Sana Kliniken

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Sana Kliniken AG
Sana Kliniken-Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 11. März 1976
Sitz Ismaning
Leitung Vorstand:
Mitarbeiter 28.954 (2013)[1]
Umsatz 2,01 Mrd. Euro (2013)[2]
Produkte KlinikbetreiberVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.sana.de

Die Sana Kliniken AG ist eine private Krankenhausgruppe von Akut-, Fach- und Rehabilitationskliniken und Altenheimen. Das Unternehmen hat 2013 einen Umsatz von 2,0 Milliarden Euro erwirtschaftet.[3] Firmensitz ist Ismaning bei München.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Sana Kliniken AG betreibt bundesweit 49 Krankenhäuser aller Versorgungsstufen. Neben dem Kerngeschäft der Akutmedizin unterhält sie Fachkliniken in den Indikationen Herz/Kreislauf, Orthopädie und Neurologie sowie Rehabilitationskliniken und Altenheime. Neben den konzerneigenen Kliniken führt Sana weitere zwölf Krankenhäuser im Managementauftrag von Kommunen und kirchlichen Institutionen.

Das Unternehmen beschäftigt 28.954 Mitarbeiter, darunter 1.556 Auszubildende.[4] Sana versorgte 2013 1,8 Millionen Patienten und konnte damit gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 10,3 Prozent erreichen. Die vollstationäre Bettenkapazität betrug 10.492.

Das Unternehmen unterhält 23 Tochtergesellschaften und Dienstleistungsbereiche, darunter für Facility- und Investitions-Management, Informationstechnologie und Medizintechnik. Im strategischem Einkauf vertritt die Gruppe 400 Krankenhäuser.

Haupteigner[Bearbeiten]

Sana ist ein Unternehmen der privaten Krankenversicherungen. Die Anteile hielten 2012:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Sana Gruppe wurde 1972 vom „Verein zur Planung und Förderung privater Krankenhäuser e. V.“ in Köln von 18 privaten Krankenversicherungsunternehmen gegründet. Wenig später wurde der Unternehmensname, auf Forderung des Registergerichts, um den Zusatz „Sana“ (lat. sanare „heilen, gesund machen“) ergänzt.

Seitdem ist die Zahl der Eigentümer aus diesem Bereich auf 30 deutsche Krankenversicherungen angestiegen. Zusammen mit Siemens und anderen Firmen ist die Sanagruppe an der Pro Consilio AG beteiligt, die vom Ärztenetz Hamburg-Ost gegründet wurde.

Zuerst erwarb das Unternehmen nur Allgemeinkrankenhäuser aus nichtkommunaler Trägerschaft. Ab 1984 erfolgte mit dem städtischen Allgemeinkrankenhaus Hürth die erste Übernahme eines kommunalen Krankenhauses.

Sana wuchs in den 1980er Jahren weiter an und kaufte kleinere private Kliniken, die in wirtschaftliche Bedrängnisse geraten waren. Erstmals wurden auch Fachkliniken, wie die heutige Sana Klinik München-Solln GmbH, übernommen und die Leistungen um die Rehabilitation erweitert.

Über Managementverträge mit finanziell angeschlagenen Kliniken aus öffentlicher oder frei-gemeinnütziger Trägerschaft wuchs die Gruppe in den 1990er Jahren weiter an. Zu dieser Zeit wurde auch die Zusammenarbeit mit Kommunen und Landkreisen bei der Betriebsführung von Alten- und Pflegeheimen aufgenommen. Sana ist inzwischen Träger für 17 Heime mit circa 1600 Heimplätzen.

In Rostock wurde ab dem 1. November 2000 erstmals ein deutsches Universitätsklinikum auf der Basis eines Managementvertrages bewirtschaftet.

2005 hatten die Sana Kliniken die Mehrheit am Paritätischen Unternehmensverbund in Berlin übernommen und damit die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte getätigt. Ein neues Geschäftsfeld visierten die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Sana Kliniken mit dem gemeinsamen Betrieb von Labor- und Praxisgemeinschaften an.

