Salomon de Brosse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grundriss des Palais du Luxembourg

Salomon de Brosse (* 1571 in Verneuil-en-Halatte; † 9. Dezember 1626 in Paris) war ein französischer Architekt.

Als Sohn des bekannten protestantischen Architekten Jean de Brosse (auch Jehan de Brosse) und seiner Frau Julienne, einer Tochter Jacques I. Androuet du Cerceaus, wurde er vermutlich von den letzten Baumeistern der berühmten Architektenfamilie Androuet du Cerceau ausgebildet. Nach dem Edikt von Nantes 1598 zog seine Familie nach Paris, wo Salomon de Brosse ab 1610 beachtliche Erfolge verzeichnet zu haben scheint. Ab 1612 wurde er mit dem Bau mehrerer großer Schlösser beauftragt, die größtenteils nur noch durch die erhaltenen Pläne bekannt sind, wie das Schloss Blérancourt, von dem allein die Eckpavillons und das Portal erhalten blieben, und das Schloss Coulommiers, das 1736 bis auf einige Reste des Ostflügels und die Gräben zerstört wurde. 1615 erhielt Salomon de Brosse erste staatliche Aufträge. Einer seiner bekanntesten Schüler war François Mansart.

Heute zählen die Nordflügel des Palais du Luxembourg zu den wenigen erhaltenen und gleichzeitig für sein Schaffen repräsentativsten Werken.

Bauten[Bearbeiten]

  • Schloss Blérancourt (1612–1619, größtenteils zerstört) für Bernard Potier
  • Schloss Coulommiers (1613, 1736 zerstört) für Catherine de Gonzague, duchesse de Longueville,
  • Palais du Luxembourg, Paris (1615–1625) für die Königinmutter und Regentin Maria de’ Medici

Literatur[Bearbeiten]

  • Antony Blunt: Art et Architecture en France 1500 – 1700. Editions Macula, Paris 1983, ISBN 2-86589-007-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Salomon de Brosse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien