Sandstedt
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Cuxhaven | |
| Samtgemeinde: | Hagen | |
| Höhe: | 2 m ü. NN | |
| Fläche: | 56,22 km² | |
| Einwohner: |
1638 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 29 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 27628 | |
| Vorwahlen: | 04296, 04702 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CUX | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 52 049 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Amtsplatz 3 27628 Hagen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Strauch (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Sandstedt im Landkreis Cuxhaven | ||
Sandstedt (plattdeutsch Saans) ist eine niedersächsische Gemeinde in der Samtgemeinde Hagen im Landkreis Cuxhaven.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Sandstedt liegt direkt an der Unterweser (Unterweser-km 43) gegenüber der Stadt Brake, etwa 37 km nördlich von Bremen und 20 km südlich von Bremerhaven. Die Gemeinde nimmt den zentralen Bereich der Marschregion Osterstade ein. Die Nordgrenze der Gemeinde wird vom kleinen Wiesenfluss Drepte gebildet, der bei Dreptersiel in die Weser mündet. Südlich von Sandstedt befindet sich die große Weserinsel Harriersand.
Ortsteile [Bearbeiten]
- Sandstedt
- Rechtenfleth
- Offenwarden
- Wersabe
- Wurthfleth
- Rechtebe
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Sandstedt grenzt im Süden an die Einheitsgemeinde Schwanewede im Landkreis Osterholz. Im Osten befinden sich die drei Teilgemeinden Uthlede, Hagen im Bremischen und Driftsethe der Samtgemeinde Hagen. Nördlich schließt sich die Einheitsgemeinde Loxstedt an. Im Westen befindet sich am anderen Weserufer die Stadt Brake im Landkreis Wesermarsch.
Geschichte [Bearbeiten]
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Wurthfleth eingegliedert.[2]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
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(jeweils zum 31. Dezember)[3]
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Werner Strauch (SPD)
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen von Sandstedt zeigt vorne den Adler des Johannis, des Namenspatrons der Sandstedter Kirche, mit goldenem Heiligenschein und goldenen Greifen auf blauem Grund. Hinten ist ein grüner Lindenzweig mit elf Blättern auf silbernem Grund dargestellt, der dem Wappen der Familie von Witmar entnommen ist, sowie eine blaue Wellenlinie, die die Weser repräsentiert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
In jedem Jahr findet am Himmelfahrtstag in Sandstedt das Hafenfest statt. Die Ortschaft Rechtenfleth feiert jährlich am 1. Mai unter dem Motto "Maibaum Spezial" ein großes Maibaumfest. In der Nachbarortschaft Aschwarden zum Ortsteil Wurthfleth wird jährlich am 1. Mai das Mühlenfest gefeiert. Der Ortsteil Offenwarden hat am ersten Wochenende im August ein Schützenfest zu bieten. Ein fester Bestandteil, seit 10 Jahren jeweils am Pfingstwochenende, ist das Agilityturnier der Weser-Ems Hoppers[4]. Es zählt mittlerweile zum größten Hundesportturnier dieser Art im gesamten Bundesgebiet.
Bauwerke [Bearbeiten]
- Die St.-Johannis-Kirche in Sandstedt wurde 1420 errichtet und erhielt ihre heutige Gestalt Anfang des 19. Jahrhunderts. Die charakteristische Drehung der Turmspitze beruht auf einem Konstruktionsfehler.[5]
- Hermann-Allmers-Heim in Rechtenfleth [6]
- Historisches Oberfeuer Sandstedt: Es wurde während einer von 1896 und 1898 durchgeführten Neubefeuerung der Weser errichtet. Dabei wurden zahlreiche weitgehend standardisierte Leuchttürme zwischen Bremen und Bremerhaven aufgestellt. Anlass hierfür war eine Korrektur der Weserverlaufs während der Jahre 1887 bis 1895. Sie hat es auch größeren Schiffen wieder möglich gemacht, Bremen anzulaufen. Eine weitere Korrektur der Linienführung des Weserfahrwassers wurde von 1973 bis 1979 durchgeführt und machte es erforderlich, dass das Feuer 1981 durch einen neuen Feuerträger ersetzt wurde. Nach einer Sanierung des Bauwerks ging das historische, heute denkmalgeschützte Oberfeuer am Fährzubringer (Schnellfähre Brake–Sandstedt[7]) in den Besitz der Gemeinde Sandstedt über.[8]
- Der denkmalgeschützte Gartenfriedhof in Rechtenfleth mit dem Mausoleum des Dichters Johann Hermann Jappert (* 1828; † 1878) in Form einer neugotischen Kapelle und vier weiteren großen Familiengruften, darunter die von Hermann Allmers.
