Samanyolu TV

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Samanyolu TV
Senderlogo
Samanyolu TV.png
Allgemeine Informationen
Empfang: Satellit (Türksat 4A, Atlantic Bird 2)
Eigentümer: Samanyolu Yayıncılık Hizmetleri A.Ş.
Geschäftsführer: Hidayet Karaca
Sendebeginn: 13. Januar 1993
Rechtsform: Privatrechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Website: samanyolu.tv
Liste von Fernsehsendern

Samanyolu TV, abgekürzt mit STV, ist ein türkischer Fernsehsender mit Sitz in Istanbul, der am 13. Januar 1993 auf Initiative von Fethullah Gülen gegründet wurde, und zur türkischen Aktiengesellschaft Samanyolu Yayın Grubu gehört.[1][2]

Etwa 90 % der Sendungen sind selbst produziert (Serien und TV-Filme, Magazine und News, Musik und Entertainment, Dokumentationen, Comedy & Kinderprogramme). Der Sender hatte in der Prime Time zwischen April 2004 und April 2005 den Angaben von AGB Nielsen Media Research[3] zufolge bei den Einschaltquoten eine Steigerung von 26,7 % verzeichnen können. Eine weitere Steigerung von 24,5 % wurde zwischen August 2005 und August 2006 verzeichnet. Diese prozentualen Steigerungen sind in der türkischen TV-Geschichte bisher einmalig. Die ermittelten Einschaltquoten gelten jedoch als manipulierbar.[4] Im Jahr 2010 hatte Samanyolu TV laut verschiedenen Angaben einen Zuschaueranteil von 5,8% (IP Network/TV KeyFacts 2010) bzw. 4.4% (AGB Nielsen, Television Audience Measurement Report, Istanbul, 2010).[5] STV kooperiert mit dem ZDF und der Nachrichtenagentur Cihan.

STV AVRUPA (dt. STV EUROPA) sendet seit November 2001 aus seinen Fernsehstudios in Deutschland. Der Fernsehsender verfügt in Offenbach am Main über zwei Studios im Gebäude der World Media Group AG. In den Studios des Senders finden über 400 Gäste Platz. Die Studiofläche wird in diesem Jahr auf 1.200 m² erweitert. Unterhaltungsprogramme, Magazine und Serien von Samanyolu TV werden auch bei Mehtap TV, Samanyolu Haber, Yumurcak TV, Hazar TV, Ebru TV ausgestrahlt.

Im November 2009 wurde angekündigt, dass STV AVRUPA aufgrund des stetig wachsenden Erfolges in den letzten Jahren von nun an auf eine neue Verbreitungsstrategie in den deutschen Kabelnetzen setze. Das Vollprogramm, das sich an die türkische Bevölkerung in Deutschland und Europa richte, verlasse die Free-TV-Digitalpakete und wechsele auf Pay-TV-Plattformen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helen Rose Ebaugh: "Die Gülen-Bewegung: Eine empirische Studie" Verlag Herder, Februar 2012 ISBN 3-451-30604-2
  2. Helen Rose Ebaugh: "The Gülen Movement: A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam" Springer, 2009 (Google eBook Seite 104) ISBN 1-4020-9893-6
  3. AGB Nielsen Media Research (AGB Anadolu)
  4. Major ratings fraud probe strikes popular Turkish TV series FAZLI MERT / KAZIM PIYNAR, Today's Zaman, 15. Dezember 2011
  5. Mapping Digital Media: Turkey A REPORT BY THE OPEN SOCIETY FOUNDATIONS, by Aslı Tunç (lead reporter) and Vehbi Görgülü (reporter) March 2012: TV channels by audience share, 2010: Samanyolu TV Audience share 5.8% (Source: IP Network/TV KeyFacts 2010). Viewership of television channels, May 2010: Samanyolu TV: Total 4.4%; Primetime 4.5% (Source: AGB Nielsen, Television Audience Measurement Report, Istanbul, 2010)
  6. STV: Pay-TV statt Free-TV in Deutschland „Medienbote“ Ausgabe Nr. 921 vom 26. November 2009