San Venanzo

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San Venanzo
Kein Wappen vorhanden.
San Venanzo (Italien)
San Venanzo
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 52′ N, 12° 16′ O42.86666666666712.266666666667465Koordinaten: 42° 52′ 0″ N, 12° 16′ 0″ O
Höhe: 465 m s.l.m.
Fläche: 168,86 km²
Einwohner: 2.300 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einw./km²
Postleitzahl: 05010
Vorwahl: 075
ISTAT-Nummer: 055030
Volksbezeichnung: Sanvenanzesi
Schutzpatron: San Venanzo (18. Mai)
Website: Gemeinde San Venanzo
Panorama von San Venanzo
Panorama von San Venanzo

San Venanzo ist eine Gemeinde mit 2300 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Terni in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Montegabbione in der Provinz Terni

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 169 km². Sie liegt ca. 30 km südwestlich von Perugia und ca. 45 km nordwestlich von Terni. Sie ist Teil der Comunità montana Monte Peglia e Selva di Meana und liegt am Fuß des Berges Monte Peglia in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2211 GG[2].

Zu den Ortsteilen gehören Civitella dei Conti, Collelungo, Ospedaletto, Poggio Aquilone, Pornello, Ripalvella, Rotecastello, San Marino und San Vito in Monte.[3]

Die Nachbargemeinden sind Ficulle, Fratta Todina (PG), Marsciano (PG), Monte Castello di Vibio (PG), Montegabbione, Orvieto, Parrano, Piegaro (PG) und Todi (PG).

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals besiedelt wurde der Ort in der Altsteinzeit, später waren die Etrusker vor Ort. Nach dem Ende des römischen Reiches und der Zeit der Byzantiner, die den heutigen Ort im 8. Jahrhundert gründeten, fiel der Ort im Jahr 1290 unter die Herrschaft von Orvieto, die durch die Familie der Monaldeschi vertreten wurde. Später ging San Venanzo an die Familie Faina über, die im 16. Jahrhundert die Villa Faina errichteten, das heutige Rathaus.[4] 1929 wurde der Ort eigenständige Gemeinde in der neu errichteten Provinz Terni. Von 1861 bis 1951 erlebte der Ort einen Bevölkerungszuwachs von ca. 3400 Einwohnern zu ca. 5200 Einwohnern, zwanzig Jahre später hatte sich die Bevölkerungszahl fast halbiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Panorama des Ortsteils Rotecastello
  • Castel del Poggio de l’Aquilone, ca. im 13. Jahrhundert errichtete Burg der Grafen Conti di Marsciano im Ortsteil Poggio Aquilone.
  • Castello di Civitella dei Conti, Burg der Fodivoli im Ortsteil Civitella dei Conti aus dem 14. Jahrhundert.
  • Castello di Collelungo, 1294 von den Monaldeschi errichtete Burg im Ortsteil Collelungo.
  • Chiesa della Madonna Liberatrice, Kirche mit Werken aus der Schule des Perugino.
  • Chiesa di San Venanzio, Hauptkirche im Hauptort.
  • Fortezza bzw. Castello im Ortsteil Rotecastello, im 12. Jahrhundert errichtete Burg.
  • San Vito in Monte, Burgruine der Bischöfe von Orvieto, fiel 1240 und 1505 den örtlichen Kriegen zum Opfer.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: San Venanzo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 11. November 2012 (ital.) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 12. November 2012 (ital.)
  4. Offizielle Webseite der Gemeinde San Venanzo zur Geschichte des Ortes, abgerufen am 29. März 2011