Sam Mangwana

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Sam Mangwana (* 21. Februar 1945 in Kinshasa) ist ein angolanischstämmiger Musiker aus der Demokratischen Republik Kongo.

Biographie[Bearbeiten]

Mangwana wuchs in Kinshasa auf, wo er die Musik ausländischer Künstler hörte, die dort auftraten. Vor allem die Musik kubanischer Künstler beeinflusste nicht nur ihn, sondern die gesamte Entwicklung kongolesischer Musik. 1963 wurde er von dem Bandleader Tabu Ley Rochereau entdeckt. Zuvor war er Sänger einer Schulband gewesen, von da an war er Mitglied der Soukous-Band African Fiesta.

Später sang er bei mehreren erfolgreichen Bands, zunächst bei dem von ihm selbst mitgegründeten Festival des Maquisards. Diese Formation löste sich 1969 auf. Er spielte dann von 1972 bis 1975 bei TP OK Jazz von Franco und wechselte danach für kurze Zeit zu Tabu Leys African Jazz. Ab 1976 startete er eine Solokarriere und ließ sich von den African All Stars begleiten.

Er lebte und arbeitete außer in Kinshasa unter Anderem in Brazzaville, Lagos, Accra und Abidjan. Aufgrund der dabei erworbenen Kenntnisse in den unterschiedlichen Regionalstilen afrikanischer Popmusik hat er sich mit der Synthese hin zu einer panafrikanischen Popmusik beschäftigt, da „die schwarzafrikanische Musik, von einigen regionalen Varianten abgesehen, weitgehend einheitlich“ sei.[1]

Für den Titel Mia Angola verlieh ihm die angolanische Regierung 1975 den Titel Nationaler Künstler.

Diskographie[Bearbeiten]

  • With Festival des Maquisards, 1977
  • Waka Waka, 1978
  • Maria Tebbo, 1979
  • Georgette Eckins, 1979
  • Matinda, 1979
  • Affaire Disco, 1981
  • Est-ce Que Tu Moyens?, 1981
  • Cooperation, 1982
  • Affaire Video, 1982
  • N'Simba Eli, 1982
  • Bonne Annee, 1983
  • In Nairobi, 1984
  • Aladji, 1987
  • For Ever, 1989
  • Lukolo, 1989
  • Capita General, 1990
  • Megamix, July 1990
  • Rumba Music, 1993
  • No Me Digas No, 1995
  • Galo Negro, 1998
  • Sam Mangwana Sings Dino Vangu, 2000
  • Volume 1 Bilinga Linga 1968/1969, 2000
  • Volume 2 Eyebana 1980/1984, 2000
  • Very Best of 2001, 2001
  • Cantos de Esperanca, 2003

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Bender: Sweet Mother: Moderne afrikanische Musik Trickster, München 1985; ISBN 3-923804-10-5
  • Ronnie Graham: World of African Music: Stern’s Guide to Contemporary African Music Pluto, London 1992; ISBN 0745305520

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. zit. n. Binder, S. 75