Sandau (Elbe)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Stendal | |
| Verbandsgemeinde: | Elbe-Havel-Land | |
| Höhe: | 27 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,58 km² | |
| Einwohner: |
948 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 51 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 39524 | |
| Vorwahl: | 039383 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SDL | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 90 445 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Fontanestraße 6 39524 Schönhausen (Elbe) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Henry Wagner (freie Wählergemeinschaft) | |
| Lage der Stadt Sandau (Elbe) im Landkreis Stendal | ||
Sandau (Elbe) ist eine Stadt im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt und gehört der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land an. Mit 993 Einwohnern ist Sandau die kleinste Stadt in Sachsen-Anhalt und eine der kleinsten Städte in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
In einer spätestens 1192 ausgestellten Urkunde wird Sandau (als Dorf "Sandowe") erstmalig erwähnt (Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg ..., Nr. 476). Im Jahre 1272 wurden die Stadtrechte verliehen. Um 1200 begann der Bau der sehr wehrhaften spätromanischen Kirche als dreischiffige Pfeilerbasilika in Backsteinbauweise. Der Breitturm hatte ein Walmdach. Die Kirche wurde 1695 bei einem großen Stadtbrand bis auf die Umfassungsmauern zerstört. 1858/59 wurden bei einer Restaurierung die barocken Innenumbauten wieder beseitigt.
Seit 1680 war Sandau als sogenannte Immediatstadt direkt dem brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg unterstellt und lag bis 1807 im Jerichowschen Kreis. Sie war die nördlichste Stadt des Herzogtums.
Im April 1945 wurde die Stadt fast vollständig zerstört, nachdem eine in der Nähe stationierte Einheit der Waffen-SS die Übergabe unterbunden und einen amerikanischen Parlamentär erschossen hatte. Nach zwölftägigem Artilleriebeschuß durch linkselbisch stationierte US-Truppen besetzten diese die kleine rechtselbisch gelegene Stadt am 25. April 1945.
Weitgehend zerstört wurde auch die Kirche St. Laurentius/St. Nicolaus. Das Kirchenschiff hat man in den 1950er und 1970er Jahren wiederhergestellt, der wuchtige Turm blieb Ruine. 2002 wurde sein Wiederaufbau begonnen. 2008 war er bis zur dritten Etage wiederhergestellt, darüber ist er noch Ruine.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
→ Hauptartikel: Wappen der Stadt Sandau (Elbe)
Blasonierung: „In Gold eine schwarz gefugte, rote Burg, bestehend aus einer gezinnten Mauer und zwei Türmen mit beknauften Spitzdächern und je einer Fensteröffnung; die Türme verbunden durch ein abgeflachtes Dach mit aufgesetztem beknauften Kegel; darunter ein blau gekleideter heiliger Mauritius mit Brustharnisch und gegürtetem silbernen Schwert, in der Linken einen von Rot und Silber geteilten Schild, in der Rechten eine blaue Lanze mit silbernem, rot bekreuzten Fähnlein haltend.“[2]
Das Wappen in seiner jetzt gültigen Form wurde 1996 im Zuge des Genehmigungsverfahrens von dem Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und dokumentiert.
[Bearbeiten] Flagge
Die Stadt Sandau (Elbe) hat eine rot-goldene (gelbe) Streifenflagge mit aufgelegtem Wappen.
[Bearbeiten] Verkehr
In Sandau führt die Fähre Sandau im Zuge der Landesstraße 8 über die Elbe.
Die Bahnstrecke Schönhausen–Sandau wurde 1997 eingestellt. Es verkehren Linienbusse der Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus.
Sandau liegt an der Straße der Romanik, die hier über die Bundesstraße 107 verläuft.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter
- Johannes Knipstro (1497–1556), lutherischer Theologe und Reformator
- Samuel Christoph Wagener (1763–1845 in Potsdam), lutherischer Theologe und der Berliner Aufklärung nahestehender Schriftsteller
[Bearbeiten] Bilder
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Hauptsatzung § 2, Abs.1
[Bearbeiten] Weblinks
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