Sampdoria Genua

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Sampdoria Genua
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Voller Name Unione Calcio Sampdoria S.p.A.
Ort Genua
Gegründet 12. August 1946
Stadion Stadio Luigi Ferraris
Plätze 36.536
Präsident Massimo Ferrero
Trainer SerbienSerbien Siniša Mihajlović
Homepage www.sampdoria.it
Liga Serie A
2013/14 12. Platz
Heim
Auswärts

Sampdoria Genua (offiziell Unione Calcio Sampdoria S.p.A.) ist ein Fußballverein aus der italienischen Stadt Genua, der in der ersten italienischen Liga, der Serie A, spielt.

Ihre Heimspiele trägt die Sampdoria (im Italienischen spricht man von „la Sampdoria“, verwendet also einen weiblichen Artikel vor dem Namen des Vereins) im Stadio Luigi Ferraris aus, das sich der Verein mit Lokalrivalen CFC Genua teilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Sampdoria am 12. August 1946. Der Verein entstand durch die Fusion von SG Sampierdarenese und SG Andrea Doria, aus deren Namen sich auch der Vereinsname Sampdoria ableitet. Seitdem spielte die Sampdoria die meiste Zeit in der Serie A, große Erfolge blieben allerdings lange Zeit aus. Bis in die 1980er war der vierte Tabellenplatz aus der Saison 1960/61 der größte Erfolg, den die Genuesen vorweisen konnten.

Dieser konnte in der Saison 1984/85 eingestellt werden. Außerdem gewann die Sampdoria in jener Spielzeit ihren ersten Titel: Gegen den AC Mailand holten sich die Blucerchiati den italienischen Pokal. Bis 1994 konnten drei weitere Titel in diesem Wettbewerb gefeiert werden. Dank dieser Erfolge qualifizierte man sich regelmäßig für den Europapokal der Pokalsieger, wo die Sampdoria ebenso für Aufsehen sorgte. 1989 erreichten die Genuesen zum ersten Mal das Finale dieses Wettbewerbs, mussten sich aber im Stade de Suisse dem FC Barcelona mit 0:2 geschlagen geben. Doch schon im Jahr darauf stand die Sampdoria erneut im Finale und dieses Mal konnte der Wettbewerb auch gewonnen werden: Im Ullevi-Stadion wurde der RSC Anderlecht mit 2:0 besiegt. Gianluca Vialli erzielte dabei für die Sampdoria beide Treffer in der Verlängerung.

Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten die Blucerchiati aber in der folgenden Saison (1990/91), als sie sich vor dem AC Mailand die italienische Meisterschaft sicherten. Dadurch qualifizierte sich der Verein für den Europapokal der Landesmeister 1991/92, wo die Sampdoria sich in ihrer Gruppe gegen Roter Stern Belgrad, RSC Anderlecht und Panathinaikos Athen durchsetzte und das Finale erreichte. Dort traf man wie schon drei Jahre zuvor auf den FC Barcelona. Aber auch im Wembley-Stadion behielten die Katalanen die Oberhand: Das Spiel ging mit 0:1 aus Sicht der Blucerchiati nach der Verlängerung verloren.

Architekt dieser erfolgreichen Mannschaft war jugoslawische Fußballtrainer Vujadin Boškov, der die Sampdoria von 1986 bis 1992 betreute. Schlüsselspieler dieser Zeit waren unter anderem Torhüter Gianluca Pagliuca, Verteidiger Pietro Vierchowod, Mittelfeldspieler Attilio Lombardo und die Stürmer Gianluca Vialli und Roberto Mancini.

Nach 1994 konnte die Sampdoria nicht mehr an vergangene Erfolge anknüpfen. Zwar wurde bis zur Spielzeit 1997/98 immer ein einstelliger Tabellenplatz erreicht, doch in der Saison 1998/99 stiegen die Genuesen als Tabellensechzehnter in die Serie B ab. Erst in der Saison 2003/04 sollten die Blucerchiati wieder erstklassig spielen.

Den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte feierte die Sampdoria in der Spielzeit 2009/10, als die Mannschaft, angeführt von Kapitän Angelo Palombo und den beiden Stürmern Giampaolo Pazzini und Antonio Cassano, den vierten Tabellenplatz erreichte und sich damit die Teilnahme für die Play-Offs der Champions League 2010/11 sicherte. In der letzten Qualifikationsrunde scheiterte man allerdings knapp an Werder Bremen; nach einer auswärtigen 1:3-Hinspielniederlage führte Genua im eigenen Stadion im Rückspiel bis zur Nachspielzeit mit 3:0, um dann ein Gegentor von Markus Rosenberg zu bekommen und so in die Verlängerung zu gehen. Sampdoria Genua gewann nach 120 Minuten mit 3:2, scheiterte jedoch aufgrund eines Gesamtspielstandes von 5:4. In der darauffolgenden Gruppenphase der Europa League schied die Mannschaft als Gruppendritter hinter dem PSV Eindhoven und Metalist Charkiw sowie vor VSC Debrecen aus. Die nächste Enttäuschung folgte wenig später, denn zum Ende der Saison 2010/11 stieg die Sampdoria als Tabellenachtzehnter erneut in die Serie B ab.

