Sanitätsamt der Bundeswehr
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| Sanitätsamt der Bundeswehr | |
|---|---|
| Aufstellung | 1. Feb. 1965 |
| Land | |
| Streitkräfte | Bundeswehr |
| Organisationsbereich | |
| Grobgliederung | Amtsführung Stabsabteilungen |
| Unterstellung | Führungsstab des Sanitätsdienstes |
| Stationierungsort | München |
| Leitung | |
| Amtschef | Generalstabsarzt Dr. Detlev Fröhlich |
Das Sanitätsamt der Bundeswehr (SanABw) ist neben dem Sanitätsführungskommando die zweite Säule des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr (ZSanDstBw) und ist ebenfalls direkt dem Führungsstab des Sanitätsdienstes (FüSan) im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) unterstellt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das SanABw ist die Nachfolgeinstitution des Wehrmedizinalamtes und entstand aufgrund der wegen wachsender Aufgaben erforderlichen Umgliederung am 1. Februar 1965.
Als Kommandobehörde war es für Grundsatzangelegenheiten des Sanitäts- und Gesundheitswesens in den Streitkräften zuständig und wurde dem Inspekteur des Sanitäts- und Gesundheitswesens unmittelbar unterstellt.
Aus der ehemaligen Abteilung II des Wehrmedizinalamts entstand das Institut für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen und aus der Abteilung III das Institut für Wehrmedizin und Hygiene. Aus der Chemischen Untersuchungsstelle im früheren Wehrbereich VI entstand das Institut für Wehrpharmazie und Lebensmittelchemie. Die drei Institute wurden ebenso wie die Akademie des Sanitäts- und Gesundheitswesens der Bundeswehr und das Zentrallazarett der Bundeswehr dem Sanitätamt unmittelbar unterstellt. Im Januar 1968 folgte die Unterstellung der Bundeswehrlazarette sowie der Medizinischen, Chemischen und Veterinär-Untersuchungsstellen. 1970 wurden alle Sanitätseinrichtungen mit zentralem Auftrag als Zentrale Sanitätsdienststellen der Bundeswehr (ZSanDBw) zusammengefasst, das Zentrallazarett zum Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz und die Lazarette der Bundeswehr in Bundeswehrkrankenhäuser umgegliedert und blieben dem Sanitätsamt als solche unterstellt; ebenso die in Zentrale Institute des Sanitätsdienstes der Bundeswehr umbenannten ehemaligen Untersuchungsstellen.
1971 zog das Amt aus den ehemaligen Liegenschaften des Wehrmedizinalamtes bis auf die Abteilung IV in die Liegenschaft am Platanenweg in Bonn-Beuel um.
[Bearbeiten] München (seit 2002)
Mit der Neustrukturierung der Bundeswehr wurden die ehemals Zentralen Sanitätsdienststellen der Bundeswehr (ZSanDBw) zum eigenständigen militärischen Organisationsbereich Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr umstrukturiert. In diesem Zusammenhang wurde die organisatorische Stellung des Sanitätsamtes der Bundeswehr neu definiert. Im Rahmen der Umstrukturierung zog das Sanitätsamt ab 1. Oktober 2001 und endgültig am 1. Juli 2002 an den Standort München um. Mit diesen Maßnahmen einhergehend erhielt die Dienststelle ein neues Wappen, dessen auffälliger Bestandteil der in der Nähe stehende Olympiaturm ist.
Das jetzige Sanitätsamt der Bundeswehr organisiert zusammen mit dem Sanitätsführungskommando in Koblenz den Sanitätsdienst in der Bundeswehr. Beide Institutionen sind dem Führungsstab des Sanitätsdienstes im Bundesministerium der Verteidigung unterstellt. Das Sanitätsamt ist für die fachliche Organisation des Sanitätsdienstes zuständig. Es erarbeitet die fachlichen Rahmenbedingungen für einen leistungsfähigen Sanitätsdienst und deckt Fach- und Organisationsaufgaben, den Bereich Rüstung, Qualitätsmanagement, Controlling, Ausbildung, Forschung und die Weiterentwicklung des ZSanDstBw ab. Dazu hat das Sanitätsamt auch Überwachungsaufgaben gemäß dem Infektionsschutz (IfSG)-, Medizinprodukte (MPG)-, Tierschutz (TSchG)-, Arzneimittel- und dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LMBG).
Das Sanitätsamt hat etwa 500 militärische und zivile Mitarbeiter. Der Amtsführung unterstehen neben den Stabsabteilungen zehn Fachabteilungen mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkten. Für Unterstützungsaufgaben verfügt das Amt über ein eigenes Stabsquartier. Teile des Sanitätsamtes sind disloziert stationiert.
[Bearbeiten] unterstellte Einrichtungen
- Sanitätsakademie der Bundeswehr (SanAkBw) München
- Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz der Bundeswehr (InstMedArbUmwSchBw) Berlin
- 3 Zentrale Institute des Sanitätsdienstes der Bundeswehr (ZInstSanBw) Kiel, Koblenz, München
- Sportmedizinisches Institut der Bundeswehr (SportMedInstBw) Warendorf
- Zentrum für Einsatzausbildung und Übungen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr (ZEinsAusbÜbSanDst) Feldkirchen (Gäubodenkaserne)
- Sanitätslehrregiment (SanLehrRgt) Feldkirchen (Gäubodenkaserne)
- Institut für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen (WehrMedStatInst) Andernach
- Institut für Radiobiologie der Bundeswehr (InstRadBioBw) München
- Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (InstMikroBioBw) München
- Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr (InstPharmToxBw) München
[Bearbeiten] Amtschefs
| Zeitraum | Amtschef | Teilstreitkraft |
|---|---|---|
| seit Umgliederung - 31. März 1967 | GenStArzt Herbert Hockemeyer | Heer |
| 1. April 1967 - 31. März 1969 | GenStArzt Eberhard Daerr | Heer |
| 1. April 1969 - 31. März 1971 | GenStArzt Hermann Ammermüller | Heer |
| vorübergehend durch Stellvertretenden Amtschef und Chef des Stabes geleitet | ||
| 1. Oktober 1971 - 30. September 1972 | AdmStArzt Hans-Georg Stemann | Marine |
| 1.Oktober 1972 - 30. September 1977 | GenStArzt Heinz S. Fuchs | Luftwaffe |
| 1. Oktober 1977 - 31. März 1980 | GenStArzt Hubertus Grunhofer | Luftwaffe |
| 1. April 1980 - 31. März 1982 | GenStArzt Hansjoachim Linde | Luftwaffe |
| 1. April 1982 - 31. März 1985 | GenStArzt Hans Wolfgang Hammen | Luftwaffe |
| 1. April 1985 - 31. März 1991 | GenStArzt Hans Sautter | Luftwaffe |
| 1. April 1991 - 30. Juni 1993 | GenStArzt Volker Grabarek | Heer |
| 1. Juli 1993 - 30. September 1995 | GenStArzt Gerhard Schöner | Heer |
| 1. Oktober 1995 - 30. September 2000 | GenArzt Hans-Dieter Schmidt | Heer |
| 1. Oktober 2000 - 02. Juli 2001 | GenStArzt Erich Wolfgang Bick | Heer |
| 3. Juli 2001 - 31. März 2003 | GenStArzt Kurt-Bernhard Nakath | Heer [2] |
| 1. April 2003 - 30. September 2006 | GenStArzt Peter K. Fraps | Heeresuniformträger |
| 1. Oktober 2006 - 31. Oktober 2007 | GenStArzt Hartmut Siebertz | Heeresuniformträger |
| vorübergehend durch Stellvertretenden Amtschef und Chef des Stabes geleitet | ||
| 1. Januar 2008 - | GenStArzt Detlev Fröhlich | Luftwaffenuniformträger |
[Bearbeiten] Stellvertretende Amtschefs und Chefs des Stabes
| Zeitraum | Amtschef | Teilstreitkraft |
|---|---|---|
| 1. Mai 1965 - 31. März 1970 | GenArzt Heinrich Leers | Heer |
| 1. April 1970 - 30. September 1973 | GenArzt Edgar A. Ruempler | Heer |
| 1. Oktober 1973 - 30. September 1976 | GenArzt Heinrich Nerl | Heer |
| 1. Oktober 1976 - 31. März 1982 | GenArzt Hans Wolfgang Hammen | Luftwaffe |
| 1. April 1982 - 30. September 1983 | GenArzt Claus Günter Voss | Heer |
| 1. Oktober 1983 - 31. März 1985 | GenArzt Gunter Desch | Heer |
| 1. April 1985 - 30. September 1987 | GenArzt Johann-Friedrich Borkowski | Heer |
| 1. Oktober 1987 - 30. September 1989 | GenArzt Matthias Jaeger | Heer |
| 1. Oktober 1989 - 30. September 1995 | GenArzt Hans-Dieter Schmidt | Heer |
| 1. Oktober 1995 - 31. Oktober 2001 | GenArzt Verena von Weymarn | Luftwaffe[2] |
| 1. November 2001 - 15. Juli 2005 | GenArzt Jürgen Blätzinger | Heeresuniformträger |
| 16. Juli 2005 - 30. September 2006 | GenArzt Detlev Fröhlich | Luftwaffenuniformträger |
| 1. Oktober 2006 - 30. September 2008 | GenArzt Peter-Klaus Witkowski | Heeresuniformträger |
| 1. Oktober 2008 - | GenArzt Jürgen Dick | Heeresuniformträger |
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Sanitätsamt der Bundeswehr 1958 - 2000, Bundesarchiv.
- ↑ a b Seit 2001 ist der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr ein eigenständiger militärischer Organisationsbereich. Der Vollständigkeit halber wird im Folgenden die Uniformzugehörigkeit angegeben.

