Samuel Butler (1835–1902)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Samuel Butler
Samuel Butler
„Mesopotamia“, Neuseeland, ca. 1868
„Mesopotamia“, Neuseeland, ca. 1868

Samuel Butler (* 4. Dezember 1835 in Langar bei Bingham, Nottinghamshire; † 18. Juni 1902) war ein englischer Schriftsteller, Komponist, Philologe, Maler und Gelehrter.

Butler studierte in Cambridge und wanderte 1859, nach einem Streit mit seinem Vater, nach Neuseeland aus, wo er Schafe züchtete. Er beschäftigte sich unter anderem mit der Evolutionstheorie von Charles Darwin. Ende des 19. Jahrhunderts entlarvte er in seinem satirischen Roman „Erewhon“ die religiöse und gesellschaftliche Doppelmoral seiner Zeitgenossen als verkehrte Welt. Er blieb in mancherlei Hinsicht ein Außenseiter, auch in seiner Absage an den ungebrochenen Fortschrittsglauben des Viktorianischen Zeitalters. Butler wurde oft mit Swift verglichen und hatte besonders auf Somerset Maugham, D. H. Lawrence, H. G. Wells und James Joyce großen Einfluss. Seiner anfänglichen Bewunderung für Darwin folgte eine spätere Distanzierung; gleichzeitig näherte er sich in späteren Jahren wieder der Kirche an, deren Orthodoxie er jedoch gleichzeitig kritsisierte. Bekannt ist er vor allem durch seine Notizbücher, in denen er oft lustige und kritische Aphorismen zusammentrug.

[Bearbeiten] Werke

  • Alps and Sanctuaries of Piedmont
  • The Life and Letters of Dr. Samuel Butler (Biografie über seinen Großvater, einen englischen Gelehrten)
  • Erewhon (1872 dt. Ergindwon oder jenseits der Berge 1879)
  • Erewon Revisited (1901)
  • The Way of All Flesh (1903; postum)
  • Wollschwein und Tafelsilber = Auswahl aus den Notebooks (2005)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge