Salomão Barbosa Ferraz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dom Salomao Ferraz 001.jpg

Dom Salomão Barbosa Ferraz (* 18. Februar 1880 in Jaú, Brasilien; † 11. Mai 1969) war ein katholischer Bischof in Brasilien.

Der vormalige Presbyterianer und 1917 zum anglikanischen Priester Geweihte, gründete 1936 die Iglesia Católica Libre (Vorläufer der heutigen Igreja Católica Apostólica Independente do Brasil) und wurde zu ihrem ersten Bischof gewählt, jedoch nicht geweiht. Er war verheiratet und Vater von sieben Kindern. Im Alter von 65 Jahren wurde er durch den früheren römisch-katholischen Bischof von Botucatu Carlos Duarte Costa am 18. Juli 1945 zum Priester und am 15. August 1945 zum Bischof geweiht. In der kurz zuvor, am 6. Juli 1945 in Rio de Janeiro, durch Duarte Costa gegründeten Igreja Católica Apostólica Brasileira amtierte er als erster Diözesanbischof von São Paulo.

Am 8. Dezember 1959 nahm Bischof Salomão Ferraz unter Papst Johannes XXIII. die volle Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche auf. Am 10. Mai 1963 wurde er, inzwischen 83-jährig, (ohne jegliche Reordination) zum Titularbischof von Eleutherna bestellt. In dieser Eigenschaft nahm er am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. Nach fast 24-jährigem Episkopat starb er am 11. Mai 1969 im 90. Lebensjahr.

Weblinks[Bearbeiten]