San Pedro de Tiquina

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San Pedro de Tiquina
Blick auf San Pedro de Tiquina und die Straße von Tiquina
Blick auf San Pedro de Tiquina und die Straße von Tiquina
Basisdaten
Einwohner (Stand) 694 Einw. (Volkszählung 2012)
Höhe 3846 m
Postleitzahl 02-1702-0100-1001
Telefonvorwahl (+591)
Koordinaten 16° 13′ S, 68° 51′ W-16.224444444444-68.8511111111113846Koordinaten: 16° 13′ S, 68° 51′ W
San Pedro de Tiquina (Bolivien)
San Pedro de Tiquina
San Pedro de Tiquina
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Manco Kapac
Klima
Klimadiagramm Copacabana
Klimadiagramm Copacabana
Überquerung der Straße von Tiquina bei San Pedro de Tiquina

San Pedro de Tiquina ist eine Ortschaft im Departamento La Paz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

San Pedro de Tiquina ist zentraler Ort des Landkreises (bolivianisch: Municipio) San Pedro de Tiquina in der Provinz Manco Kapac. Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von 3846 m am Südwestufer der 800 m breiten Straße von Tiquina, die Nord- und Südteil des Titicaca-See miteinander verbindet.

Geographie[Bearbeiten]

San Pedro de Tiquina liegt auf dem bolivianischen Altiplano zwischen den Anden-Gebirgsketten der Cordillera Occidental im Westen und der Cordillera Central im Osten. Die Region weist ein ausgeprägtes Tageszeitenklima auf, bei der die mittleren täglichen Temperaturschwankungen deutlicher ausfallen als die mittleren jahreszeitlichen Schwankungen.

Die Jahresdurchschnittstemperatur der Region liegt bei etwa 8 °C (siehe Klimadiagramm Copacabana), die Monatswerte schwanken nur unwesentlich zwischen knapp 6 °C im Juni/Juli und 10 °C im November/Dezember. Der Jahresniederschlag beträgt etwa 700 mm, die Monatsniederschläge liegen zwischen unter 10 mm in den Monaten Juni und Juli und 150 mm im Januar und Februar.

Verkehrsnetz[Bearbeiten]

San Pedro de Tiquina liegt in einer Entfernung von 107 Straßenkilometern nordwestlich von La Paz, der Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos.

Von La Paz führt die asphaltierte Fernstraße Ruta 2 in nordwestlicher Richtung über Huarina nach San Pablo de Tiquina, überquert hier die Straße von Tiquina nach San Pedro de Tiquina und führt weiter vierzig Kilometer bis Copacabana und von dort noch einmal acht Kilometer bis Khasani an der peruanischen Grenze.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Ortschaft ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa ein Fünftel zurückgegangen:

Jahr Einwohner Quelle
1992 874 Volkszählung[1]
2001 839 Volkszählung[2]
2012 694 Volkszählung[3]

Aufgrund der historischen Bevölkerungsentwicklung weist die Region einen hohen Anteil an Aymara-Bevölkerung auf, im Municipio San Pedro de Tiquina sprechen 92,5 Prozent der Bevölkerung die Aymara-Sprache.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

San Pedro ist wichtigster Stützpunkt der bolivianischen Marine, die seit dem Salpeterkrieg der Jahre 1979 bis 1884 mit Chile keinen direkten Zugang mehr zum Pazifischen Ozean hat. Die Basis in San Pedro ist daher Stützpunkt für die Übungen der bolivianischen Flotte auf dem Titicaca-See.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 1992
  2. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2001
  3. INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2012
  4. INE-Sozialdaten 2001 (PDF; 12,2 MB)
  5. Trockenübungen auf dem Titicacasee in FAZ vom 23. Juni 2014, Seite 3

Weblinks[Bearbeiten]