Sanitätsoffizier

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Ein Sanitätsoffizier ist ein Offizier, der im Sanitätswesen der Streitkräfte dient.

Begriffsbestimmung[Bearbeiten]

Sanitätsoffiziere und anderes Sanitätspersonal verschiedener Nationen, darunter ein deutscher Stabsarzt in Luftwaffenuniform (rechts)

Ein Sanitätsoffizier ist im weitesten Sinn ein Offizier, der im Sanitätswesen der Streitkräfte dient. In diesem weiten Sinn zählen dazu auch Offiziere, die nicht als medizinisches Fachpersonal verwendet werden, sondern auch Offiziere, die beispielsweise Fahrzeuge des Sanitätsdienstes oder deren Einrichtungen führen oder betreiben, im Rahmen des Selbstschutzes sanitätsdienstliche Einrichtungen schützen oder in der Logistik- und Personalplanung eingesetzt sind. Eine etwas engere Definition schließt nur solche Offiziere ein, die als medizinisches Fachpersonal eingesetzt werden. Dazu zählen auch beispielsweise Offiziere, die nicht der Ärzteschaft angehören, wohl aber häufig einen Heilberuf erlernt haben und beispielsweise in der Krankenpflege, Rehabilitation oder in der psychologischen Betreuung verwundeter oder traumatisierter Soldaten kurativ tätig sind.

Meist werden aber nur solche Offiziere zu den Sanitätsoffizieren gezählt, die eine Approbation als Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt aufweisen. Häufig werden auch Offiziere mit einer Approbation als Apotheker zu den Sanitätsoffizieren gezählt (sogenannte Militärapotheker). Da es sich häufig um eine formal-rechtlichen Status im Sinne einer Laufbahnordnung handelt, werden darunter meist auch Ärzte oder Apotheker verstanden, die nur noch entfernt auf ihrem erlernten medizinischen Fachgebiet tätig sind, sondern sich stattdessen beispielsweise vorrangig mit der Truppenführung oder der Logistikplanung beschäftigen.

Uniform und Status[Bearbeiten]

Sanitätsoffiziere tragen meist die reguläre Uniform eines Kombattanten und sind wie andere Offiziere häufig Vorgesetzte anderer Soldaten und dazu in die Rangordnung der Streitkräfte vollständig integriert. In einigen Streitkräften, wie zum Beispiel der Bundeswehr, unterscheiden sich aber die Dienstgradbezeichnungen der approbierten Ärzte und Apotheker von denen anderer Offiziere. In einigen Streitkräften werden die „regulären“ Dienstgrade oft um einen Zusatz, wie z. B. (MC) für medical corps (englisch für „Medizinisches Korps“), ergänzt. Obwohl Sanitätsoffiziere also in dieser Hinsicht „reguläre“ Soldaten sind, gelten Sanitätsoffiziere, wenn sie in einer der Einrichtungen des Sanitätsdienstes ärztlich oder als Apotheker tätig sind, als Nichtkombattanten, die unter dem besonderen Schutz der Genfer Konventionen stehen und nur zum Selbstschutz bewaffnet sind.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Definition[Bearbeiten]

Sanitätsoffizier der Bundeswehr ist, wer einen Dienstgrad trägt, der gemäß Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten und Zentraler Dienstvorschrift 14/5 Hauptleuten, Stabsoffizieren und Generalen vorbehalten ist[1][2] und gemäß Soldatenlaufbahnverordnung in Verbindung mit der Zentraler Dienstvorschrift (ZDv) 20/7 einer der Laufbahnen für Offiziere des Sanitätsdienstes angehört.[3][4][5][A 1]

Gemäß Zentraler Dienstvorschrift 14/5 und Soldatenlaufbahnverordnung führen Sanitätsoffiziere besondere, in der Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten definierte Dienstgrade.[2] Gemäß ZDv 14/5 lassen sich diese Dienstgrade in die Dienstgradgruppen Generale, Stabsoffiziere und Hauptleute gliedern.[2] Diese Dienstgrade werden auch als „Sanitätsoffiziersdienstgrade“ oder „Sanitätsdienstgrade“ bezeichnet. Im Einzelnen sind dies die in der folgenden Tabelle aufgezählten Dienstgrade.

