Sandford Fleming

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Sandford Fleming.

Sir Sandford Fleming (* 7. Januar 1827 in Kirkcaldy, Fife, Schottland; † 22. Juli 1915 in Halifax, Nova Scotia, Kanada) war ein bedeutender kanadischer Ingenieur.

In seiner Zeit als Chef-Ingenieur bei der Canadian Pacific Railway wirkte er vorwiegend als Landvermesser für den Ausbau der Strecken über Winnipeg hinaus nach Westen.

Fleming war Förderer der Stundenzählung von 1 bis 24 und der Weltzeit. Seine Initiative führte 1884 zur Washingtoner Meridiankonferenz, auf der der Meridian durch Greenwich unter anderem als Bezugs-Meridian für die Weltzeit empfohlen wurde. Die daraus folgende Einteilung der Erde in 24 Zeitzonen hat Fleming den vielen Ortszeiten, die vorher bereits innerhalb einer einzigen Zeitzone angewendet wurden, vorgezogen. Sonst blieb er aber seiner Utopie treu, "dass ein aufgeklärtes Weltbürgertum letzten Endes nicht mehr brauchen würde als einen einheitlichen universellen Tag" mit Weltzeit.[1]

Später bewirkte er die Verlegung eines Seekabels durch den pazifischen Ozean zwischen Kanada und Australien, wodurch das staatliche englische Telegraphennetz weltumspannend geschlossen wurde und ihm den Ehrentitel Sir einbrachte.

Er war der Gründer des Royal Canadian Institute, einer Wissenschaftsorganisation in Toronto und 1882 ein Gründungsmitglied der Royal Society of Canada. Sandford war seit dem 14. November 1854 ein Mitglied im Bund der Freimaurer (St. Andrew's Lodge No. 1, York).[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Clark Blaise: Die Zähmung der Zeit: Sir Sandford Fleming und die Erfindung der Weltzeit. Frankfurt a.M.: S. Fischer, 2001. ISBN 3-10-007109-3. S. 236
  2. Sandford Fleming Freimaurer auf der Website der Grand Lodge of British Columbia and Yukon, abgerufen am 25. Mai 2014.

Literatur[Bearbeiten]