Samuel Weiss (Biochemiker)

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Samuel Weiss (* 1955) ist ein kanadischer Biochemiker und Neurophysiologe. Er ist Professor an der University of Calgary in Calgary, Kanada.

Leben[Bearbeiten]

Weiss erwarb 1978 an der McGill University in Montreal, Kanada, einen Bachelor in Biochemie und 1983 an der University of Calgary in Calgary, Kanada, einen Ph.D. in Neurobiologie. Als Postdoktorand arbeitete er am Centre de Pharmacologie-Endocrinologie, einer Einrichtung von CNRS und INSERM in Montpellier, Frankreich, und an der University of Vermont in Burlington, Vermont. 1988 erhielt er eine Professur (Assistant Professor) an der University of Calgary, wo er heute (Stand 2011) ordentlicher Professor für Zellbiologie und Pharmakologie ist.

Wirken[Bearbeiten]

Weiss entdeckte 1985 gemeinsam mit Fritz Sladeczek den metabotropen Glutamatrezeptor, der ein wichtiges Zielobjekt pharmakologischer Forschung zur Entwicklung von Substanzen zur Therapie verschiedener neurologischer Erkrankungen wurde. 1992 entdeckte Weiss in Gehirnen ausgewachsener Säugetiere Stammzellen (neurale Stammzellen). Diese Entdeckung war Grundlage neuer Ansätze zur Therapie von verschiedenen neurologischen Erkrankungen und von Verletzungen des Zentralnervensystems.

Jüngere Arbeiten befassen sich mit zellulären und molekularen Biologie neuraler Vorläuferzellen (siehe Neurogenese). Er erforscht anhand von Tiermodellen der Hirn- und Rückenmarksverletzung die Regulation neuraler Stammzellen und ihre Rolle bei der Funktionswiederherstellung. Darüber hinaus befasst Weiss sich mit der Rolle neuer Nervenzellen bei der Bildung eines „sozialen Gedächtnisses“ bei Versuchstieren (social memory) und mit der autokrinen Regulation des Wachstums von Tumorstammzellen menschlicher Hirntumoren.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ipsen.com; abgerufen am 5. Juni 2011
  2. Samuel Weiss, PhD bei der Gairdner Foundation (gairdner.org); abgerufen am 4. Dezember 2012
  3. Canadian College of Neuropsychopharmacology 2010 Award Winners. J Psychiatry Neurosci. 2010 May; 35(3): 200. PMC 2861137 (freier Volltext)