Genannt werden zunächst jeweils die Dienstgrade für Heeres[A 2]- und Luftwaffenuniformträger[A 2], erst zuletzt ggf. die Dienstgradbezeichnungen der Marineuniformträger[A 2]. Zunächst werden jeweils die Dienstgradbezeichnungen für Humanmediziner (entsprechen auch immer denen für Zahnärzte), dann die für Apotheker zuletzt ggf. die für Veterinäre aufgeführt. Sind die Dienstgradbezeichnungen in allen Uniformträgerbereichen identisch, wird auf eine erneute Aufzählung für Marineuniformträger verzichtet.

Dienstgradgruppe[2] Dienstgrade[2][1]
I Generale
  1. GeneraloberstabsarztH&L, AdmiraloberstabsarztM
  2. GeneralstabsarztH&L, AdmiralstabsarztM
  3. GeneralarztH&L, GeneralapothekerH&L, AdmiralarztM
II Stabsoffiziere
  1. OberstarztH&L, OberstapothekerH&L, OberstveterinärH, FlottenarztM, FlottenapothekerM
  2. OberfeldarztH&L, OberfeldapothekerH&L, OberfeldveterinärH, FlottillenarztM, FlottillenapothekerM
  3. Oberstabsarzt, Oberstabsapotheker, OberstabsveterinärH
III Hauptleute
  1. Stabsarzt, Stabsapotheker, StabsveterinärH

H nur Heeresuniformträger[A 2]
H&L nur Heeres[A 2]- oder Luftwaffenuniformträger[A 2]
M nur Marineuniformträger[A 2]
In den Dienstgrad Generalapotheker werden zur Zeit bis auf Weiteres keine Soldaten mehr ernannt, weil der Haushalt keine Neubeförderungen mehr vorsieht.

Hinweis: Wenn ein Dienstgrad weder mit einem hoch gestellten „H“, noch mit „H&L“ noch mit „M“ indiziert ist, dann findet sich der Dienstgrad in allen Uniformträgerbereichen. Alle oben aufgezählten Dienstgrade führen Sanitätsoffiziere exklusiv. Bezeichnung „-arzt“ für Human- inklusive Zahnmediziner, „-apotheker“ für Apotheker, „-veterinär“ für Tierärzte.

Befehlsgewalt und Dienststellungen[Bearbeiten]

Ein Oberstabsarzt (links)

Sanitätsoffiziere sind anderen Offizieren hinsichtlich ihrer Vorgesetztenfunktion gleichgestellt und können unabhängig von ihrem Dienstgrad auf Grundlage des § 4 („Vorgesetztenverhältnis auf Grund des Dienstgrades“) der Vorgesetztenverordnung innerhalb der dort gesetzten Grenzen Soldaten der Dienstgradgruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere ohne und mit Portepee sowie der Leutnante Befehle erteilen.[6][7]

Sanitätsoffiziere werden überwiegend in Einrichtungen und Verbänden des Sanitätsdienstes der Bundeswehr eingesetzt. Sanitätsoffiziere werden vor allem in der medizinischen Behandlung von Patienten eingesetzt. Dazu dienen sie in den Bundeswehrkrankenäusern, Fachsanitätszentren, oder teils auch direkt in der Truppe als Truppenarzt, Schiffsarzt oder Fliegerarzt als Ärzte. Apotheker sind in den Bundeswehrapotheken und in den Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial für den Nachschub des Sanitätsmaterials und Fachfragen der Lebensmittelüberwachung und (Krankenhaus-) Hygiene zuständig. Veterinäre sind mit der Behandlung und Fragen der Tierhaltung und Tierzucht beschäftigt und dienen in dieser Funktion häufig in der Diensthundeklinik oder im Tragtierzentrum oder dort, wo Versuchstiere gehalten werden. Neben der kurativen Tätigkeit sind Sanitätsoffiziere in den Instituten des Sanitätsdienstes und weiteren Dienststellen aber auch in der wehrmedizinischen Forschung und Analytik eingesetzt. Von besonderem Interesse sind Untersuchungen zu Seuchen und spezifischen Krankheitsbildern in den Einsatzländern, den Auswirkungen von ABC- und konventionellen Waffen, der Toxikologie und in diesem Zusammenhang stehenden Untersuchungsgegenständen der Pharmakologie. In der Lebensmittel- und Arzneimittelüberwachung, im Tier- und Umwelt- und Gesundheitsschutz, sowie der Tierseuchenkontrolle erfüllen vor allem Veterinäre und Apotheker auch öffentlich-rechtliche Aufgaben im Bereich der Bundeswehr. Beratend unterstützen leitende Sanitätsoffiziere im Heer als Divisions- oder Brigadearzt die Kommandeure in medizinischen Fachfragen. Höherrangige Sanitätsoffiziere werden in den genannten Einrichtungen oder in Stabsabteilungen anderer Ämter, Kommandobehörden und im Ministerium als Referats-, Abteilungs- und Laborleiter, Ober- und Chefarzt eingesetzt. Sanitätsoffiziere werden wie Truppenoffiziere auch in eher „klassischen“ Kommandeursfunktionen als Einheitsführer eingesetzt, wenn sie als Kompaniechef einer Sanitätskompanie oder Kommandeur eines Lazarett- oder Sanitätsregiments oder eines Versorgungs- und Instandsetzungszentrums dienen. In diesen Dienststellungen stehen vor allem Fragen der Logistik, Eigensicherung und Truppenführung im Vordergrund. Sanitätsoffiziere der Bundeswehr dürfen gemäß Erlass vom 16. Dezember 1960 auch in Nebentätigkeit privat praktizieren, insofern dies die Wahrnehmung dienstlicher Aufgaben nicht gefährdet.[8] Insgesamt dienen in der Bundeswehr (Stand Dezember 2007) 3.150 Sanitätsoffiziere, davon 2400 als Ärzte, 430 als Zahnärzte, 240 als Apotheker und 80 als Veterinäre.[9]

Aufgrund der geschilderten und ähnlicher Dienststellungen können die allermeisten Sanitätsoffiziere in den in der Vorgesetztenverordnung aufgezählten Fällen allen dienstlich oder fachlich unterstellten Soldaten Befehle erteilen. Vor allem in ihrem Fachgebiet sind Sanitätsoffiziere fast immer auch Fachvorgesetzte anderer Soldaten.[6][10] Sanitätsoffiziere sind als Einheitsführer Disziplinarvorgesetzte der ihnen truppendienstlich unterstellten Soldaten gemäß Wehrdisziplinarordnung.[11]

Ernennung und Besoldung[Bearbeiten]

Maßgebliche gesetzliche Grundlagen für die Ernennung zum Sanitätsoffizier trifft die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergänzend die Zentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. Zum Sanitätsoffizier können Soldaten auf Zeit, Berufssoldaten und beorderte Reservisten ernannt werden. Voraussetzung ist die Zugehörigkeit zu einer der Laufbahnen für Sanitätsoffiziere und die Approbation als Arzt, Zahnarzt, Tierarzt oder Apotheker. Für Apotheker ist zusätzlich die Qualifikation zum staatlich geprüften Lebensmittelchemiker nötig. Der Dienstgrad Stabsarzt, Stabsapotheker bzw. Stabsveterinär kann frühestens drei Jahre nach Eintritt in eine der Offizierslaufbahnen des Sanitätsdienstes erreicht werden.[A 3] Sanitätsoffizieranwärter beenden in der Regel im Dienstgrad Leutnant (zur See)[A 4] ihr Studium an einer zivilen Universität und werden mit der Approbation zum Sanitätsoffizier befördert.[A 5] Eine Einstellung mit dem Dienstgrad Stabsarzt, Stabsapotheker oder Stabsveterinär oder einem der höheren Dienstgrade ist mit einer der Verwendung entsprechenden Qualifikation ebenfalls möglich.[A 6][3][4][5][A 1]

Sanitätsoffiziere werden abhängig von Dienstgrad und Dienststellung nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit A 13 bis B 9 besoldet.[12] Sanitätsoffiziere erhalten einen Sold, der in etwa der Besoldung für die anderen (ranggleichen) Offiziere entspricht. Auffällig ist jedoch, dass an die drei rangniedrigsten Sanitätsoffizierdienstgrade (bis Oberfeldarzt und entsprechende Dienstgrade) meist ein höherer Sold als für andere ranggleiche Offiziersdienstgrade geknüpft ist.[12]

Ausbildung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sanitätsoffizieranwärter

Die Ausbildung zum Sanitätsoffizier erfolgt im Sinne der Soldatenlaufbahnverordnung als Sanitätsoffizieranwärter.[3] Zunächst absolvieren Offizieranwärter der meisten Laufbahnen die Grundausbildung und weitere Ausbildungsabschnitte, teils in Form von Lehrgängen, an verschiedenen Ausbildungseinrichtungen. Im Vordergrund steht für Sanitätsoffiziere im Weiteren aber die akademische Ausbildung, die an einer zivilen Universität erfolgt. Mit Studienabschluss endet die Ausbildung zum Sanitätsoffizier.[3] Meist bereits vor dem Studium (teils auch im Anschluss) werden Offizierslehrgänge an einer der Offizierschulen besucht, um die Funktion als militärischer Vorgesetzter ausfüllen zu können. Vor Ernennung zum Leutnant ist an einer Offizierschule eine Offizierprüfung zu bestehen.[3] Während ihres Studiums haben Sanitätsoffiziere meist nur in Truppenpraktika, Famulaturen oder in praktischen Studienabschnitten Kontakt zur „regulären“ Truppe. Nach der Approbation schließt sich daher häufig auch eine (militärische) Aufbauausbildung (postuniversitären modularen Ausbildung (PumA), bestehend u.a. aus einer Einsatz-, Führungs- und Sprachausbildung) an, um die jungen Sanitätsoffiziere in die Truppe „wieder einzugliedern“.

In ihrer Verwendung als Offiziere schließen sich regelmäßig weitere Lehrgänge an, die Offiziere mit dem Grundwissen versorgen, das sie brauchen um eine neue Dienststellung einer höheren Hierarchieebene auszufüllen oder sich ändernden technischen, sozialen, einsatzspezifischen, medizinischen usw. Rahmenbedingungen anzupassen. Für Ärzte steht zunächst eine Ausbildung in Notfallmedizin im Vordergrund. Für Sanitätsoffiziere wird die Weiterbildung zum Facharzt, Fachtierarzt, Fachzahnarzt oder Fachapotheker ermöglicht. Der Stabsoffizierlehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr ist für die Beförderung zum Stabsoffizier nicht nötig. Besonders leistungsfähige Sanitätsoffiziere absolvieren dort aber dennoch diesen Lehrgang und/oder den General- /Admiralstabslehrgang, der eine spätere Verwendung in den Spitzenpositionen der Sanitätstruppe wahrscheinlicher werden lässt.

