San Andrés (Teneriffa)

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Gemeinde Santa Cruz de Tenerife: San Andrés
San Andrés
San Andrés
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
San Andrés (Teneriffa) (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische InselnKanarische Inseln Kanarische Inseln
Provinz: Santa Cruz de Tenerife
Insel: Teneriffa
Koordinaten 28° 30′ N, 16° 12′ W28.504505555556-16.193161111111Koordinaten: 28° 30′ N, 16° 12′ W
Fläche: 209,152 km²
Einwohner: 3.512 (2011)INE
Bevölkerungsdichte: 16,79 Einw./km²
Gründung: Guanchen; vor 1494
Postleitzahl: 38120
Nächster Flughafen: Flughafen Teneriffa Nord

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San Andrés ist ein Ort in der Gemeinde Santa Cruz de Tenerife auf der kanarischen Insel Teneriffa. Er liegt im Nordosten der Insel, etwa 10 km von der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife entfernt oberhalb der Küste in den Vorläufern des Anaga-Gebirges. San Andrés hat etwa 4700 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

In Zeiten der Ureinwohner hatte der Ort mehrere Namen: Abicor, Abicoré und Ibaute. Am 16. Januar 1850 wurde der bis dahin eigenständige Ort nach Santa Cruz eingemeindet.[1] Bis 1940 war San Andrés nur auf einem in die Felsen geschlagenen Trampelpfad zu erreichen. Hier fand man bei Ausgrabungen auch eine der bekannten Mumien der Guanchen.[2]

Schloss und Kirche[Bearbeiten]

Ursprünglich existierte hier einmal auch die Festung Castillo de San Andrés (Kastell San Andrés), wovon der 1706 errichtete, mittlerweile allerdings von mehreren Unwettern (1740 und 1896) zerstörte Festungsturm zeugt. Ein Teil der Burg ist noch intakt.[3]

Die Iglesia de San Andrés (Kirche San Andrés) ist eine der ältesten katholischen Kirchen der Kanarischen Inseln mit einer bemerkenswerten Kolonialarchitektur. Sie wurde zwischen 1505 und 1510 gebaut.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Bewohner San Andrés leben noch immer vom Fischfang. Doch der Tourismus hat auch hier zahlreiche Arbeitsplätze am Strand geschaffen, wobei das Dorf selbst ursprünglich geblieben ist. Im Ort selbst gibt es keine Hotels und Pensionen, lediglich einige Appartements sind zu mieten. Spanische Gerichte stoppten 1984 den Bau größerer Touristikanlagen.

1973 schüttete die Verwaltung der Insel diesen dort befindlichen Strand Las Teresitas mit 4 Millionen Säcken Saharasand auf, schuf eine Infrastruktur mit Duschen, Parkplätzen und Imbissbuden. Viele Einwohner der nahe gelegenen Metropole kommen in der Freizeit an diesen Vorzeigestrand, an dem eine vorgelagerte, hafenähnliche Barriere die Brandung dämpft.[5]

Visuelle Impressionen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: San Andrés – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Juan Carlos Cardell Cristellys: La Palma, francesa: y otros artículos sobre el 25 de julio. Ediciones IDEA, 2007, ISBN 978-84-8382-114-5, S. 31.
  2.  David E. Sentinella: El enigma de las momias. Claves históricas del arte de la momificación en las antiguas civilizaciones. Ediciones Nowtilus, 2007, ISBN 978-84-9763-345-1, S. 87f.
  3. Irene Börjes: Teneriffa. Michael Müller- Verlag, Erlangen 2002, ISBN 3-923278-36-5, S. 215.
  4. Historia ampliada de la Iglesia de San Andrés. Gobierno de Canarias
  5. Teneriffa-Bd.323, Verlag HB Bildatlas, ISBN 3-616-06582-8, S. 31, 34