San Diego Chargers

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San Diego Chargers
Gegründet 1960
Spielen in San Diego, Kalifornien
Helm der San Diego Chargers
Logo der San Diego Chargers
Helm Logo
Liga

American Football League (1960–1969)

  • Western Division (1960–1969)

National Football League (1970–heute)

Aktuelle Uniformen
AFCW-Uniform-SD.PNG
Teamfarben Blau, Gold, Weiß
Teamlied San Diego Super Chargers
Personal
Besitzer Alex Spanos
Vorsitzender Dean Spanos
General-Manager Tom Telesco
Head Coach Mike McCoy
Teamgeschichte
  • Los Angeles Chargers (1960)
  • San Diego Chargers (1961–heute)
Spitznamen
Bolts, Super Chargers
Erfolge
NFL-Gewinner (1)
  • AFL Championships (1)
    1963


Conference-Sieger (1)
  • AFC: 1994
Division-Sieger (14)
  • AFL West: 1960, 1961, 1963, 1964, 1965
  • AFC West: 1979, 1980, 1981, 1992, 1994, 2004, 2006, 2007, 2008, 2009
Play-off-Teilnahmen (18)
  • AFL: 1960 (noch als Los Angeles Chargers) , 1961, 1963, 1964, 1965
  • NFL: 1979, 1980, 1981, 1982, 1992, 1994, 1995, 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2013
Stadien


Die San Diego Chargers sind ein American-Football-Team der US-amerikanischen National Football League (NFL) aus San Diego, Kalifornien. Sie spielen in der Western Division der American Football Conference (AFC).

Die Chargers wurden im Jahr 1960 gegründet und ist ein Gründungsmitglied der American Football League (AFL). Das Team spielte ihre erste Saison in Los Angeles, Kalifornien. Ein Jahr später zog die Mannschaft nach San Diego um.[1] Die San Diego Chargers tragen ihre Heimspiele im Qualcomm Stadium aus. Seit 1994 sind die Chargers, das einzige NFL-Team in Südkalifornien.

Im Jahr 1963 gewann die Mannschaft erstmals die American Football League. Zudem konnten die Chargers fünfmal die AFL-Playoffs erreichen und wurden dabei vier mal Meister ihrer Division bevor das Team im Rahmen der Fusion der American Football League und der National Football League in die NFL wechselte.[1] In ihren 43 Jahren der Zugehörigkeit erreichte die Mannschaft der Chargers dreizehn Mal die Playoffs und spielten vier Mal im Finale der AFC-Meisterschaft.[1] 1994 spielten die Chargers gegen die San Francisco 49ers um den Super Bowl XXIX und verloren das Spiel am Ende mit 49 zu 26.

Sechs Spieler und ein Coach schafften es in die Pro Football Hall of Fame: Wide Receiver Lance Alworth (1962–1970), Defensive End Fred Dean (1975–1981), Quarterback Dan Fouts (1973–1987), Wide Receiver Charlie Joiner (1976–1986), Offensive Lineman Ron Nix (1960–1969), Tight End Kellen Winslow (1979–1987) und Coach Sid Gillman (1960–1969, 1971).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

1959–1969: Gründung und Anfänge in der AFL[Bearbeiten]

Die San Diego Chargers wurden im Jahr 1959 als eines von sieben weiteren Teams gegründet. Ein Jahr später wurde die American Football League gegründet, bei dessen Gründung die Chargers involviert waren. Die erste Saison trug die Mannschaft in Los Angeles aus, ehe das Team ein Jahr später nach San Diego übersiedelte.[1] Der erste Besitzer der Chargers war Barron Hilton, Sohn von Conrad Hilton, dem Gründer der Hilton Hotels.[1]

Laut der Seite der Pro Football Hall of Fame erhielt der Verein seinen Namen, als Barron Hilton die Lizenz für eine AFL-Franchise in Los Angeles erhielt, nachdem dieser von dem damaligen General Manager den Namen vorgeschlagen wurde. Nachdem die Chargers ihre erste Saison im Jahr 1960 in Los Angeles absolvierte zog das Team nach San Diego um.[1] Zwischen 1961 und 1966 trug das Team seine Heimspiele im Balboa Stadium im Balboa Park aus, ehe die Mannschaft in das Qualcomm Stadium umzog, wo bis heute die Heimspiele ausgespielt werden. Die ersten Jahre der Chargers wurden hauptsächlich Wide Receiver Lance Alworth, welcher in seiner 11-jährigen Profi-Karriere 543 Receptions und 10.266 Yards erreichte, geprägt. Er erreichte in 96 Spielen hintereinander mindestens eine Reception, was einen langjährigen Rekord im Profi-Football darstellt.

Zwischen der Gründung der AFL im Jahr 1960 und der Fusion mit der NFL zehn Jahre später, war Sid Gillman, der zu seinen Zeiten als Trainer als Wegbereiter des modernen offensiven Spiels galt, als Headcoach der Chargers aktiv.[1][3] Gillman wurde später in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen. Mit Spielern wie Paul Lowe, Keith Lincoln, John Hadl und eben Alworth gewannen die San Diego Chargers fünfmal in ihrer Division in den ersten sechs Jahren, darunter sogar den AFL-Titel durch einen 50-zu-10-Erfolg gegen die Boston Patriots im Jahr 1963.[1][4] Im August 1966 verkaufte Hilton die Chargers an ein Unternehmen, dass von Eugene V. Klein und Sam Schulman geleitet wurde.[5] Im folgenden Jahr lieferte sich das Team ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit anderen Mannschaften der länger existierenden NFL. Am 29. September 1969 besiegte das Team den Super-Bowl-III-Gewinner Detroit Lions vor einer Rekordkulisse von 54,042 Zuschauern mit 34 zu 27.[1] Im gleichen Jahr musste Gillman krankheitsbedingt seinen Platz als Coach der Chargers zugunsten von Charlie Waller räumen. Waller war bis dahin Trainer der Offensive. Gillman kehrte später als General Manager zurück.[1]

1970–1978: Erste Jahre nach der Fusion[Bearbeiten]

Im Zuger der Fusion beider American-Football-Ligen, der AFL und der NFL, wurde San Diego in die AFC West Division zugeordnet.[5][6] Danach hatte das Team mit harten Zeiten zu kämpfen: Gillman, welcher als General Manager zu den Chargers zurückkehrte, trat 1971 zurück und viele Spieler, welche das Spiel der Mannschaft prägte erklärten ihren Rücktritt oder wurden verkauft.[7] Auch die Verpflichtung von gestandenen Profispielern wie Deacon Jones oder Johnny Unitas konnten den freien Fall des Teams nicht abwenden, zumal diese Spieler ihren Zenit bereits überschritten hatten.[8][9] Zwischen 1970 und 1978 belegte das Team entweder den dritten oder den letzten Platz ihrer Division.

Die Saison 1978 wurde von einem Skandalspiel zwischen den Oakland Raiders und den Chargers, welches die Fans der Mannschaft als „Holy Roller“ bezeichnen, geprägt.[10] Am 10. September 1978 traten die Chargers bei den Raiders im Jack Murphy Stadium an. Zehn Sekunden vor Spielende stand es 20 zu 10 für die Chargers, als Raiders-Quarterback Ken Stabler, der mit einem Sack durch den Linebacker Woodrow Love bedroht war, den Ball durch einen Fumble in die Endzone der Chargers beförderte. Raiders-Runningback Pete Banaszak konnte den Ball nicht erreichen. Auch Tight End Dave Casper konnte den Ball nicht erwischen, sodass er diesen in die Endzone kickte und zeitgleich in den Touchdown-Bereich viel. Durch einen Extra-Punkt per Field Goal durch Errol Man gewannen die Raiders das Spiel mit einem Punkt Vorsprung.[10] Durch dieses Spiel wurde später Incomplete Pass und Intentional Grounding ins NFL-Regelwerk eingeführt.[10]

1979–1988: Fouts-Ära und „Air Coryell“[Bearbeiten]

Kellen Winslow im Jahr 2008.

Ein Wendepunkt für die Chargers stellte die Saison 1979 dar. Quarterback Dan Fouts stellte durch sein Passpiel mit 300-Yark-Raumgewinn in vier aufeinanderfolgenden Spielen einen zwischenzeitlichen NFL-Rekord auf.[7] Zu dieser Zeit war Don Coryell Coach der Chargers. „Air Coryell“ wurde die Offense – bestehend aus Dan Fouts, Tight End Kellen Winslow und den beiden Wide Receivers John Jefferson und Charlie Joiner – der Chargers genannt.

Durch einen klaren 35-zu-0-Erfolg im entscheidenden Spiel gegen New Orleans Saints konnten die Chargers erstmals nach 14 Jahren – und zum ersten Mal nach der Fusion der beiden Ligen AFL und NFL – die Vorplayoffs erreichen.[7] Am 17. Dezember 1979 gewann die Mannschaft mit 17 zu 7 gegen die Denver Broncos und erreichten damit die Playoffs.[7] In der ersten Runde der Playoffs schieden die Chargers gegen die Houston Oilers aus. In der Halbzeit des Pro Bowl im Jahr 1970 wurde Ron Mix als zweiter Profi des Teams mit einem Platz in der Pro Football Hall of Fame ausgezeichnet.[7]

1980 verpflichteten die San Diego Chargers Runningback Chuck Muncie von den New Orleans Saints. Fouts stellte beim 44-zu-7-Erfolg gegen die New York Giants mit 444 gewonnenen Yards durch sein Passspiel einen internen Klubrekord auf.[11] Durch einen Sieg gegen die Pittsburgh Steelers konnte das Team seinen zweiten Division-Titel mit einem Schnitt von 11 Siegen zu 5 Niederlagen erringen. In den Playoffs konnten die Buffalo Bills geschlagen werden, allerdings verlor das Team danach das Conference-Finale gegen den späteren Super-Bowl-Sieger Oakland Raiders. 1981 schafften die Chargers ihren dritten Division-Titel in Folge mit einem Schnitt von 10 Siegen zu 6 verlorenen Spielen. John Jefferson wurde vor Beginn der Saison mit Wes Chandler von den Green Bay Packers getauscht.[12] Defensivspieler Dean wurde aufgrund von vertragsinternen Konflikten an die San Francisco 49ers weitergegeben.[13] Der Abgang Deans war es schließlich, welche die Super-Bowl-Ambitionen der Chargers platzen lies. Das Divisions-Playoffspiel gegen die Miami Dolphins ging mit einem Endstand von 41 zu 38 zugunsten der Chargers als Spiel mit den meist erzielten Punkten in die NFL-Geschichte ein.[14] Das AFC-Finale verloren die Chargers gegen den späteren Super-Bowl-Sieger Cincinnati Bengals mit 27 zu 7. Das Spiel fand bei einer Außentemperatur von 9 Grad Celsius unter Null statt.[15] Das Gesuch des Chargers-Besitzers Eugeune Klein ließ die NFL vorab abblitzen.

Aufgrund eines Spielerstreiks wurde die Pre Season 1982 verkürzt ausgespielt. Für die Chargers stellten die Erfolge gegen die letzten beiden Super-Bowl-Sieger aus San Francisco und Cincinnati die sportlichen Highlights der Regular Season dar.[11] San Diego erreichte erneut die Playoffs, allerdings war nach einem Erfolg gegen die Steelers und einer Niederlage gegen die Dolphins Schluss. Zwischen 1983 und 1991 sollte die Mannschaft kein Playoff mehr erreichen. 1984 verkaufte Eugene Klein die Chargers an Alex Spanos.[12] Im Zuge des Verkaufs wurden Gary Johnson und Louie Kelcher an die San Francisco 49ers abgegeben, wo sie auf die beiden ehemaligen Chargers-Spieler Fred Dean und Billy Shields trafen.[12] Nach der Saison 1988 gab Dan Fouts nach 15 Jahren als Profi sein Karriereende bekannt.[11]