Wirtschaft und Verkehr [Bearbeiten]
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Gemeinde ist vorwiegend geprägt durch die Landwirtschaft (überwiegend Milchviehwirtschaft) sowie zunehmend durch den Tourismus. In Sandstedt und Rechtenfleth finden sich zwei gemeindeeigene Campingplätze und in Sandstedt ein Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Ferienwohnungen sind vereinzelt zu finden. Der Tagestourismus geht zumeist von den Räumen Bremerhaven und Bremen sowie der anderen Weserseite (Landkreis Wesermarsch/Raum Oldenburg) aus.
Der Gemeinderat Sandstedt hatte 2008 beschlossen, dass sich auf Sandstedter Gebiet an der Abfahrt der A27 die Firma Dekonta eine Wäscherei ansiedeln kann, die auch Wäsche aus einer kerntechnischen Anlage behandelt.[9] Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative gebildet. [10] 2008 hat die Firma der Kommune mitgeteilt, dass sie auf den Bau der Wäscherei verzichtet.[11]
- Ansässige Unternehmen
An der Autobahnabfahrt Sandstedt der A27 betreibt die Firma Grube Land- und Umwelttechnik ein Kompostwerk.
- Medien
Über die Gemeinde Sandstedt berichten die Nordsee-Zeitung mit der Regionalbeilage „Cuxhavener Kreisanzeiger“ sowie der Weser-Kurier mit der Regionalbeilage „Osterholzer Kreisblatt“ und die Bremer Nachrichten mit der Regionalbeilage „Die Norddeutsche“. In der Samtgemeinde Hagen erscheint monatlich die Heimatzeitung „Unter der Staleke“.
Verkehr [Bearbeiten]
Sandstedt hat über die Anschlussstelle Hagen direkten Zugang zur A 27 Bremen - Bremerhaven. Die Schnellfähre Brake–Sandstedt verbindet den Ort mit dem anderen Ufer der Weser. Man hat von dort Zugang zu Brake (Unterweser) und weiter nach Oldenburg. Im Norden befindet sich der Wesertunnel mit Zugang nach Nordenham.
Sandstedt liegt im Gebiet des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen. Die Buslinie 570 stellt werktags eine Verbindung nach Bremerhaven Hbf her.
Der nächste Bahnhof ist Brake (Unterweser) an der Bahnstrecke Hude–Blexen, auf der anderen Seite der Weser gelegen. In Sandstedt befindet sich ein Sportboothafen. Von 1911 bis 1964 war der Ort an die Kleinbahnstrecke der Niederweserbahn angeschlossen.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Allgemein
In Sandstedt befindet sich ein Gemeindebüro.
- Bildung, Soziales
Im Ortsteil Wersabe gab es eine kleine Grundschule, die eine erste und eine zweite Klasse beherbergte. Sie wurde 2008 geschlossen. Heute beherbergt das ehemalige Schulgebäude die Kindertagesstätte Wersabe.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Der Heimatdichter Hermann Allmers lebte im Ort Rechtenfleth, wo heute das Hermann-Allmers-Heim unter Denkmalschutz steht.
Sagen und Legenden [Bearbeiten]
- Der Heuersche Kolk[12]
- Das Spukhaus im Forkenmoor[12]
- Die Gründung der Kirche zu Wersabe[12]
- Die Räuberbande im Wersabeer Moor[12]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
- ↑ LSKN-Online
- ↑ Internetseite der Weser-Ems Hoppers
- ↑ Internetseite der Sandstedter Kirche
- ↑ Internetseite der Hermann-Allmers-Gesellschaft
- ↑ Internetseite der Schnellfähre Brake-Sandstedt
- ↑ Porträt des Oberfeuers Sandstedt
- ↑ Nordsee-Zeitung und Osterholzer Kreisblatt.
- ↑ Internetrepräsentanz der Bürgerinitiative GEDA
- ↑ Nordsee-Zeitung (Bremerhaven) und Weser-Kurier/Osterholzer Kreisblatt vom 24. Juni 2008.
- ↑ a b c d „Hake Betken siene Duven“ Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung ISBN 3-931771-16-4 von den Männern vom Morgenstern
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