2006 erfolgten weitere Übernahmen im Bereich der 2.200 Krankenhäuser, davon rund 1800 kleinere Häuser im ländlichen Raum. Von 2004 bis 2007 übernahm Sana 16 öffentliche Krankenhäuser und integrierte sie in den Konzern ein. 2007 erfolgte die Übernahme Städtischen Kliniken Düsseldorf sowie deren Altenheime und eine 49 Prozent-Beteiligung am Klinikum Duisburg (ehemals Städtische Kliniken Kalkweg). Die Eigner wandelten das Unternehmen im November 2007 in eine Aktiengesellschaft um und stockten das Eigenkapital auf 120 Millionen Euro auf. Ein Börsengang ist nicht vorgesehen.[5]

Vorstandschef Philippi kündigte im Februar 2009 an, dass der Konzern seinen Umsatz von 2009 bis 2012 von einer auf zwei Milliarden Euro verdoppeln und zukünftig auch Minderheitsanteile an staatlichen Krankenhäusern erwerben will.[6]

Im Februar 2009 unterzeichnete die Sana Kliniken AG mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erstmals einen bundesweiten Konzerntarifvertrag für alle Beschäftigungsgruppen. Der Konzerntarifvertrag gilt dabei seit Januar 2009 zunächst für 6000 der insgesamt rund 16.400 Mitarbeiter und soll schrittweise auf alle 38 Sana-Kliniken übertragen werden.[7]

2010 hat die Sana Kliniken AG die Regio Kliniken GmbH des Kreises Pinneberg sowie das Krankenhaus Rummelsberg in Schwarzenbruck bei Nürnberg übernommen.

2012 hat die Sana Kliniken AG die Kliniken des Landkreises Cham mit den Standorten Bad Kötzting, Roding und Cham sowie das Sana Krankenhaus Radevormwald und das HANSE-Klinikum Wismar übernommen.

2013 wurden drei Kliniken des Landkreises Biberach in Baden-Württemberg übernommen. Die Transaktion umfasst die Kliniken in Biberach, Riedlingen und Laupheim mit 643 Betten, 1.725 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 80 Millionen Euro. Darüber hinaus wurde im Sommer 2013 in Hessen das Klinikum Offenbach am Main erworben.

Einrichtungen und Standorte[Bearbeiten]

Alle genannten Einrichtungen befinden sich in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG oder es besteht eine Minderheitsbeteiligung. Einrichtungen mit ausschließlicher Übernahme des Managements sind nicht aufgelistet:

Baden-Württemberg
  • Fachklinik für Neurologie Dietenbronn in Schwendi
  • Karl-Olga-Krankenhaus GmbH in Stuttgart
  • Krankenhaus vom Roten Kreuz Bad Cannstatt GmbH
  • Neurologisches Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad Wildbad
  • RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm gGmbH
  • Sana Herzchirurgie Stuttgart GmbH
  • Sana-Kliniken Bad Wildbad GmbH
  • Sana-Klinik Zollernalb GmbH in Albstadt
  • Sana-Medizintechnisches Servicezentrum GmbH (Sana-MTSZ), Stuttgart
  • Sana Kliniken Landkreis Biberach, 2013
Bayern
  • Sana Klinikum Hof GmbH
  • Sana Klinik München-Sendling
  • Sana Klinik München-Solln
  • Sana-Klinik Nürnberg GmbH
  • Sana Klinik Pegnitz GmbH
  • Sana Kliniken des Landkreises Cham
  • Krankenhaus Rummelsberg gGmbH in Schwarzenbruck
  • clinic.log Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft mbh, Eching mit drei Logistikzentren in Eching, Berlin und Leinfelden-Echterdingen. Kooperierend mit der Rhenus eonova GmbH, Berlin
  • Sana DGS GmbH, Ismaning (Reinigungsdienste, Hol- und Bringedienste und Patiententransporte in der Klinik)
  • Sana IT Services GmbH, Ismaning
  • Sana Personal Service GmbH, Ismaning(Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung und Personaldienstleistungen)
  • Sana TGmed GmbH, Ismaning (Gebäudemanagement)
  • Sana-Catering-Service GmbH (SCS), Ismaning (Cook & Chill, Cook & Serve, Sous-Vide-Verpflegung)
Berlin
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresergebnis 2013 (PDF; 271 kB)
  2. Geschäftsbericht 2012 (PDF; 12,4 MB)
  3. http://sanakliniken.unternehmensberichte.net/reports/sanakliniken/annual/2011/gb/German/0.html?page=4
  4. http://www.sana.de/wir-ueber-uns/unser-unternehmen.html
  5. kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin WIKOM GmbH vom 19. April 2007: Sana-Klinikkonzern wird Aktiengesellschaft - kein Börsengang
  6. Gespräch von Philippi mit Financial Times Deutschland und Meldung in der Ärzte Zeitung vom 12. Februar 2009
  7. Management & Krankenhaus, März 2009, Seite 2
  8. Homepage Sana Gesundheitszentrum Prenzl'berg; abgerufen am 21. April 2010
  9. Privater Betreiber gefunden. Offenbach beschließt Klinikverkauf. In: Hessischer Rundfunk. 2. Mai 2013, abgerufen am 3. Mai 2013.
  10. Kreiskrankenhaus Hameln