1989-1995: Einzug in den Super Bowl[Bearbeiten]

1989 wurde Dan Henning als achter Headcoach in der Geschichte der Chargers verpflichtet.[11] Henning war in seiner Profikarriere bereits Quarterback bei den Chargers und später Assistent bei den Washington Redskins, sowie Headcoach bei den Atlanta Falcons.[11] Aber auch in seiner dreijährigen Amtszeit als Coach der Chargers konnte Henning keinen Erfolg verbuchen, sodass dieser 1992 durch Bobby Beathard ersetzt wurde. Die Chargers erhielten durch einen Tausch mit den Washington Redskins den Quarterback Stan Humphries.[16] Nach vier verlorenen Spielen schaffte das Team eine Siegesserie von elf Spielen und gewannen so den Division-Titel. In der ersten Playoff-Runde bezwangen die San Diego Chargers die Kansas City Chiefs und schieden dann gegen die Dolphins aus.[16] 1993 wurde die Mannschaft mit einem verhältnis von 8 Siegen und 8 Niederlagen Letzter in ihrer Division.[16]

1994 schaffte das Team den bisher einzigen Einzug in den Super Bowl. Dort spielten sie gegen die San Francisco 49ers. Die Saison startete für die Chargers mit einer Siegesserie von sechs Spielen. Am Ende der Regular Season standen elf Erfolge und fünf Niederlagen zu Buche. Im Spiel gegen die Seattle Seahawks gelangen Quarterback Humphries und Wide Receiver Tony Martin mit einem 99-Yard-Touchdown beim 27-zu-10-Erfolg erfolg der Chargers ein NFL-Rekord. In den Playoffs setzte sich das Team aus Südkalifornien jeweils knapp gegen die Dolphins und den Steelers durch. Im Super Bowl verloren die Chargers gegen die 49ers mit 49 zu 26. Die darauffolgende Saison verlief ernüchternd. Nur dank einer Siegesserie in den letzten fünf Spielen der Regular Season schaffte man den Sprung in die Playoff-Vorrunde. Dort unterlag man den Indianapolis Colts mit 35 zu 20.[17]

1996–2003: Erneute Jahre im Mittelmaß[Bearbeiten]

Die Chargers haben 2001 den Runningback LaDainian Tomlinson gedrafted.

Die Saison 1996 war von einem tragischen Unfall überschattet: Running Back Rodney Culver und seine Frau starben bei einem Flugzeugabsturz in den Florida Everglades.[16] Culver war der zweite Spieler, welcher während seiner aktiven Zeit bei den Chargers starb. Nur elf Monate vor Culvers tödlichen Unfall verunglückte David Griggs bei einem Autounfall.[16] Beathard, welcher den Posten des sportlichen Direktors in den 1990er-Jahren von Steve Ortmayer übernahm, wählte während des Drafts in der Saison 1998 Quarterback Ryan Leaf aus, nachdem die Indianapolis Colts in der ersten Draftrunde Peyton Manning auswählten. Nach einem Konflikt zwischen Beathard und Ross führte 1997 zu dessen Entlassung als Headcoach.[16] Kevin Gilbride, der zuvor die Jacksonville Jaguars betreute, wurde als neuer Trainer vorgestellt. Die Saison 1998 endete mit einem Verhältnis von 5 zu 11 ernüchternd.

Gilbride musste gehen und wurde durch June Jones ersetzt. Dieser blieb allerdings nur ein Jahr und wechselte an die University of Hawaii. Mike Riley von der Oregon State University übernahm den Posten des Headcoaches der Chargers.[16] Leaf, welcher 1998 von den Chargers gedrafted wurde, verließ die Chargers nach wenigen Saisons wieder.[12] Grund dafür waren Kontroversen zwischen zwischen ihm, dem Management, der Presse-Abteilung des Teams und seinen Mitspielern.[12] Sein Draft wurde später als schlechtester Draft in der Historie des Pro Footballs bezeichnet.[12] Im Jahr 2000 wurde Quarterback Jim Harbaugh von den Baltimore Ravens verpflichtet. Beathard trat im April des gleichen Jahres zurück und wurde im Januar 2001 durch durch den früheren Manager der Buffalo Bills, John Butler, ersetzt.[18] Zwischen 1996 und 2003 hatten die Chargers die Saison mit einem Verhältnis von .500 oder schlechter beendet.[19] 2003 beendete man die Saison mit einem Verhältnis von 0.250 (entspricht ein Verhältnis von 4 Siegen zu 12 Niederlagen) als Gesamtletzter. Auch die zwischenzeitlichten Verpflichtungen von Runningback LaDainian Tomlinson und Quarterback Drew Brees konnten die Talfahrt der Chargers zunächst nicht stoppen. Butler erlag 2003 an Krebs und A.J. Smith nahm dessen Posten als sportlichen Manager des Teams ein.

2004–2008: Zweites Conference-Finale und Playoff-Teilnahmen[Bearbeiten]

2004 drafteten die Chargers Eli Manning, tauschten ihn aber gegen Philip Rivers, welcher in der dritten Draftrunde von den New York Giants ausgewählt wurde. Manning sagte über seinen Agenten, dass er nicht für San Diego spielen wolle.[20] Zu diesem Zeitpunkt betreute Marty Schottenheimer die Chargers.[18] Die Saison konnte nach neun Jahren endlich wieder positiv abgeschlossen werden. Nach den ersten sechs Spielen stand zwar lediglich nur drei Siege zu Buche, jedoch konnte das Team die restlichen Spiele der Regular Season fast allesamt für sich entscheiden, sodass am Ende 12 Spiele gewonnen werden konnten. Die Chargers schlossen ihre Division als Tabellenführer ab, mussten jedoch aufgrund der schlechteren Ergebnisse gegenüber den Teams aus den anderen Conferences in die Vorplayoffs gehen. Dort verlor San Diego gegen die New York Jets und verpasste damit den Einzug in die Conference-Runde.

Die darauffolgende Saison indes beendete die Mannschaft nach durchwachsenen Leistungen als Dritter ihrer Division und verpassten so den Einzug in die Post-Season. Vier der ersten sieben Spiele gingen verloren. Eine Serie von fünf Siegen in Folge konnte den verpatzten Start in die Saison nicht mehr wett machen, zumal die letzten beiden Partien gegen die Kansas City Chiefs und den Denver Broncos deutlich verloren wurden. Nach einer ebenfalls durchwachsenen Vorsaisonphase bei denen zwei von vier Spielen verloren wurden, schafften die Chargers in der Saison 2006 vier der ersten sechs Spiele erfolgreich zu beenden. Nach Niederlagen gegen die Baltimore Ravens und erneut gegen Kansas City, gewannen die San Diego Chargers zehn Spiele in Folge. Trotz eines Verhältnisses von 14 zu 2 Siegen musste die Mannschaft in die Vorplayoffs. Dort unterlagen die Chargers abermals, dieses mal gegen die New England Patriots. Trotz dieser hervorragenden Regular Season wurde Schottenheimer durch Norv Turner als Trainer ersetzt. Der Start in die Saison 2007 verlief erneut nicht gut. In den ersten vier Spielen gelang dem Team lediglich ein Sieg gegen die Chicago Bears in der ersten Woche. Nach drei Niederlagen gegen die Patriots, den Packers und den Chiefs, konnten drei Spiele siegreich absolviert werden. Am Ende der Regular Season standen 11 zu 5 gewonnene Spiele auf dem Konto und San Diego zog erneut als Division-Sieger in die Vorplayoffs ein. Dort bezwang die Mannschaft die Tennessee Titans deutlich. Auch das Playoff-Spiel gegen Indianapolis Colts konnte gewonnen werden, womit San Diego erstmals seit 1994 wieder in einem Conference-Finale stand. Dort jedoch, waren es erneut die Patriots, die die Saison der Chargers beendeten. Die zweite Saison unter Turner verließ in der Regular Season weniger erfolgreich. Zwar wurde die Division als Erstplatzierter vor den Denver Broncos abgeschlossen, allerdings mussten die Chargers aufgrund eines Verhältnisses von 8 zu 8 Siegen in die Vorplayoffs spielen. Dort gewann man erneut gegen die Colts, ehe in der Vorschlussrunde der AFC-Meisterschaft gegen die Pittsburgh Steelers Schluss war.

2009 konnten erneut die Playoffs erreicht werden. In den ersten fünf Spielen verloren die Chargers gegen die Baltimore Ravens, die Denver Broncos und die Pittsburgh Steelers. Danach konnte die Mannschaft alle Spiele gewinnen, sodass der abermalige Gewinn in der Division feststand. Dieses Mal starteten die San Diego Chargers direkt in der K.O.-Runde, unterlagen dort jedoch den New York Jets. Nach zehn Jahren als Runningback für San Diego wechselte LaDainian Tomlinson zur Saison 2010 zu den New York Jets. Tomlinson, welcher zwischen 2000 und 2009 bei den Chargers aktiv war, schaffte es als erste Spieler der Chargers innerhalb einer Saison mehr als 2.000 Yards zu erlaufen. In der NFL-Historie gelangen dies sieben Spieler vor ihm. Er schaffte es als erster Spieler der NFL-Geschichte innerhalb einer Saison 100 Pässe erfolgreich zu fangen.

2009–2012: Ende der Norv Turner/AJ Smith-Ära[Bearbeiten]

Die erste Saison nach dem Wechsel von LaDainian Tomlinson verlief sehr durchwachsen. Von den ersten sieben Spielen gingen fünf verloren. Aus den übrigen neun Partien wurden zwar nur zwei verloren, dennoch wurde San Diego 2010 lediglich Zweiter in ihrer Division und verpassten damit erstmals seit 2004 den Einzug in die Playoffs. 2011 startete die Mannschaft mit 4 Siegen aus den ersten 5 Begegnungen. Danach folgte eine Serie von sechs Spielen, die San Diego verlor. Am Ende der Saison standen 8 Siege und 8 Niederlagen auf dem Konto der Chargers. Erneut wurde das Team nur Zweiter, hinter den Denver Broncos, und abermals wurde der Playoff-Einzug verpasst.

Auch 2012 wurde San Diego lediglich Zweiter ihrer Division und erneut zogen die Broncos in die Playoff-Runde ein. In den ersten vier Spielen gewann San Diego zwar drei, danach konnte das Team lediglich nur eines der folgenden acht Partien gewinnen. Durch das Verpassen der Playoffs im dritten Jahr nacheinander wurden Trainer Norv Turner und Manager A.J. Smith zum Jahreswechsel entlassen.[21] Am 21. Oktober 2012 kam es zu einer Kontroverse als ein Linienrichter verbotene Substanzen auf den Handtüchern der Chargers-Spieler bemerkt haben will. Den Chargers drohte aufgrunddessen der Verlust eines Draft-Platzes und der Ausschluss aus der restlichen Saison.[22] Am 7. November 2012 gab die Liga zwar bekannt, dass die Spieler keine verbotenen Mittel zu sich genommen haben, dennoch musste der Verein eine Strafe von 20.000 US-Dollar bezahlen.[23]

Seit 2013: Eine neue Ära[Bearbeiten]

Am 9. Januar 2013 wurde der ehemalige Manager der Indianapolis Colts, Tom Tolesco, als neuer sportlicher Direktor der San Diego Chargers präsentiert.[24] Sechs Tage später, am 15. Januar, wurde Mike McCoy, der ehemalige Offensive-Trainer der Denver Broncos, als neuer Trainer der Mannschaft vorgestellt. Während des Drafts wurden D.J. Fluker, Manti Te'o und Keenan Allen in den ersten drei Runden ausgewählt.[25]