Die Rückkehr in die höchste italienische Spielklasse ließ aber nicht lange auf sich warten. Als Tabellensechster erreichte Genua in der Saison 2011/12 den Relegationsmodus, dessen Finalsieger den Rang des dritten Aufsteigers einnimmt. In einem Hin- und Rückspiel setzte sich der Verein zunächst mit 2:1 und 1:1 gegen US Sassuolo durch, ehe in den Finalspielen AS Varese 3:2 und 1:0 besiegt werden konnte. Am 21. Januar 2013 verstarb der amtierende Vereinspräsident Riccardo Garrone nach langer schwerer Krankheit.[1]

Vereinslogo und -farben[Bearbeiten]

Choreografie der Tifosi von Sampdoria im Olympiastadion in Rom (2009)

Das Vereinslogo zeigt die Silhouette eines Pfeife rauchenden Seemanns namens Baciccia (Baptist).

Eine absolute Eigenheit und ein Charakteristikum im italienischen Profifußball stellen die Vereinsfarben der Sampdoria dar. Blucerchiato würde man im Deutschen etwa mit blauumrahmt oder blauumringt übersetzen. Zur näheren Erklärung: Der Großteil des Samp-Heimtrikots und -Klubemblems besteht aus einem kräftigen Blauton, der einen kleinen Ring aus den Farben weiß, rot-schwarz und nochmals weiß umschließt. Die Sampdoria-Spieler und -Fans bezeichnet man somit auch als Blucerchiati, als Blauumrahmte.

Erfolge[Bearbeiten]

A-Mannschaft[Bearbeiten]

International

National

Jugendmannschaft[Bearbeiten]

International

National

Persönliche Auszeichnungen[Bearbeiten]

Guerin d'Oro (4)

Oscar del Calcio (1)

Torschützenkönige[Bearbeiten]

Europapokal der Pokalsieger (1)

Serie A (2)

Kader der Saison 2013/14[Bearbeiten]

(Stand: 5. Oktober 2013)

Nr. Position Name
1 BrasilienBrasilien TW Júnior da Costa
3 ItalienItalien AB Andrea Costa
4 PolenPolen AB Bartosz Salamon
5 BrasilienBrasilien MF Renan
6 ArgentinienArgentinien AB Matías Rodríguez
7 ItalienItalien AB Paolo Castellini
8 DeutschlandDeutschland AB Shkodran Mustafi
9 ItalienItalien ST Nicola Pozzi
10 SerbienSerbien MF Nenad Krstičić
11 ItalienItalien ST Manolo Gabbiadini
12 ItalienItalien ST Gianluca Sansone
13 SchweizSchweiz AB Gaetano Berardi
14 SpanienSpanien MF Pedro Obiang
15 PolenPolen MF Paweł Wszołek
17 ItalienItalien MF Angelo Palombo
19 ItalienItalien AB Vasco Regini
Nr. Position Name
20 ItalienItalien MF Antonino Barillà
21 ItalienItalien MF Armando Diego Maradona
22 IslandIsland MF Birkir Bjarnason
23 BrasilienBrasilien ST Éder
25 ItalienItalien MF Enzo Maresca
27 ItalienItalien MF Mirko Eramo
28 ItalienItalien AB Daniele Gastaldello
29 ItalienItalien AB Lorenzo De Silvestri
30 ItalienItalien TW Vincenzo Fiorillo
33 GriechenlandGriechenland MF Savvas Gentsoglou
35 DanemarkDänemark AB Simon Poulsen
37 ItalienItalien ST Andrea Petagna
44 ItalienItalien AB Michele Fornasier
79 ItalienItalien MF Davide Gavazzi
92 ItalienItalien TW Andrea Tozzo

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Torhüter[Bearbeiten]

Abwehrspieler[Bearbeiten]

Mittelfeldspieler[Bearbeiten]

Stürmer[Bearbeiten]

Top 10 nach Einsätzen und Toren[Bearbeiten]

(Stand: 18. Dezember 2010; angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore)

