetze gegen Misshandlungen in der Ehe.[5] Hayek hatte schon in jungen Jahren mitansehen müssen, wie ein Mann auf offener Straße seine Frau verprügelte.[6]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

als Regisseurin
  • 2003: The Maldonado Miracle (Fernsehfilm)

Musikvideos[Bearbeiten]

  • 1996: ZZ TopShe’s Just Killing Me
  • 1999: Will SmithWild Wild West
  • 2005: PrinceTe amo corazon (Regisseurin)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Salma Hayek 2010 in Cannes

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salma Hayek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marthe Keller promue chevalier de la Légion d’honneur bei letemps.ch, 2. Januar 2012
  2. unicef.org: Unicef, young child survival and development, vom 8. Oktober 2008
  3. abcnews.go.com: Hayek On Why She Breastfed Another Woman's Baby, vom 11. Februar 2009
  4. time.com: Salma Hayek, Breast-Feeding and One Very Public Service, vom 12. Februar 2009
  5. thehotline.org: Salma Hayek, National Domestic Violence Hotline
  6. salma-hayek.net: Abschnitt: National Domestic Violence Hotline
  7. Bambi für Salma Hayek