Trotz eines Siegverhältnisses von 9:7 und einem dritten Platz in der Division schaffte die Mannschaft es als sechstbestes Team in die Playoffs. Dort konnten die Cincinnati Bengals besiegt werden und die Chargers erreichten somit die Divisional Playoffs wo sie den Denver Broncos im Sports Authority Field at Mile High mit 24 zu 17 unterlagen.[26]

Während des Drafts für die Saison 2014 wurden Jason Verrett, Jeremiah Attaochu und Chris Watt ausgewählt. Im Mai 2014 wurde die Verpflichtung des Runningbacks Branden Oliver bekanntgegeben, welcher im Draft nicht gewählt wurde.[27] Oliver gelangen im Spiel gegen die New York Jets seine ersten beiden Touchdowns seiner Karriere. Zudem wurden mit Donald Butler, Chad Rinehart und Darrell Stuckey drei Spieler unter Vertrag genommen, welche in der Vergangenheit bereits für die Chargers aktiv waren. Derek Cox und Donald Brown wurden als Free Agent verpflichtet. Das erste Spiel gegen die Arizona Cardinals verlor San Diego mit einem Punkt Unterschied. Es folgten fünf gewonnene Spiele in Serie gegen die Seattle Seahawks, die Buffalo Bills, die Jacksonville Jaguars, die New York Jets und die Oakland Raiders. Gegen Jacksonville und New York gewannen die Chargers mit 33 zu 14 bzw. 31 zu 0 deutlich. Erst im sechsten Spiel verlor das Team gegen die Kansas City Chiefs, die erstmals seit 2007 wieder in San Diego gewinnen konnten.

Vertreter in der Hall of Fame[Bearbeiten]

San Diego Chargers - Hall of Fame
Nr. Spieler Position Zeitraum
19 Lance Alworth WR 1962–1970
71 Fred Dean DE 1975-81
14 Dan Fouts QB 1973–1987
- Sid Gillman Head Coach 1960-71
18 Charlie Joiner WR 1976-86
75 Deacon Jones DE 1972-73
89 John Mackey TE 1972
74 Ron Mix OT 1960-69
19 Johnny Unitas QB 1973
80 Kellen Winslow TE 1979-87

Nummern die nicht mehr vergeben werden[Bearbeiten]

San Diego Chargers
Nr. Spieler Position Zeitraum
14 Dan Fouts QB 1973 – 1987
19 Lance Alworth WR 1962 – 1970
55 Junior Seau LB 1990 – 2002

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der San Diego Chargers

Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebacker

Defensive Backs

Special Teams

Reserveliste

  • derzeit unbesetzt

Unrestricted FAs

Rookies in kursiver Schrift
Roster Stand: 21. Mai 2014
Depth ChartTransaktionen

89 Aktive, 0 Inaktive, 3 FAs, 1 Unsigned

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten]