Dienstgradabzeichen[Bearbeiten]

Laufbahnabzeichen für Sanitätsoffiziere
HD H 43b Stabsarzt San HM L.svg
Stabsarzt
(Arzt)
LD B 51c Oberstabsarzt San ZM L.svg
Ober-
stabsarzt
(Zahnarzt)
HD H 52e Oberfeldveterinär San TM L.svg
Ober-
feldveterinär
(Tierarzt)
LD B 53d Oberstapotheker PH L.svg
Oberst-
apotheker
(Apotheker)
Dienstgradabzeichen für Heeres- und Luftwaffenuniformträger[A 7][13]

Die Dienstgradabzeichen für Sanitätsoffiziere entsprechen im Wesentlichen denen für Offiziere. Zur Unterscheidung der Sanitätsoffiziere dienen zusätzliche Laufbahnabzeichen in Form eines (abgewandelten) Äskulapstabes. Die Schlange windet sich im Laufbahnabzeichen für Ärzte in doppelter Windung, bei Zahnärzten in einfacher Windung um den Stab. Bei Veterinären und Apothekern windet sich die Schlange in doppelter Windung um einen (gedachten bzw. nicht dargestellten Stab); bei Apothekern ist darunter zusätzlich eine Apothekerschale abgebildet. Bereits Sanitätsoffizieranwärter tragen dieselben Laufbahnabzeichen entsprechend ihres Studienfachs.[14][13]

Streitkräfte des Deutschen Reiches[Bearbeiten]

Bis zur Gründung des Deutschen Reichs waren die Dienstgradbezeichnungen der Sanitätsoffiziere Sache der deutschen Einzelstaaten. Zu einer einheitlichen Regelung kam es erstmals 1873. In den Sanitätsdienst der Streitkräfte wurden Medizinstudenten vor Examensabschluss, teilweise auch Biologiestudenten etc., als Unterärzte verwendet. Nach Abschluss des Studiums erfolgte die Beförderung zum Assistenzarzt. [15] Die weiteren Sanitätsdienstgrade sind der Tabelle unten zu entnehmen. Für Veterinäre und Apotheker gab es entsprechende Dienstgrade. Die Dienstgrade beim Heer wurden meist mit der Vorsilbe Feld- und bei der Kriegsmarine mit dem Zusatz Marine- ergänzt.

Sanitätsdienstgrade 1873 -1934 Sanitätsdienstgrade 1934 - 1945
Generale
- Generaloberstabsarzt
Generaloberstabsarzt Generalstabsarzt
Generalstabsarzt/Generalarzt I. Klasse
(zeitweise obere Dienstaltershälfte der Generalärzte; in Preußen vormals Korpsarzt, Beibehalt als Postenbezeichnung)
Generalarzt
Stabsoffiziere
Generalarzt II. Klasse (untere Dienstaltershälfte der Generalärzte) Oberstarzt
Generaloberarzt (bis 1896 Divisionsarzt) Oberfeldarzt
Oberstabsarzt (bis 1896 in zwei Klassen) Oberstabsarzt
Hauptleute und Leutnante
Stabsarzt (bis 1896 in zwei Klassen, vormals Regimentsarzt) Stabsarzt
Oberarzt (bis 1896 Assistenzarzt I. Klasse) Oberarzt
Assistenzarzt (bis 1896 Assistenzarzt II. Klasse) Assistenzarzt

