Sanctuary (Band)

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Sanctuary
Sanctuary Logo
Sanctuary Logo
Allgemeine Informationen
Genre(s) Power Metal
Gründung 1985
Auflösung 1992
Neugründung 2010
Gründungsmitglieder
Warrel Dane
Lenny Rutledge
Gitarre
Sean Blosl (bis 1990)
Jim Sheppard
Dave Budbill
Aktuelle Besetzung
Gesang
Warrel Dane
Gitarre
Lenny Rutledge
Gitarre
Brad Hull (seit 2010)
Bass
Jim Sheppard
Schlagzeug
Dave Budbill
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Jeff Loomis (1990-1992)
Jim Sheppard mit Sanctuary auf der Barge to Hell 2012
Jim Sheppard mit Sanctuary auf der Barge to Hell 2012
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
The Year the Sun Died
  DE 39 17.10.2014 (… Wo.)
  AT 75 17.10.2014 (… Wo.)
  CH 69 12.10.2014 (… Wo.)
  US 125 01.11.2014 (… Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Sanctuary sind eine US-amerikanische Power-Metal-Band aus Seattle. Die Band bestand zwischen 1985 und 1991 und war der Vorläufer der Band Nevermore.

Geschichte[Bearbeiten]

Bevor die Band Sanctuary gegründet wurde, war Warrel Dane Sänger der Heavy-Metal-Band Serpent’s Knight, die 1983 ein Studioalbum veröffentlichte. Bassist Jim Sheppard spielte in einer Glam-Metal-Band namens Sleeze. Sänger dieser Band war der spätere Alice-in-Chains-Sänger Layne Staley.

Die Band Sanctuary wurde 1985 gegründet. Der Bandname wurde dem Film Flucht ins 23. Jahrhundert entnommen.[2] Im Jahre 1986 spielte die Band ein Demo ein, welches einen Vertrag mit Epic Records einbrachte. Das Debütalbum Refuge Denied wurde 1987 veröffentlicht. Produziert wurde das Album vom Megadeth-Sänger Dave Mustaine.[2] Refuge Denied ist das einzige Album, auf dem Warrel Dane mit einer extrem hohen Stimmlage singt. Es gibt Spekulationen, dass sich Dane bei den Aufnahmen verletzte und deshalb auf den späteren Alben mit einer tieferen Stimme arbeitet. Mit „White Rabbit“ befindet sich eine Jefferson-Airplane-Coverversion auf dem Album. Mustaine steuerte ein Gitarrensolo bei. Die Band ging nach der Veröffentlichung mit Megadeth und Warlock auf Tournee.

Nach Abschluss der Tournee nahm die Band ihr zweites und letztes Studioalbum Into the Mirror Black auf. Dieses Album gilt als Genreklassiker und wurde von der Redaktion des deutschen Rock-Hard-Magazins auf Platz 20 einer Liste mit den 500 besten Metalalben gewählt.[3] Für das Lied „Future Tense“ drehte man einen Videoclip, der gelegentlich von MTV in der Sendung Headbangers Ball gespielt wurde. Während der Tournee mit Forbidden und Death Angel verließ Sean Blosl die Band und wurde durch den damals erst 19-jährigen Jeff Loomis ersetzt. Auch wenn sich das Album gut verkaufte - laut Dane waren es mehr als 100.000 Exemplare weltweit - war Epic nicht zufrieden und versuchte die Band in Richtung des einsetzenden Grunge-Booms zu drängen.[2] Innerhalb der Band kam es deshalb zu Spannungen über die musikalische Ausrichtung. Diese führten 1991 schließlich zur Auflösung. Um den Vertrag zu erfüllen, veröffentlichte Epic im gleichen Jahr noch die rare Live-EP Into the Mirror Live.

Ein Jahr später gründeten Dane, Loomis und Sheppard die Band Nevermore. Ursprünglich wollten die Musiker unter dem Namen Sanctuary weitermachen, jedoch drohte Rutledge mit einer Klage. Um einem Rechtsstreit zu entgehen wurde mit Nevermore ein neuer Bandname gewählt.[2] Lenny Rutledge wurde Musicalproduzent und ist Inhaber eines eigenen Studios. Blosl ist heute als unabhängiger Musik- und Filmproduzent tätig. Budbill kehrte der Musik vorerst den Rücken zu, half Dane aber bei seinem Soloprojekt.

2010 kündigte Warrel Dane ein neues Sanctuary-Album an. Bis auf Sean Blosl - an seiner statt spielt Brad Hull (Ex-Forced Entry) - werde die Band wieder in Original-Besetzung zusammenfinden. Lenny Rutledge habe Dane bereits neue Songs vorgespielt, die letzterer als „großartig“ bezeichnete. Man sei auf der Suche nach einer geeigneten Plattenfirma.[4] Am 6. Oktober 2014 erschien das dritte Studio-Album The Year the Sun Died[5]. Mit dem deutschen Regisseur Dirk Behlau drehte man zudem ein Musikvideo zum Titel "Frozen" in der Zeche Hugo in Gelsenkirchen-Buer. [6]

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1988: Refuge Denied
  • 1990: Into the Mirror Black
  • 1991: Into the Mirror Live (Live-EP)
  • 2014: The Year the Sun Died

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE AT CH US
  2. a b c d Andreas Stappert: „Classic Albums: Sanctuary - Into the Mirror Black“. In: Rock Hard, Mai 2006, Seite 140
  3.  Rock Hard (Hrsg.): Best of Rock & Metal – Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten. Heel Verlag, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-517-4, S. 218.
  4. Frank Albrecht: Nevermore - funktionsgestört, aber glücklich, in: Rock Hard, Nr. 278, Juli 2010, S. 32
  5. http://www.metal-archives.com/albums/Sanctuary/The_Year_the_Sun_Died/445629
  6. http://www.blabbermouth.net/news/sanctuary-films-frozen-video-photos-available/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sanctuary (Band) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien