Salz (Westerwald)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Salz
Salz (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Salz hervorgehoben
50.517.9636111111111320Koordinaten: 50° 31′ N, 7° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 320 m ü. NN
Fläche: 4,96 km²
Einwohner:

911 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56414
Vorwahl: 06435
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 290
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Webpräsenz: www.wallmerod.de
Ortsbürgermeister: Rainer Malm
Lage der Ortsgemeinde Salz im Westerwaldkreis
Karte
Kirche in Salz Westerwald

Salz ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Rennerod.

[Bearbeiten] Geschichte

„Stets von der Sonn' beschienen - nach Süden zugeneigt - ein herrlich Fleckchen Erde, das sich dem Wandrer zeigt. Weit grüßt die alte Kirche ins Nassauische Land - seit Hunderten von Jahren hat sie im Dorf bestand“. So beschreibt Heimatdichter Günther Weimer den besonderen Charme von Salz.

Erste Besiedlungen reichen zurück in die Zeit vor Christus. Aktenkundig wurde Salz anno 1150 zum einen als Kirchspiel und seit dem späten Mittelalter auch als Gerichtsstandort mit seinem Zehntgericht. 1564 kam Salz zum Kurfürstentum Trier.

Seit fast einem Jahrtausend ist die romanische Pfeilerbasilika das Wahrzeichen des Ortes. „St. Adelphus“ war zunächst Stiftskirche, wurde später um einen spätgotischen Chor erweitert und gehört heute zum Bistum Limburg.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Salz besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, bewinkelt von vier über Eck gestellten blauen Quadraten.“

Heraldische Begründung: Das Wappen wurde in enger Anlehnung an das seit Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts geführte Siegel des Gerichtes Salz entworfen. Das rote Kreuz erinnert an die seit 1564 bis 1803 bestehende Zugehörigkeit von Salz zum Kurfürstentum Trier, die vier Quadrate stellen „redende“, auf den Ortsnamen hinweisende blaue Salzkristalle dar.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

Bei der katholischen Pfarrkirche St. Adelphus handelt es sich um eine romanische Basilika mit spätgotischem Chor. In der Kirche liegt Johann Heinrich Keverich begraben, worauf eine Grabtafel hinweist. Keverich stammte aus Ehrenbreitstein und war Oberhofkoch des Kurfürsten und Erzbischofs von Trier, Johann IX. Philipp von Walderdorff aus Molsberg. Dies allein rechtfertigt womöglich noch nicht die Grabtafel. Aber Keverich war auch zugleich Großvater des Musikgenies Ludwig van Beethovens .

In der Nähe des Ortes Richtung Bilkheim liegt das kleine Wasserschloss Hof Neuroth.

→ Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Salz

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

In unmittelbarer Nähe westlich des Ort verläuft die Bundesstraße 8, die Limburg an der Lahn und Hennef (Sieg) verbindet. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Diez an der Bundesautobahn 3 (Köln–Frankfurt am Main), etwa 13 Kilometer entfernt. Der nächstgelegenen ICE-Bahnhofe ist in Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Hans Teusen (1917–2011), Major der Wehrmacht (Ritterkreuzträger) und Generalmajor der Bundeswehr

[Bearbeiten] Literatur

  • Wolf-Heino Struck: Die Stifte St. Severus in Gemünden, St. Maria in Diez mit ihren Vorläufern, St. Petrus in Kettenbach, St. Adelphus in Salz (Germania Sacra. NF 25). de Gruyter, Berlin 1988

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Salz (Westerwald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen