Sandkräuter

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Sandkräuter
Quendel-Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)

Quendel-Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Alsinoideae
Gattung: Sandkräuter
Wissenschaftlicher Name
Arenaria
L.
Arenaria capillaris

Die Sandkräuter (Arenaria) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Der botanische Gattungsname leitet sich vom arena für Sand ab und bezieht sich auf die Standorte einiger Arten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Es handelt sich um meist kleinere, oft auch polsterbildende, meist einjährige oder ausdauernde, selten zweijährige krautige Pflanzen, seltener auch Halbsträucher. Oft sind Rhizome vorhanden. Die gegenständigen Laubblätter sind und ungeteilt und ganzrandig, ansonsten aber von sehr verschiedener Gestalt: lanzettlich bis rundlichen. Die Blattspreite besitzt ein oder drei bis fünf Blattadern.

Die Blüten stehen einzeln oder zu wenigen in Blütenständen zusammen, diese weisen meist die Form von Dichasien oder Wickel auf. Die eher kleinen, radiärsymmetrischen Blüten sind vier- oder fünfzählig. Die meist fünf meist vollständig freien und meist grünen Kelchblätter sind 2 bis 5 mm lang. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern der Unterfamilie Alsinoideae sind die fünf meist weißen Kronblätter vorne spitz oder abgerundet, jedoch nicht ausgerandet und nicht in zwei Teile geteilt. Bei manchen Arten fehlen Kronblätter. Es sind zwei Kreise mit je (selten vier bei Arenaria livermorensis oder weniger) meist fünf Staubblättern vorhanden. Die meist drei, selten fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen mit vielen Samenanlagen. Es sind gleich viele 0,5 bis 2 mm lange Griffel wie Fruchtblätter vorhanden.

Die Kapselfrüchte springen mit sechs (oder seltener zehn) kurzen Zähnen auf und enthalten selten nur einen, meist fünf bis 35 Samen. Die braunen bis dunkel braunen oder schwarzen, meist nieren- bis fast kreisförmigen Samen sind ungeflügelt oder schmal geflügelt.

[Bearbeiten] Vorkommen

Die Sandkräuter kommen mit etwa 150 bis 300 Arten vor allem in den gemäßigten und kälteren Gebieten der Nordhalbkugel (Holarktis) vor. In China kommen 102 Arten vor, davon sind 79 dort endemisch. In Nordamerika sind nur neun Arten heimisch. Einige Arten gibt es auch in den Anden bis nach Patagonien.

[Bearbeiten] Systematik

Synonyme für Arenaria L. sind: Brewerina A.Gray, Cernohorskya Á.Löve & D.Löve, Gooringia F.N.Williams, Gouffeia Robill. & Castagne ex Lam. & DC., Spergulastrum Michx., Willwebera Á.Löve & D.Löve. Nah verwandte Gattungen, die von manchen Autoren auch in die Arenaria eingegliedert werden, sind: Eremogone Fenzl, Mieren (Minuartia L.) und Nabelmieren (Moehringia L.).

Die artenreiche Gattung Arenaria wird in zehn Untergattungen und diese oft in Sektionen und Serien gegliedert. Die Untergattung Odontostemma enthält mehr als die Hälfte der Arten.

Hier eine Auswahl der etwa 150 bis 300 Arenaria-Arten:

[Bearbeiten] Hinweis

Arenaria ist auch als Name für die Vogelgattung Steinwälzer gültig, siehe z. B. Steinwälzer.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Arenaria (Caryophyllaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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