# Name Zeitraum Regular Season Postseason
Spiele Siege Niederlagen Unentschieden Spiele Siege Niederlagen
Los Angeles Chargers
1 Sid Gillman 1960–1969 140 86 48 6 5 1 4
San Diego Chargers
2 Charlie Waller 1969–1970 19 9 7 3
3 Sid Gillman 1971 10 1 9 0
4 Harland Svare 1971–1973 26 7 17 2
5 Ron Waller 1973 6 1 5 0
6 Tommy Prothro 1974–1978 60 21 39 0
7 Don Coryell 1978–1986 125 69 56 0 7 3 4
8 Al Saunders 1986–1988 39 17 22 0
9 Dan Henning 1989–1991 48 16 32 0
10 Bobby Ross 1992–1996 80 47 33 0 6 3 3
11 Kevin Gilbride 1997–1998 22 6 16 0
12 June Jones 1998 10 3 7 0
13 Mike Riley 1999-2001 48 14 34 0
14 Marty Schottenheimer 2002–2006 80 47 33 0 2 0 2
15 Norv Turner 2007–2012 64 41 23 0 6 3 3
16 Mike McCoy seit 2013 0 0 0 0 0 0 0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: San Diego Chargers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Chronology (Version vom 12. Februar 2009 im Internet Archive) Chargers.com. Accessed 29 July 2007.
  2. Hall of Famers by Franchise (Version vom 28. März 2009 im Internet Archive) Pro Football Hall of Fame. Accessed 29 July 2007.
  3. SID GILLMAN Pro Football Hall of Fame. Accessed 29 July 2007.
  4. Chargers Hall of Fame (Version vom 9. Mai 2008 im Internet Archive) Chargers.com. Accessed 29 July 2007.
  5. a b NFL History: 1961–1970 NFL.com. Accessed 29 July 2007.
  6. NFL Franchise Year-by-Year Genealogy (Version vom 6. März 2009 im Internet Archive) Football.com. Accessed 29 July 2007.
  7. a b c d e Chronology 1970–1979 (Version vom 11. Oktober 2007 im Internet Archive) Chargers.com. Accessed 29 July 2007.
  8. Deacon Jones – 'Secretary Of Defense' NFLPlayers.com. Accessed 29 July 2007.
  9. Fehler beim Aufruf der Vorlage:cite web: Die Parameter url und title müssen vorhanden sein.Frank Litsky: The New York Times. 12. September 2002. Abgerufen am 24. Juni 2014.
  10. a b c Inside the 'Holy Roller' play NFL.com. Accessed 29 July 2007.
  11. a b c d e Chronology 1980–1989 (Version vom 9. März 2009 im Internet Archive) Chargers.com. Accessed 29 July 2007.
  12. a b c d e f Say It Ain't So: San Diego Chargers Sports Illustrated. Accessed 4 August 2007.
  13. Bernie Wilson: Charger-turned-Niner Fred Dean answers Hall's call. In: USA Today, 31 July 2008. Abgerufen am 3. November 2008. 
  14. 1981 Chargers/Dolphins Playoff Game Honored (Version vom 30. März 2009 im Internet Archive) Chargers Stats. Accessed 29 July 2007.
  15. Freezer Bowl (Version vom 6. August 2012 im Internet Archive) Referee. Accessed 29 July 2007.
  16. a b c d e f g Chronology 1990–1999 (Version vom 6. Januar 2009 im Internet Archive) Chargers.com. Accessed 29 July 2007.
  17. SAN DIEGO CHARGERS 1995 ROSTER (Version vom 7. April 2008 im Internet Archive) Chargers-Stats. Accessed 4 August 2007.
  18. a b Chronology 2000– (Version vom 27. März 2009 im Internet Archive) Chargers.com. Accessed 29 July 2007.
  19. Chargers teams by years (Version vom 6. April 2008 im Internet Archive) Chargers-Stats. Accessed 4 August 2007.
  20. Dave Goldberg: NBC Sports: NFL draft scripted nicely by Manning (Version vom 11. Oktober 2012 im Internet Archive)
  21. Norv Turner, A.J. Smith fired. In: ESPN.com, 1. Januar 2013. Archiviert vom Original am 2. Januar 2013. 
  22. NFL investigating Chargers. ESPN. Abgerufen am 23. Oktober 2012.
  23. Chargers fined $20K by NFL for concealing towel usage. In: National Football League. 7. November 2012. Abgerufen am 7. November 2012.
  24. Tom Telesco to be Named General Manager
  25. Chargers hire Mike McCoy. In: ESPN.com. Abgerufen am 15. Januar 2013. 
  26. Chargers@Broncos , Divisional Round (englisch) ProfootballFocus.com, Abgerufen am 21. Oktober 2014
  27. Ricky Henne: chargers.com: Chargers Sign RB Branden Oliver