San Quirico d’Orcia

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San Quirico d’Orcia
Wappen
San Quirico d’Orcia (Italien)
San Quirico d’Orcia
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Siena (SI)
Koordinaten: 43° 4′ N, 11° 36′ O43.06666666666711.6409Koordinaten: 43° 4′ 0″ N, 11° 36′ 0″ O
Höhe: 409 m s.l.m.
Fläche: 42 km²
Einwohner: 2.672 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einw./km²
Postleitzahl: 53027
Vorwahl: 0577
ISTAT-Nummer: 052030
Schutzpatron: San Quirico e Giulitta (16. Juni)
Website: San Quirico d’Orcia

San Quirico d’Orcia ist eine Stadt mit 2672 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Toskana in der Provinz Siena. Sie ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Portalanlagen.

Geografie[Bearbeiten]

Lage von San Quirico d’Orcia in der Provinz Siena

Der Ort erstreckt sich über 42 km². Er liegt etwa 35 km südöstlich von Siena und ca. 80 km südöstlich von Florenz. Durch das Ortsgebiet fließen die Flüsse Orcia und Asso.

Zu seinen Ortsteilen zählen Bagno Vignoni und Vignoni.

Die Nachbargemeinden sind Castiglione d’Orcia, Montalcino, Pienza und San Giovanni d’Asso.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Collegiata-Kirche[Bearbeiten]

Collegiata-Kirche von San Quirico d’Orcia

Die Collegiata-Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Beachtenswert ist das große Seitenportal aus der Werkstatt Giovanni Pisanos des ausgehenden 13., beginnenden 14. Jahrhundert: auf Löwen stehende Atlanten tragen eine kurze Vorhalle. Hier ist zu spüren, dass Giovanni in den französischen Kronlanden zur Zeit der Hochgotik künstlerisch erzogen wurde und dass er diese Prinzipien offenbar wirkungsvoll an seine Schüler weitervermittelt hat. Eine Ahnung des gotischen Faltenwurfs ist auch hier spürbar. Der ganze Aufbau des Portals ist gotisch.

Das ist auch am typisch gotischen Dekorationsband zu erkennen, das sich an den französischen Kathedralfassaden in der Höhe der Kapitelle der Ecksäulen über die ganze Portalzone zu beiden Seiten hinzieht.

Wesentlich älter ist das Westportal aus dem 12. Jahrhundert, das sichtbar stark restauriert wurde. Die beiden Knotensäulen rechts und links außen haben, wie immer in solchen Fällen, die Funktion, Unheil abzuwehren. Besonders interessant ist der Türsturz, auf dem zwei geflügelte Fabelwesen sich kämpfend gegenüber stehen. Hier wurden Elemente verschiedener Tiere zusammengezogen, und zwar die eines Drachen, einer Schlange, eines Krokodils, die Schuppen eines Fisches und die Flügel eines Vogels. Solche Mischwesen gehören eigentlich nicht in die italienische Kunst. Warum sie sich ausgerechnet hier finden, kann damit zusammenhängen, dass der Ort im Mittelalter an der Via francigena lag und im 12. Jahrhundert Sitz eines staufischen Vikars gewesen ist.

Ein nicht weit entfernter Ort mit einer ähnlichen nordischen Thematik ist die Abtei Sant'Antimo.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Toman, Rolf (Hrsg.): Die Kunst der Romanik. Architektur – Skulptur – Malerei. Könemann Verlagsgesellschaft, Köln 1996, S. 307. ISBN 3-89508-213-9
  • Zimmermanns, Klaus: Toscana. Köln, 1980 3. Auflage 1980. (DuMont Kunst-Reiseführer), S. 345, Abb. 80-82

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: San Quirico d'Orcia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
Navigationsleiste „Via Francigena

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