Einsätze
1 ItalienItalien Roberto Mancini 1982–1997 566
2 ItalienItalien Moreno Mannini 1984–1999 427
3 ItalienItalien Pietro Vierchowod 1983–1995 358
4 ItalienItalien Angelo Palombo* seit 2002 340
5 ItalienItalien Gaudenzio Bernasconi 1954–1965 336
6 ItalienItalien Gianluca Vialli 1984–1992 326
7 ItalienItalien Attilio Lombardo 1989–1995 306
8 ItalienItalien Guido Vincenzi 1958–1969 297
9 ItalienItalien Giancarlo Salvi 1963–1964,
1965–1976
291
10 ItalienItalien Luca Pellegrini 1980–1991 275
* = noch bei Sampdoria Genua aktiv
Tore
1 ItalienItalien Roberto Mancini 1982–1997 173
2 ItalienItalien Gianluca Vialli 1984–1992 141
3 ItalienItalien Francesco Flachi 1999–2007 109
4 ItalienItalien Adriano Bassetto 1946–1953 93
5 ItalienItalien Giuseppe Baldini 1946–1950 75
6 ItalienItalien Vincenzo Montella 1996–1999 65
7 ItalienItalien Giancarlo Salvi 1963–1964,
1965–1976
55
8 ItalienItalien Attilio Lombardo 1989–1995 54
9 ItalienItalien SudafrikaSüdafrika Eddie Firmani 1955–1958 53
10 ItalienItalien Sergio Brighenti 1960–1963 50
* = noch bei Sampdoria Genua aktiv

Trainerhistorie[Bearbeiten]

1946–1947 ItalienItalien Giuseppe Galluzzi
1947–1950 ItalienItalien Andrea Stigliano
1950–1951 ItalienItalien Giuseppe Galluzzi
ItalienItalien Gipo Poggi und ItalienItalien Alfredo Foni
1951–1952 ItalienItalien Alfredo Foni
1952–1953 ItalienItalien Gipo Poggi
ItalienItalien Ivo Fiorentini
1953–1954 ItalienItalien Paolo Tabanelli
1954–1955 ItalienItalien Paolo Tabanelli
UngarnUngarn Lajos Czeizler
1955–1956 UngarnUngarn Lajos Czeizler
1956–1957 UngarnUngarn Lajos Czeizler
ItalienItalien Pietro Rava
ItalienItalien Ugo Amoretti
EnglandEngland William Dodgin sr.
1957–1958 EnglandEngland William Dodgin sr.
ItalienItalien Adolfo Baloncieri
1958–1961 ItalienItalien Eraldo Monzeglio
1961–1962 ItalienItalien Eraldo Monzeglio
ItalienItalien Roberto Lerici
1962–1963 ItalienItalien Roberto Lerici
OsterreichÖsterreich Ernst Ocwirk
1963–1964 OsterreichÖsterreich Ernst Ocwirk
1964–1965 OsterreichÖsterreich Ernst Ocwirk
ItalienItalien Giuseppe Baldini
1965–1966 ItalienItalien Giuseppe Baldini
ItalienItalien Fulvio Bernardini
1966–1968 ItalienItalien Fulvio Bernardini
1971–1973 ParaguayParaguay Heriberto Herrera
1973–1974 ItalienItalien Guido Vincenzi
1974–1975 ItalienItalien Giulio Corsini
1975–1977 ItalienItalien Eugenio Bersellini
1977–1978 ItalienItalien Giorgio Canali
1978–1979 ItalienItalien Giorgio Canali
ItalienItalien Lamberto Giorgis
1979–1980 ItalienItalien Lamberto Giorgis
ItalienItalien Lauro Toneatto
1980–1981 ItalienItalien Enzo Riccomini
1981–1982 ItalienItalien Enzo Riccomini
ItalienItalien Renzo Ulivieri
1982–1984 ItalienItalien Renzo Ulivieri
1984–1986 ItalienItalien Eugenio Bersellini
1986–1992 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Vujadin Boškov
1992–1997 SchwedenSchweden Sven-Göran Eriksson
1997–1998 ArgentinienArgentinien César Luis Menotti
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Vujadin Boškov
1998–1999 ItalienItalien Luciano Spalletti
EnglandEngland David Platt und ItalienItalien Giorgio Veneri
ItalienItalien Luciano Spalletti
1999–2000 ItalienItalien Giampiero Ventura
2000–2001 ItalienItalien Luigi Cagni
2001–2002 ItalienItalien Luigi Cagni
ItalienItalien Gianfranco Bellotto
2002–2007 ItalienItalien Walter Novellino
2007–2009 ItalienItalien Walter Mazzarri
2009–2010 ItalienItalien Luigi Delneri
2010–2011 ItalienItalien Domenico Di Carlo
ItalienItalien Alberto Cavasin
2011–2012 ItalienItalien Gianluca Atzori
ItalienItalien Giuseppe Iachini
2012 ItalienItalien Ciro Ferrara
2012–2013 ItalienItalien Delio Rossi
2013– SerbienSerbien Siniša Mihajlović

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sampdoria Genua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. SE N'È ANDATO UN SAMPDORIANO. CIAO E GRAZIE, PRESIDENTE (italienisch), abgerufen am 22. Januar 2013