Verwirrend erscheint die Nachrangstellung des Generaloberarztes (Bezeichnung 1934 abgeschafft) gegenüber dem Generalarzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b ZDv 20/7 auf Grundlage § 44 der Soldatenlaufbahnverordnung ( Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung – SLV). 19. März 2002 (Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730, HTML, abgerufen am 25. März 2014).)
  2. a b c d e f g Anmerkung: Die Bundeswehr bezeichnet als Heeres- bzw. Luftwaffen- bzw. Marineuniformträger alle Soldaten, die die Uniform der jeweiligen Teilstreitkraft tragen. Der Begriff umfasst also auch Soldaten außerhalb der drei Teilstreitkräfte, also beispielsweise in der Streitkräftebasis, vgl. Ausbildung Reserveoffzieranwärterin/ -anwärter im Wehrdienst. Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) - Der Präsident., 13. März 2014, abgerufen am 26. März 2014.
  3. Durch das lange Studium erfolgt die Ernennung von Sanitätsoffizieranwärtern zu Sanitätsoffizieren aber in der Praxis aber deutlich später.
  4. Sie sind also bereits Offiziere. Gleichzeitig bleiben sie bis zu ihrer Approbation und Ernennung zum Sanitätsoffizier Sanitätsoffizieranwärter.
  5. Der Dienstgrad Oberleutnant (zur See) wird in der Regel also „übersprungen“.
  6. Voraussetzung ist mindestens die Approbation (für Apotheker zusätzlich die staatliche Prüfung zum Lebensmittelchemiker, eine Verpflichtung für mindestens ein Jahr und eine erfolgreich abzuleistende Eignungsübung. Für höhere Dienstgrade ist beispielsweise eine mehrjährige Berufspraxis und/oder die Zulassung als Fachtierarzt, Facharzt, Fachapotheker oder die Tätigkeit als Amtstierarzt usw. nötig.
  7. Dienstgradabzeichen für Schulterklappen des Dienstanzuges der Heeres- und Luftwaffenuniformträger (Hellgrau=Heeresuniformträger; Blau=Luftwaffenuniformträger). Die für Heeresuniformträger abgebildete dunkelblaue Unterlage deutet auf einen Soldaten der Sanitätstruppe hin. Neben den hier auf den Schulterklappe des Dienstanzuges dargestellten gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichentypen, die im Artikel →„Dienstgradabzeichen der Bundeswehr“ ausführlicher dargestellt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b vgl. Art. 1,  Der Bundespräsident (Hrsg.): Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPräsUnifAnO. 14. Juli 1978 (PDF).
  2. a b c d e  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)).
  3. a b c d e  Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung - SLV). 19. März 2002 (Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  4. a b Beachte auch:  Anlage (zu § 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere. (Anlage zu § 3 Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten, HTML, abgerufen am 1. April 2014).
  5. a b  Der Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.): ZDv 20/7. Bestimmungen für die Beförderung und für die Einstellung, Übernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. März 2002, Art. 635 (DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008, PDF, abgerufen am 26. März 2014).
  6. a b  Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung, S. A 12 1 (Nicht zu verwechseln mit dem Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV)).
  7.  Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV). 4. Juni 1956, § 4 (Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  8.  Vogel von Strauß. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1969, S. 78 (1. Dezember 1969, online).
  9. Gesundheit schützen, erhalten und wiederherstellen, Zahnärztliche Mitteilung 97, Nr. 24, 16. Dezember 2007, Seite 42-47.
  10.  Bundesminister für Verteidigung (Hrsg.): Verordnung über die Regelung des militärischen Vorgesetztenverhältnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV). 4. Juni 1956 (Zuletzt geändert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129, HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  11. Wehrdisziplinarordnung (WDO). In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, 16. August 2001, abgerufen am 5. November 2014 (HTML, vom 16. August 2001 (BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3386) geändert worden ist).
  12. a b  Anlage I (zu § 20 Absatz 2 Satz 1) Bundesbesoldungsordnungen A und B. (Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur für Berufs- und Zeitsoldaten und sind Anlage zum Bundesbesoldungsgesetz (BBesG), HTML, abgerufen am 25. März 2014).
  13. a b  Hartmut Bagger, Führungsstab der Streitkräfte I 3, Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 37/10. Anzugordnung für die Soldaten der Bundeswehr. Juli 1996. Neudruck von Oktober 2008. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen, S. 539 (Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996, Digitalisat (PDF; 3,5 MB)).
  14.  Der Bundespräsident (Hrsg.): Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPräsUnifAnO. 14. Juli 1978 (PDF).
  15. Beispiel: Beförderungen Dr. med. Herbert Hockemeyer